Tag-Archiv für 'trotzki'

Vorwärts in die Sackgasse? – Dan DiMaggio (Ex-“Socialist Alternative“, US-Sektion des CWI) schlägt eine Alternative vor

Fahrpläne, Sackgassen und die Suche nach neuen Gefilden:

Wie können wir die Sozialistische Bewegung im 21. Jahrhundert aufbauen?1

Dan DiMaggio

Dies ist ein Text eines amerikanischen Genossen, der sieben Jahre führendes Mitglied der Socialist Alternative, der amerikanischen Schwesterorganisation der SAV war. Er beschreibt in diesem langen Text das Problem der extremen Zersplitterung der radikalen Linken in den USA und des daraus folgenden Sektierertums. Die beschriebenen Mechanismen scheinen vertraut und sind doch kulturell unterschiedlich. Ein höchst lesenswerter Text, der, so hoffen wir, viel Anlaß zur Diskussion gibt. Die Hauptthese des Autors lautet: „nach fast acht Jahren in der sozialistischen Bewegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die dringendste Aufgabe, die uns bevorsteht, ist, heraus zu finden, wie wir die Spaltungen innerhalb der Bewegung überwinden können und eine gemeinsame, vereinte Organisation zu gründen.“
Der Beitrag erschien zuerst auf Englisch in der Zeitschrift
Cultural Logic (http://clogic.eserver.org/2010/DiMaggio.pdf) und auf der australischen web-Seite LINKS. international journal of socialist renewal (http://links.org.au/node/2686).
Wir danken Marie Schiller für die Übersetzung.
Der folgende Text als .pdf-Datei.

Gliederung des Textes:

Die Krise
Probleme der Sektenform
Träume der Vergangenheit
Über das Weiterentwickeln der revolutionären Theorie und sozialistischen Ideen
„Kleinunternehmer-Mentalität“
Zeitungen und Publikationen
Die derzeitigen spaltenden Formen der Organisation schwächen jede Kampagne
Keine Arbeitsteilung
Sichtverengung
Tunnelblick
Warum die Sektenform sich durchsetzt
Eine Alternative aufbauen
Der Weg zu einer sozialistischen Bewegung

„Für die Guten ist es einfach, über die Bösen zu siegen, wenn sich nur Engel in der Mafia organisieren.“ – Kurt Vonnegut2

(mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • Tumblr
  • Wikio
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF

Stellungnahme der Gruppe Revolutionäre Perspektive Berlin (RPB) zur Programm- und Organisierungsdebatte

Mitte der Feb. erhielten wir von der Gruppe Revolutionäre Perspektive Berlin (RPB), die wir – wie verschiedene andere Gruppen – zur Beteiligung an der hiesigen Programm- und Organisierungsdebatte eingeladen hatten, eine mail. Im Anschluß an unsere unten als Kommentar veröffentlichte Antwort, erklärte sich die Gruppe nun mit einer Veröffentlichung ihres Textes in dem blog einverstanden:

Liebe GenossInnen.

Entschuldigt, dass wir erst jetzt auf eure E-Mail antworten. Eigentlich wollen wir uns nicht in die Debatte auf dem arschhochblog einschalten, wollen Euch aber dennoch eine Antwort oder Erklärung dazu geben.

Wir haben uns bereits vor einigen Jahren entschieden, den notwendigen Organisierungsprozess nicht über theoretische Debatten, sondern primär über eine gemeinsame Praxis in die Gänge zu bringen. Zugegeben, das macht den Prozess nicht weniger problematisch und auch nicht schneller, aber sicherlich handfester. Das theoretische Ringen mit zur Identität gewordenen Positionen sind Windmühlenkämpfe, die in der Praxis kein Fundament für eine revolutionäre Organisierung herstellen können. Sie werden immer potenzielle Spaltungsmomente sein, weil sie als geistiges Eigentum funktionieren. Eigentum, das sich aus der Interpretation von historischen Kämpfen und Bedingungen gebildet hat. Da zurzeit keine politische Kraft durch eine überzeugende revolutionäre Gegenmacht zu einer „Enteignung“ des geistigen Eigentums in der Lage ist, sehen wir nur den Weg, über die Praxis wieder zu einem kollektiven Verständnis von einer revolutionären Strategie zu kommen, die den heutigen Bedingungen entspricht.
Schauen wir uns die Orgas und Einzelpersonen an, die sich in der Debatte teilweise redlich um den Zusammenschluss der „subjektiven RevolutionärInnen“ bemühen, ist es einfach nicht zu übersehen, dass die ideologischen Probleme und Fixpunkte der alten 70er/80er Jahre Linken in der Diskussion zur Endlosschleife werden.

Für uns ist es wichtig, die Fehler in der kommunistischen Bewegung zu analysieren, die Spuren zu suchen, an die wir heute anknüpfen können und negative Tendenzen zu kritisieren und zu verwerfen, um heute glaubhaft für den Kommunismus als Perspektive einzutreten. Uns interessieren aber einfach nicht mehr die alten Kontroversen zwischen den „Stalinisten“, „Trotzkisten“, „Leninisten“ etc. (mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • Tumblr
  • Wikio
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF

Zwischen Skylla und Charybdis

Dieser Text geht auf die Kommentare zum Text „Es braucht eine Organisation – jetzt!“ ein, allerdings nicht in Form eines Pingpong mit den einzelnen Kommentaren. Das halte ich nicht für eine gute Diskussionsmethode, vielmehr erscheint es mir produktiver, wenn wir, auf dem Boden des im Ganzen gut brauchbaren Lancierungstextes der SIB, rund um Themenkomplexe debattieren, die für unser Projekt von aktueller Relevanz sind und das wären meiner Ansicht nach im Moment unter anderem folgende: Wieso braucht es diese neue Organisation und ist die Zeit reif dafür? Wie breit soll/darf sie sein? Welchen Zentralismus und welchen nicht? Wie gross soll/kann/muss sie zahlenmässig sein beim Start, wenn wir, wie wohl alle einverstanden sind, nicht die 27. Gruppe gründen wollen. (mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • Tumblr
  • Wikio
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF

Nicht die siebenundzwanzigste Kleingruppe

In der neuen SoZ. Sozialistische Zeitung berichtet Manuel Kellner über seine Eindrücke von der Veranstaltung am 3. Nov. in der Berliner Werkstatt der Kulturen mit VertreterInnen isl, des RSB, der SAV und der SIB. (mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • Tumblr
  • Wikio
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF

Neue antikapitalistische Partei? Zur Diskussion in Schöneberg und anderswo

Mit Interesse haben wir von der Gruppe Arbeitermacht (GAM) den Aufschlag der „SchönebergerInnen“ verfolgt und auch bei der öffentlichen Vorstellung in Berlin unser Interesse an einer weiterführenden Diskussion bekundet.
Die Tatsache, dass es derzeit eine Diskussion gibt, die zumindest über Berlin hinaus reicht, zeigt, dass die Frage nach einer Organisation links von der Linkspartei notwendig ist. Der Aufbau einer antikapitalistischen, revolutionären Partei stellt für uns von der GAM eine zentrale politische Aufgabe dar, deswegen möchten wir uns hier zunächst allgemein der Organisationsfrage widmen. Für uns ist bei dieser Debatte wichtig, dass wir wissen, über was wir diskutieren – ein nächstes Netzwerk oder eine mögliche Organisation und vor allem: was hat das mit einer Partei zu tun. Es ist für uns auch entscheidend, dass es eine programmatische Diskussion gibt, in der alle ihre Vorschläge und Programme gleichberechtigt einbringen können. Wir haben nämlich nicht den Eindruck, dass die Debatte bei Null anfängt, sondern dass es verschiedene Programmentwürfe gibt, ebenso verschiedene Traditionen im Umgang mit Programm und Organisation. Dies sollte offen und klar diskutiert werden. Sich gegenseitig vorzumachen, dass wir „neu“ anfangen, würde der weiteren Diskussion eher schaden als nützen. (mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • Tumblr
  • Wikio
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF

Von der Philosophie zur Politik

Noch mal zu Postmoderne und Leninismus –

oder: Antwort1 auf das „Quietscheentchen“-Papier (SIBS v. 28.7.) (mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • Tumblr
  • Wikio
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF

Unverständliche De-Konstruktion?

Der folgende Text von „Karl Marx“ (14.08.2011 – 17:18 h) entstand aus anderem Anlaß (die dortige Diskussion ist an dieser Stelle hoffentlich übersichtlicher sortiert zu finden),


(„Yes means yes. No means no“ – Plakat der trotzkistisch orientierten Socialist Workers Party (SWP) beim Slutwalk Edinburgh)

kann aber auch als Stellungnahme zu dem hier von Kommentator „Klandestinen oder Angst“ (02. August 2011 um 22:32 Uhr) angesprochenen Problemen des Findens einer „gemeinsame Sprache“ gelesen werden: (mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • Tumblr
  • Wikio
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF

Was ist die sozialistische Initiative Berlin-Schöneberg (SiBS)? Fragen einer lesenden Links-Radikalen

1. Was ist die SiBS eigentlich?

Die SiBS ist eine politische Initiative von ursprünglich 5, jetzt 7 Genossinnen und Genossen, die sich zum Ziel gesetzt hat, einen Beitrag zur Neu-Formierung der radikalen Linken in Deutschland zu leisten. Die radikale Linke in ihrer jetzigen Form ist nicht in der Lage, gesellschaftlich Einfluss zu gewinnen, sie schwankt Kampagnen-Hudelei und Resignation. Von systematischer Arbeit im Stadtteil oder Betrieb kann keine Rede sein. Überall in Europa gibt es Um- und Neugruppierungsprozesse der radikalen Linken, und auch in Deutschland stehen diese auf der Tagesordnung. Uns ist klar, dass das ein schwieriger und langfristiger Prozess ist. Aber er ist notwendig. Alle unsere Mitglieder sind gesellschaftlich oder politisch aktiv. (mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • Tumblr
  • Wikio
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF

Lassen sich die Dinge wirklich nie klären?

Thomas Seibert, Vorstandsprecher des Instituts Solidarische Moderne (ISM) hat in Tom Strohschneiders Blog Lafontaines Linke noch einmal Bezug auf den Schöneberger Vorschlag genommen. „Zum (…) Pflichtteil der politischen Arbeit (…) gehört, dass sich die Dinge nie wirklich klären lassen, man also immer im Unklaren weiterwursteln muss“, schreibt er dort. Nun gut. Leider handelt es sich dabei schon um einen seiner klareren Sätze. (mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • Tumblr
  • Wikio
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF

Langsam, langsam …

… nimmt die Debatte Fahrt auf und mitunter auch seltsame Formen an. Wie könnte es in Deutschland, dem Land der hochentwickelten Philosophie und unterentwickelten Klassenkämpfe, anders sein. In kurzen Wortmeldungen erfahren wir überwiegend Zustimmung, während uns in langen Ausarbeitungen mit umfangreichen „wissenschaftlichen Apparaten“ nicht nur, aber überwiegend, die Leviten gelesen werden.
(mehr…)

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • Tumblr
  • Wikio
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF



ORGANISIERUNGSDEBATTE: