Archiv der Kategorie 'Diskussionsbeiträge'

Geschlossen wegen Umzugsvorbereitung

Wie von Micha Prütz neulich schon erwähnt, arbeiten wir gerade an einem neuen web-Auftritt für den NaO-Prozeß. Wahrscheinlich Donnerstagvormittag wird es soweit sein, ihn der geneigten Öffentlichkeit vorzustellen – und dann wird auch die von Micha erwähnte Stellungnahme einer „relevanten Gruppe der radikalen Linken“ zum Nao-Prozeß zu lesen zu sein…

Hier ist jetzt erst einmal Schluß mit Artikel schreiben und kommentieren: Um den Transfer der hiesigen Inhalt in den neuen blog hinzubekommen, müssen wir leider erst einmal allen AutorInnen die Schreibrechte entziehen und das Posten von neuen Kommentaren unterbinden. Aber im neuen blog wird es dann nach den alten Regeln weitergehen (auch Eure accounts werden übernommen; Ihr müßt Euch also nicht neu anmelden).  – Allerdings wird die neue web-Präsenz – nicht viel, aber etwas :-)mehr als ein blog sein…

Der neue blog wird auch mit einer neueren wordpress-Version als hier laufen. Allen AutorInnen und KommentatorInnen sei daher empfohlen, die Zeit – die durch den Stillstand auf dem hiesigen blog frei wird – schon mal zu nutzen, um sich mit der etwas geänderten BenutzerInnen-Oberfläche vertraut zu machen. Dafür haben wir eine kleine Spielweise angerichtet:

Test blog für RevolutionärInnen

http://testblogfuerrevos.wordpress.com/

http://testblogfuerrevos.wordpress.com/wp-login.php

BenutzerInnen-Name: technikwissenistmacht

Paßwort: Alle_2012

(Das Design ist dort ganz anders, als es im neuen web-Auftritt zum NaO-Prozeß sein wird und auch der Administrationsbereich weist kleine Unterschiede auf. Aber davon braucht Ihr Euch nicht irritieren zu lassen.)

Diejenigen von Euch, die schon mal mit einer aktuellen wordpress-Version gearbeitet haben, können dagegen erst einmal einen Frühlingsspazierung machen oder in der Sonne (wobei: jetzt ist sie allerdings gerade weg) schon mal 1. Mai-Transpis malen.

Wenn wir mit dem Transfer der Inhalte fertig sind, werden wir hier noch einen abschließenden Artikel posten, um die neue URL bekannt zu geben, und ein paar Worte zum Aufbau der neuen web-Präsenz finden und erklären, wo Ihr die alten Rubriken wiederfinden könnt.

Da wir uns mit dem Design des neuen web-Auftritts einige Arbeit gemacht haben (auch, wenn es nicht so schön und komfortabel geworden ist, wie es hätte werden sollen), möchten wir bitten, beim Formatieren von Artikeln für den neuen blog ein paar einfache Regeln einzuhalten (das folgende ist zugleich eine Kurze wordpress-Einführung für NeueinsteigerInnen). (mehr…)

Neu auf der SoKo-Seite: Robert Steigerwald gegen Entsorgung des „kommunistischen Parteityp“

„Auch in der DKP gibt es intensive Debatten um Organisation und Organsationsformen. Robert Steigerwald, einer der altvorderen Genossen der DKP, wendet sich Mitte April 2012 unter ‚Ein Versuch, den kommunistischen Parteityp zu ‚entsorgen‘‘ gegen die Aufgabe des selbständigen kommunistischen Organisationsprinzips – mit guten Gründen.“

Quelle:
http://www.sozialistische-kooperation.de/

PS.:
Wer/welche hier das letzte Kommentar-Wort haben will, muß sich mit dem Lesen des verlinkten Textes, dem Denken und dem Schreiben beeilen – ab frühen nachmittag wird hier Schluß mit Schreiben sein – und es geht an den konkreten – neulich von Micha Prütz schon angekündigten – technischen Umzug. – Dazu wird es dann aber noch ein Artikelchen mit ein paar Hinweisen geben. Und wahrscheinlich ab Donnerstagvormttag geht es dann an neuer Stelle mit dem Diskutieren weiter. – Aber vielleicht klappt auch mal etwas schneller als gedacht…

Proletarische Plattform in der Partei „Die Linke“ und das Bochumer Programm

An einem der letzten Wochenenden diskutierten Genossen der Proletarischen Plattform in der PdL über programmatische Fragen. Sie wollten sich auch mit dem Bochumer Programm auseinandersetzen. Initiatoren des Bochumer Programms waren dazu eingeladen und ich nahm als „Bochumerin“ daran teil.
Ausgangspunkt war die Auffassung, dass sich die Leute, die es angeht, leichter auf einen Forderungskatalog einlassen können als auf ein mehr oder minder wissenschaftlich formuliertes Programm. Inzwischen ist die Lage in Deutschland so, dass die Herrschenden kaum noch Spielraum sehen oder kaum noch Spielraum haben für Reformgeschenke. So stellt jedes scheinbar kleine Reförmchen wie: „Weg mit Hartz4“ bald die Machtfrage.
Einig war man sich auch in der Einschätzung, dass es Karl Marx bei seiner positiven Einschätzung der Pariser Commune darum ging, eine rationale Form für den Klassenkampf des Proletariats auf dem Weg zu seiner Emanzipation von Kapitalismus und Lohnarbeit zu finden.

Meine Meinung ist ebenfalls, dass das Bochumer Programm gedacht sei als Leitfaden/Programm, das uns bis an die Grenze zum Übergang aus dem Kapitalismus bringt.
Das Bochumer Programm richtet sich an alle Lohnabhängigen und Unterdrückten und verzichtet deshalb auf linke Schlag- und Reizwörter.
In der folgenden Diskussion wurde versucht, nach und nach die Punkte des Bochumer Programms in ihrer Aussage zu klären. Die Forderungen selbst trafen weitestgehend auf Zustimmung. Unterschiede taten sich auf, wenn es um die inhaltliche Fütterung oder die praktische Umsetzung, die Begründung für die Forderungen, ging. (mehr…)

Neues von der SIB

Einige vermissen eine gewisse Dynamik auf diesem Blog. Dies hat Gründe. Wir arbeiten an einer neuen Konzeption unseres Blogs.es wird eine neue Website mit angehängtem
Blog geben.Wir werden also redaktionell stärker eingreifen und dem Ganzen ein größeres Profil geben.Dies wird in den nächsten Tagen fertig sein.Lasst Euch überraschen!
Neben der Mobilisierung für M31 ,die uns stark gefordert hat,waren wir auf der Mv der isl und der Deligiertenkonferenz des RSB eingeladen.Es wurde sehr intensiv über den Nao-Prozeß diskutiert.Die Ergebnisse sind durchaus erfreulich.Sowohl isl als auch RSB haben bekräftigt,sich am Nao-Prozeß zu beteiligen. Weiterhin erreichte uns eine Stellungnahme einer sehr relevanten Gruppe der radikalen Linken zum Nao-Prozeß. Dies wird dann als erstes Highlight auf unsere neue Website gestellt. Wir arbeiten an einer gemeinsamen Intervention der bisherigen Nao-Gruppen zu den Aktivitäten im Mai in Frankfurt. Angedacht sind ein gemeinsamer Aufruf, eine Selbstdarstellung unseres Prozeßes und praktische Schritte. Marxistische Intiative(MI) und Gruppe Arbeitermacht haben Interesse bekundet,sich am Nao -Prozeß zu beteiligen. Dies sehen wir positiv.
Gleichzeitig läuft die Vorbereitung für die gemeinsame Sommerakademie aller Nao Gruppen Ende August.Ihr seht: es ist viel los und leichte Überforderungstendenzen gibt es
manchmal auch. Unsere Leute sind eben auch im Krisenbündnis, im S-Bahn Volksbegehren im Klassenkampfblock (1.Mai), in der M31 Nachbereitung und im berliner Energietisch aktiv. Wir sind absolut offen für Verstärkung und wünschen uns neue MitsreiterInnnen.

Zu guter letzt noch 2 Veranstaltungsankündigungen :

1. 16 . April gemeinsame Veranstaltung von isl und RSB in Frankfurt (näheres folgt) zum NAO -Prozeß

2. 26. April gemeinsame Veranstaltung von SIB, DKP und ARAB zur Krise und Widerstand in Berlin (19 Uhr Festsaal Kreuzberg)

So jetzt kommt die Osterentspannung für uns und für alle Interessierten.

Die Ablehnung des Konzeptes der „travail attractif“ (anziehende Arbeit) durch die Verfechter des „Bochumer Programms“

Eine Kontroverse, die auch im NAO-Blog nicht unbeachtet bleiben sollte, da es um das prinzipielle Verständnis von Sozialismus und Kommunismus geht.
Die entsprechenden Threads in Marx-Forum:
http://marx-forum.de/diskussion/forum_entry.php?id=6782
http://marx-forum.de/diskussion/forum_entry.php?id=6882
Zusammenfassende Stellungnahme meinerseits:
http://bronsteyn.wordpress.com/2012/04/03/„travail-attractif-anziehende-arbeit/

M 31: Busfahrkarten ausverkauft! – Die letzten Möglichkeiten, (kollektiv) von Berlin nach Frankfurt zu kommen

El Pais-Foto vom Generalstreik in Spanien

Auch der fünfte Bus aus Berlin nach Frankfurt ist schneller als erwartet voll!

Wir können im Moment (auch zusammen mit den anderen Gruppen aus der Berliner M 31-Vernetzung) nicht mehr machen, als auf folgende Möglichkeiten, nach Frankfurt zu kommen, hinzuweisen:

1.

40 Euro für bis zu 5 Personen (also im günstigesten Fall: 8 Euro/Person):

„Schöner Wochenend“-Ticket:

Berlin Hbf – Sa. ab 5:55
FfM Hbf – Sa. an 14:34

Dauer: 8:39 Stunden.

2.

50 Euro/Person:

ICE-Tickets bei ltur.com:

http://bahn.ltur.com/?omnin=DB-DE

z.B.:

Abfahrt Bln.: 9:34 h; Ankunft FfM.: 13:44 h;

Rückfahrt: FfM 19:34 – Bln. 23:25 h.

3.

Leihwagen -

am günstigsten wahrscheinlich: 9-Sitzer.

Bei einer bekannten Berliner Autovermietung kostet ein 9-Sitzer im Wochenendtarif (einzelne Tagen gehen am WE nicht) incl. 1.200 Frei-km 194 Euro.

Benzinverbrauch pro 100 km: 10 Liter.

ergibt bei 1.200 km und 1,70 €/l: 204 €

Reine Fahrtdauer Bln. – FfM lt. google: ca. 5 1/2 Std.

+ Pausen und Parkplatzsuche.

Würde also pro Person ca. 45 Euro kosten.

Die SIB ist bereit, den Kontakt zwischen GenossInnen, die Kleingruppen für Möglichkeit 1. oder 3. bilden wollen, zu vermitteln. – Bitte bis spätestens Freitag, 16 h, eine mail an:

nao(at)gmx.net

senden (mehr…)

Vorwärts in die Sackgasse? – Dan DiMaggio (Ex-“Socialist Alternative“, US-Sektion des CWI) schlägt eine Alternative vor

Fahrpläne, Sackgassen und die Suche nach neuen Gefilden:

Wie können wir die Sozialistische Bewegung im 21. Jahrhundert aufbauen?1

Dan DiMaggio

Dies ist ein Text eines amerikanischen Genossen, der sieben Jahre führendes Mitglied der Socialist Alternative, der amerikanischen Schwesterorganisation der SAV war. Er beschreibt in diesem langen Text das Problem der extremen Zersplitterung der radikalen Linken in den USA und des daraus folgenden Sektierertums. Die beschriebenen Mechanismen scheinen vertraut und sind doch kulturell unterschiedlich. Ein höchst lesenswerter Text, der, so hoffen wir, viel Anlaß zur Diskussion gibt. Die Hauptthese des Autors lautet: „nach fast acht Jahren in der sozialistischen Bewegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die dringendste Aufgabe, die uns bevorsteht, ist, heraus zu finden, wie wir die Spaltungen innerhalb der Bewegung überwinden können und eine gemeinsame, vereinte Organisation zu gründen.“
Der Beitrag erschien zuerst auf Englisch in der Zeitschrift
Cultural Logic (http://clogic.eserver.org/2010/DiMaggio.pdf) und auf der australischen web-Seite LINKS. international journal of socialist renewal (http://links.org.au/node/2686).
Wir danken Marie Schiller für die Übersetzung.
Der folgende Text als .pdf-Datei.

Gliederung des Textes:

Die Krise
Probleme der Sektenform
Träume der Vergangenheit
Über das Weiterentwickeln der revolutionären Theorie und sozialistischen Ideen
„Kleinunternehmer-Mentalität“
Zeitungen und Publikationen
Die derzeitigen spaltenden Formen der Organisation schwächen jede Kampagne
Keine Arbeitsteilung
Sichtverengung
Tunnelblick
Warum die Sektenform sich durchsetzt
Eine Alternative aufbauen
Der Weg zu einer sozialistischen Bewegung

„Für die Guten ist es einfach, über die Bösen zu siegen, wenn sich nur Engel in der Mafia organisieren.“ – Kurt Vonnegut2

(mehr…)

Verstaatlichung unter Arbeiterkontrolle – konkretisieren!

Die Forderung nach Verstaatlichung bestimmter Sektoren des Kapitals (Kapitalgruppen) wird in der Linken bereits wieder diskutiert, und das ist gut so.

Verstaatlichungsforderungen haben es aber auch an sich, dass sie (zu Recht) eine große Debatte hervorrufen, nämlich ob Verstaatlichungsforderungen überhaupt sinnvoll sind, denn der Staat unter den heutigen Bedingungen ist immer auch ein kapitalistischer Staat, der letzten Endes immer nur die Interessen der kapitalistischen Klasse zum Ausdruck bringt.

Bloße Verstaatlichung ist bekanntlich noch kein Sozialismus.

Ich halte nichts davon, die Formel „Verstaatlichung“ durch „Vergesellschaftung“ zu ersetzen. Zwar weist „Vergesellschaftung“ implizit auf eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus hin, in der es nur einen „absterbenden Staat“ geben wird, aber diese Etappe der gesellschaftlichen Entwicklung ist noch nicht erreicht. Auf dem Weg zu diesem Ziel liegt eine Kleinigkeit – eine Revolution.

Verstaatlichung macht auch schon im Kapitalismus Sinn, (mehr…)

Abschlußerklärung des Duisburger Treffens von VertreterInnen von InterKomms, RSB, SoKo und SIB

Am 11. März fand in Duisburg ein weiteres Treffen von VertreterInnen der Internationalen KommunistInnen (InterKomms), des Revolutionär Sozialistischen Bundes (RSB), der Sozialistischen Initiative Berlin (SIB) und der Sozialistischen Kooperation (SoKo) statt. Die TeilnehmerInnen nahmen den Vorschlag der SoKo für eine Kurskorrektur des NAO-Prozesses (http://www.scharf-links.de/266.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=22766&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=46a741eb32) zur Kenntnis und diskutierten ihn kontrovers.
Die Mehrheit der TeilnehmerInnen hält an der Methode einer offenen Debatte in einem breiten Spektrum von Linken, von Feministinnen über MarxistInnen bis hin zu (Post)autonomen und (Post)antiimps, mit dem Ziel der Gründung einer neuen – mindestens antikapitalistischen – Organisation der subjektiven RevolutionärInnen fest.
Erst im Laufe der letzten 2 ½ Monate gibt es vermehrt – öffentliche und nicht-öffentliche – Reaktionen auf die im März 2011 begonnene Debatte. Die am NAO-Prozeß Beteiligten werden die neuentstandenen Kontakte festigen und ausweiten.
Wir mobilisieren zu den Demonstrationen und Aktionen am 31. März und vom 17. – 19. Mai. Wir wollen bei diesen Anlässen für die Verstetigung sowie antikapitalistische Ausrichtungen dieser Protestbewegung werben.
Auch mit anderen Spektren werden wir die Diskussion in diesem Sinne intensivieren.
Die Mehrheit der bei dem Duisburger Treffen vertretenen Gruppen hält es für organisatorisch nicht leistbar und auch ansonsten für verfrüht, bereits im Mai eine gemeinsame Konferenz zu veranstalten, einen Ko-Kreis und gemeinsame Ortsgruppen zu bilden. Dies würde zum einen unfreiwillig ausschließend gegenüber Gruppen wirken, die gerade erst anfangen, sich an der Debatte zu beteiligen oder dies demnächst tun werden. Zum anderen scheinen der Mehrheit der bei dem Duisburger Treffen vertretenen Gruppen auch die inhaltlichen Gemeinsamkeiten noch nicht ausreichend entwickelt zu sein, um zu solchen gemeinsamen Strukturen zu gelangen.
Wir werden daher zunächst im Sommer ein gemeinsames Workshop-Wochenende (‚NAO-Sommer-Debatte’) veranstalten, zu deren Vorbereitung wir auch weitere interessierte Gruppen einladen. Dort sollen unseren Diskussionen fortgeführt werden. Für den Oktober wird dann die von der SoKo vorgeschlagene Arbeitskonferenz ins Auge gefaßt.




ORGANISIERUNGSDEBATTE: