Beiträge von Wal Buchenberg

Organisierung als Selbsthilfegruppe

Hallo,
Anfangs bestanden hier einige Leute vehement darauf, dass alle Emanzipationsbewegungen in Deutschland eine Avantgarde benötigen. Aber statt diesem Avantgarde-Anspruch irgendwie gerecht zu werden, und den bestehenden Bewegungen wenigstens versuchsweise eine politische Orientierung und emanzipatorische Ziele aufzuzeigen, wurden alle programmatischen Vorschläge und Initiativen, die hier vorgebracht wurden, entweder ignoriert oder niedergebügelt.

Nichtsdestotrotz wollen sich die Leute, die Avantgarde sein wollten, nun bundesweit organisieren. Zwar hatte Euer Avantgarde-Großvater die Losung ausgegeben: „Erst Klarheit, dann Einheit“, aber das kümmert offenbar wenig.

Ich denke: Ohne Klarheit und ohne Programm organisiert Ihr Euch nicht als linke Avantgarde, sondern als linke Selbsthilfegruppe.

Viel Spaß dabei
wünscht Euch Wal Buchenberg

P.S. Bitte löscht meinen Schreib-Account.

Anmerkung zur „Kommune Bochum“

1. Was ist das Ziel der Produktion?
Im Kapitalismus ist das Ziel der Produktion der größtmögliche Profit für den/die Kapitalisten. Darüber sind sich die meisten Linken einig.
Im Sozialismus/Kommunismus ist das Ziel der Produktion die Befriedigung der Bedürfnisse. Auch darüber sind sich die meisten Linken einig.
Was unter „Befriedigung der Bedürfnisse“ zu verstehen sei, darüber gehen die Meinungen weit auseinander.

Die Traditionslinke meint: Eine irgendwie legitimierte Avantgarde analysiert und definiert die Bedürfnisse und organisiert dementsprechend die Produktion. Durch die Definition der Bedürfnisse der Gesellschaft wird diese Avantgarde zwangsläufig, ob sie will oder nicht, zu Herren über die Gesellschaft. Aus ihrer Definitionsmacht folgt notwendig wirtschaftliche Macht. Aus der wirtschaftlichen Macht folgt soziale und politische Macht. Davon abgesehen schafft es keine Minderheit, die Bedürfnisse von Allen (der Gesellschaft) zu erkennen und zu „managen“. Das hatte schon Marx gewusst, wenn er schreibt: „Nur wo die Produktion unter wirklicher vorherbestimmender Kontrolle der Gesellschaft steht, schafft die Gesellschaft den Zusammenhang zwischen dem Umfang der gesellschaftlichen Arbeitszeit, verwandt auf die Produktion bestimmter Artikel, und dem Umfang des durch diese Artikel zu befriedigenden gesellschaftlichen Bedürfnisses.“ K. Marx, Kapital III, MEW 25, 197.

Anders die ökologische Linke. Die ökologische Linke kritisiert zu Recht die bestehenden „kapitalistischen Bedürfnisse“. Ihr Appell nach einer allgemeinen Änderung der privaten und öffentlichen Bedürfnisse ist gut gemeint, aber unrealistisch, weil dieser Appell die materielle Basis dieser Bedürfnisse ignoriert.

Die „Kommune Bochum“ nimmt einen anderen Ansatz.
Die „Kommune Bochum“ sieht die Veränderung der Bedürfnisse nicht als Voraussetzung einer nachkapitalistischen Wirtschaft, sondern vielmehr als ihre Folge. Und: Die „Kommune Bochum“ legt die Definition der Bedürfnisse in die Hände aller Genossenschaftler. Dazu Karl Marx:
„Gesellschaftliche Produktion heißt, … dass die Gesellschaft, wie nach einem Plan, ihre Produktionsmittel und Produktivkräfte verteilt in dem Grad und Maß wie nötig zur Befriedigung ihrer verschiedenen Bedürfnisse, so dass auf jede Produktionssphäre das zur Befriedigung des Bedürfnisses, dem sie entspricht, nötige Anteil des gesellschaftlichen Kapitals falle.“ K. Marx, Theorien über den Mehrwert II, MEW 26.2, 529.

Ziel der sozialistischen bzw. kommunistischen Produktion ist die Deckung des wirklichen, das heißt gemeinschaftlich bestimmten Bedarfs durch die gemeinschaftliche Produktion. Das ist schon (fast) alles, was man über die nachkapitalistische Wirtschaft wissen muss.

Die zweite, schon weniger wichtige Frage, ist:
2. Wie geschieht die gesellschaftliche Buchführung?
Dazu Karl Marx:
Unter den Voraussetzungen der Deckung „von Nachfrage und Zufuhr, von Produktion und Konsumtion; in letzter Instanz proportionale Produktion, … so wird die Geldfrage ganz sekundär, und speziell die Frage, ob Scheine, blaue oder grüne, blecherne oder papierene ausgegeben werden oder in welcher anderen Form die gesellschaftliche Buchführung gehandhabt wird.“ K. Marx, Grundrisse der Kritik der politischen Ökonomie, 71.

In seiner Kritik des Gothaer Programms erläuterte Karl Marx ein Verteilungsmodell, das auf der individuellen Ebene ansetzt: Dort bekommt jeder Einzelne in dem Maße einen Anteil des gemeinschaftlichen Produkts wie er in Arbeitszeit (und nach Qualifikation) zur gesellschaftlichen Produktion beiträgt. Marx sagt dazu, dass diese Buchführung auf individueller Ebene ein Mangel und ein „Missstand“ sei, der baldmöglichst beseitigt werden müsste.
Deshalb plant und bucht die Kommune Bochum auf der Ebene der Kommune. Auf Kommuneebene werden „die Produktionsmittel und Produktivkräfte verteilt in dem Grad und Maß wie nötig zur Befriedigung ihrer verschiedenen Bedürfnisse“. Auf der Kommuneebene wird überprüft, ob „auf jede Produktionssphäre dem zur Befriedigung nötige Anteil der gesellschaftlichen Arbeit falle.“ (sinngemäß bei Karl Marx, MEW 26,2, 529)

Kurz: Die „Kommune Bochum“ geht nicht über das hinaus, was Karl Marx über die sozialistische und kommunistische Wirtschaft gedacht und geschrieben hat. Sie macht die Gedanken und Vorschläge von Marx nur anschaulich.

Gruß Wal Buchenberg

Kommune Bochum. Modell einer genossenschaftlichen Wirtschaft

Der Text mit fünf Grafiken steht im Karl-Marx-Forum

Gruß Wal

Konkurrenz oder Kooperation

Im 7. Jahrhundert vor Chr. entwickelte sich im griechischen Kulturraum aus dem Verkehr zwischen den griechischen Koloniestädten im Mittelmeerraum erstmals ein dauerhafter Markt. (mehr…)

Der Kampf gegen Stuttgart21 ist auch bei einer Abstimmungsniederlage ein Erfolg

Am heutigen Sonntag findet in Baden-Württemberg eine in Deutschland seltene Volksabstimmung über das Stuttgarter Bahnhofs-Megaprojekt statt. Die Abstimmung kann von den Gegnern von Stuttgart 21 nicht gewonnen werden, und dennoch hat der Kampf gegen Stuttgart21 die politische Lage in Deutschland verändert.

Die Volksabstimmung kann von den Stuttgart21-Gegnern nicht gewonnen werden, weil in ganz Baden-Württemberg eine Frage abgestimmt wird, die eigentlich nur die Einwohner von Stuttgart angeht. Je weiter die 7,6 Millionen wahlberechtigten Baden-Württemberger von diesem Konfliktherd entfernt leben, desto eher wird sich die Gegnerschaft auf ein „antistaatliches Bauchgefühl“ reduzieren – im Sinne von: „Die da oben verschleudern unser gutes Geld!“.

Die Abstimmung kann von den Stuttgart21-Gegnern nicht gewonnen werden, weil die Landesbehörden eine doppelte Hürde eingebaut haben: Die Mehrheit der abgegebenen Stimmen reicht den Gegnern nicht zum Sieg. Sie müssen auch noch ein Quorum von einem Drittel aller Stimmberechtigten überspringen. Bei einer relativ hohen Stimmbeteiligung von etwa 40 Prozent müssten die Gegner mindestens 2,3 Millionen Gegenstimmen und damit deutlich über 80 Prozent der abgegebenen Stimmen stellen. Bei einer noch niedrigeren Beteiligung müssten die Gegner nahezu 100 Prozent der Stimmen stellen. Das macht die ganze Abstimmung zu einer Farce.

Die Abstimmung kann von den Stuttgart21-Gegner nicht gewonnen werden, weil der Abstimmungstext absichtlich unklar im Juristenjargon verfasst ist. Der Abstimmungstext lautet:
„Stimmen Sie der Gesetzesvorlage „Gesetz über die Ausübung von Kündigungsrechten bei den vertraglichen
Vereinbarungen für das Bahnprojekt Stuttgart 21 (S 21-Kündigungsgesetz)“ zu?“
Es erfolgen drei Hinweise:
„Mit „Ja“ stimmen Sie für die Verpflichtung der Landesregierung, Kündigungsrechte zur Auflösung der vertraglichen
Vereinbarungen mit Finanzierungspflichten des Landes bezüglich des Bahnprojekts Stuttgart 21 auszuüben.
Mit „Nein“ stimmen Sie gegen die Verpflichtung der Landesregierung, Kündigungsrechte zur Auflösung der
vertraglichen Vereinbarungen mit Finanzierungspflichten des Landes bezüglich des Bahnprojekts Stuttgart 21
auszuüben.
Sie haben 1 Stimme. Bitte in nur einen Kreis ein Kreuz (X) einsetzen.“

Trotz der voraussichtlichen Abstimmungs-Niederlage der Stuttgart21-Gegner hat der Kampf gegen das Mega-Projekt die politische Lage in Deutschland verändert.

Wie bei den Kämpfen gegen andere Großprojekte, dem Bau von Kernkraftwerken, der Einrichtung von Atom-Lagern, dem Ausbau des Frankfurter Flughafens, dem Kampf gegen Castor-Transporte usw. wird durch den Kampf gegen Stuttgart21 an diesem einen Punkt den Herrschenden die Verfügungsgewalt über die Produktionsmittel (was Investitionsentscheidungen mit einschließt) streitig gemacht. Der Kampf gegen Stuttgart21 ist deshalb im Kern ein antikapitalistischer Kampf. Diese Bedrohung wird von den Kapitalisten und ihren Staatsdienern auch klar gesehen. Sie haben sich dahingehend geäußert, dass durch ein Scheitern von Stuttgart21 die kapitalistischen Investitionsfreiheit am „Standort Deutschland“ in Frage gestellt wird.
In diesem Kampf gegen kapitalistische Großprojekte verstärkt und manifestiert sich auf Seiten der Gegner die richtige Vorstellung, dass die kapitalistische Profitwirtschaft keineswegs „im Interesse aller“ ist, sondern nur ganz Wenigen dient, und die Lebensgrundlagen der Vielen zerstört. Das ist ein antikapitalistisches Potential, das radikale Linke fördern sollten.

Die heutige Volksabstimmung ist eine bürokratische Angelegenheit, die von der Staatsmacht organisiert ist, und die den „Bürgern“ nur die Aufgabe zuweist, ein Kreuzchen zu machen. Egal, wie das Abstimmungsergebnis lauten wird, die Stuttgart21-Gegner haben den Druck auf die Staatsmacht hochgeschraubt, den Herrschenden die freie Machtausübung erschwert und die Staatsmacht in die Defensive gedrängt. Das werden sich andere lokale Kämpfe zum Vorbild nehmen. Konfliktpunkte gibt es zu Hauf.

Wal Buchenberg, 27.11.2011

Persönliche Erklärung

Statt konstruktive politische und programmatische Vorschläge zu machen, verschwenden hier ein paar Leute den Großteil ihrer Zeit damit, zu begründen, warum sie die Vorschläge und Forderungen des Bochumer Programms für falsch halten. Wohin soll das führen?

Nun hat der Genosse Detlef Georgia quasi ex Cathedra verkündet: „- Die, die das Konzept des revolutionären Bruchs verteidigen, gehören dazu. Die, die das Konzept des revolutionären Bruchs in einem graduellen Übergang auflösen, nicht.“

Einem Dutzend Stellungnahmen hier ist zu entnehmen, dass der Vorwurf des „Gradualismus“ gegen das Bochumer Programm und die Genossen gerichtet ist, die dieses Programm unterstützen.
Ich halte den Vorwurf des „Gradualismus“ für ein grobes Missverständnis. Ich habe auch erklärt, dass das Bochumer Programm einen „revolutionären Bruch“ nicht vollmundig „fordert“ (wer sollte denn der Adressat dieser Forderung sein??), stattdessen wird mit diesem Programm und durch dieses Programm eine revolutionäre Entwicklung gefördert und in die Wege geleitet.
Ich kann das Verdikt des Genossen Detlef Georgia nur so verstehen, dass er den Personenkreis, der das Bochumer Programm unterstützt, von dem Organisierungsprozess einer „neuen antikapitalistischen Organisation“ ausgeschlossen sehen will.

Dazu nehme ich wie folgt Stellung:
Man kann uns „Bochumern“ alles absprechen, aber nicht, dass wir uns als Revolutionäre verstehen.
Wenn aber das „NAO-Konzept“ nur darauf abzielt, einen Zusammenschluss innerhalb der trotzkistischen Strömung zusammenzubringen, dann habe ich und mancher andere falsche Erwartungen in dieses Projekt gestellt. Mit einem innertrotzkistischen Projekt habe ich nichts zu tun und will ich nichts zu tun haben.
Solange aber die Chance besteht, dass es zu einem strömungsübergreifenden Zusammenschluss kommt, solange sind wir „Bochumer“ dabei und werden dieses Ziel, das im Interesse aller Besitzlosen liegt, auch unterstützen.

Im Interesse dieses strömungsübergreifenden Zusammenschluss bitte ich alle Beteiligten, sich nicht auf negative Kritik zu fokussieren. Ich bitte darum, sich nicht mehr darauf zu konzentrieren, welche Fehler und Mängel man bei anderen entdeckt. Das ist verschwendete Zeit. Statt dessen sollte jeder und jede Strömung versuchen, konkrete aktuelle politische und längerfristige programmatische Thesen und Vorschläge zu formulieren, die zur Grundlage einer gemeinsamen Politik in einer gemeinsamen Organisation werden können.

Mit solidarischem Gruß Wal Buchenberg

P.S. Diese Erklärung ist noch nicht mit anderen Initiatoren des Bochumer Programms abgesprochen. Falls jemand von ihnen Bedenken, Korrekturen oder Ergänzungen hat, wird er/sie dazu persönlich Stellung nehmen.
Hannover, 25.11.2011

Eine (kurze) Kritik am Leninschen Parteikonzept

ich war selbst etliche Jahre (einfaches) Mitglied einer Organisation, die sich auf den Demokratischen Zentralismus berief. Natürlich gab es damals längst Kritik am Leninschen Parteikonzept. Aber die ging mir am Arsch vorbei.
Ich denke, mit einer „immanenten“ Kritik am Leninschen Parteikonzept erreicht man niemand, der an dieses Konzept glaubt.
Deshalb möchte ich erstens auf die äußeren Bedingungen eingehen, die Lenin ein Parteikonzept aufdrängten, das im klaren Widerspruch zu den Parteivorstellungen von Marx und Engels stand, und möchte ich die Frage behandeln, was man mit diesem Konzept allenfalls erreichen kann. Das ist die Frage nach den mehr oder minder zwangsläufigen Konsequenzen und Folgen dieses Konzepts.

Nur ein paar spontane Gedanken:
Erstens entwickelte Lenin sein Konzept für ein Land und eine Bevölkerung, die zwar zu einer Revolution drängten, aber keineswegs zu einer proletarischen Revolution. Lenin und seine Anhänger bewegten sich in einem politischen und sozialen Umfeld, wo sie eine winzige Minderheit am äußersten Rande des politisch-sozialen Spektums waren. Für so eine Lage war diese Organisationsform gedacht und für so eine Lage ist diese Organisationsform nützlich.
Subjektiv mag es für manche Linken so aussehen, als ob heute in Deutschland eine ähnliche Situation bestehe. Ich erinnere mich noch, mit welchem Vergnügen unsere Demokolonnen den Spruch skandierten:
„Wir – sind eine – kleine – radikale Minderheit!“
Tatsächlich hat ein reifes kapitalistisches Land des 21. Jahrhunderts wenig mit der Lage gemein, in der sich ein Lenin 1905 in Russland befand, aber sehr viel mit dem Bild, das Karl Marx in seiner Kapitalismuskritik dargestellt hat. Wer sich hier und heute auf Lenin beruft, der ist im falschen Film.

Die zweite Frage ist: Wo landen die Revolutionäre zwangsläufig mit dieser Organisationsform?
Diese Frage ist historisch beantwortet durch die Entwicklung der Sowjetunion und aller anderen Staaten, die von einer Partei vom Leninschen Typ beherrscht wurden oder beherrscht werden.
Da zeigt die Erfahrung: Eine wie auch immer wohlmeinende Minderheit kann weder im Auftrag der Mehrheit handeln noch im Interesse der Mehrheit.
Oder anders: die „wohlmeinende Minderheit“ kann niemals die Emanzipation der Mehrheit bewirken, ohne die eigene Machposition komplett in Frage zu stellen und aufzugeben. Dazu ist eine „herrschende Partei“ aber unmöglich in der Lage. Dazu ist ihre (und jede andere) Machtposition viel zu „verführerisch“ und korrumpierend.
Im Nachhinein wird diese Korruption der Macht dann gerne an einzelnen „Führern“ festgemacht.

So ein Geschichtsbild, das einzelnen Personen die Ursache und die Schuld für eine historische (Fehl)Entwicklung zuschieben möchte, ist meilenwert von der historischen Geschichtsbetrachtung eines Karl Marx entfernt.

Gruß Wal Buchenberg

Handlungsfähigkeit herstellen? So nicht

Unter dem Text von Micha Prütz „Handlungsfähigkeit herstellen“ hat sich erstmals eine mehr oder minder konkrete Debatte entwickelt, an der sich Micha allerdings nicht beteiligt hat.
Einen Großteil der Debatte bezog sich dann leider nicht auf die Vorschläge von Micha, sondern wurde dominiert von der Selbstdarstellung eines „Revolutionärs“, der die theoretische und programmatische Klärung mit persönlichen Invektiven verwechselt. („Invektive“ = mündliche oder schriftliche Äußerung von absichtlich beleidigendem Charakter).
In meinem eigenen Namen und im Namen der Initiatoren des Bochumer Programms protestiere ich hier gegen solchen Politikstil.

Gruß
Wal Buchenberg

Im folgenden habe ich die Invektiven von Systemcrash aus diesem einen Thread dokumentiert:

mit der vorstellung reproduzierst du nur reformistische konzepte und etappentheorien (und landest dadurch theoretisch nicht nur beim menschewismus, sondern — sicher ungewollt — auch noch beim stalinismus.
deine philosophischen einlasungen
bochumer bernsteinianertum
das „bochumer programm“ ist ein rein reformistisches programm mit einer mini-max trennung (also sozialdemokratismus reinsten wassers)
immerhin geht es hier um die demarkation (ja, der begriff ist mit absicht gewählt!) zwischen reformismus und revolutionären marxismus …da ist die rede von spreu und weizen geradezu als harmlos zu bezeichnen

wartet mal ab, wenn die ersten vorkonferenzen stattfinden, oder gar ein gründungskongress (den ich jetzt noch nicht sehe). dann werden die fetzen wirklich fliegen

hirnwichser-seiten wie exit, krisis oder von mir aus kulturkritik

ich glaube, du suchst dir besser eine anarchistische oder linkskommunistische gruppe. da kannst du gerne ellenlange zitate posten

gegenwärtig gibt es wichtigere aufgaben als die auseinandersetzung mit (schlechten) intellektuellen wirrköpfen

die „bochumer“ (sind) eine politische reinkarnation der ökonomisten (und handwerkler)

ich weiss nicht, aus welchen mustopf ihr „bochumer“ kommt.

logik scheint bei dir auch zu hapern

solltet „ihr“ euch vlt erst mal etwas zurückhalten mit programmatischen initiativen, die ziemlich unausgegoren sind

ich glaube am meisten, musst du dich von deinem beschränkten ego emanzipieren

dein etwas ekliger antikommunismus`

wenn ihr bochumer zurück zur alten tante SPD wollt, bitte, aber penetriert dann nicht leute, die eine revolutionäre alternative suchen

entweder du kannst von dir ein stück weit abstrahieren oder du bleibst ein antikommunist

Gemeinsame Wiki-Seite

Hallo Leute,
wäre es nicht möglich und sinnvoll, eine gemeinsame Wiki-Seite einzurichten?

Ein Wiki ist ein Hypertext-System für Webseiten, deren Inhalte von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch online direkt im Browser geändert werden können.
Diese Eigenschaft wird durch ein vereinfachtes Content-Management-System, die sogenannte Wiki-Software oder Wiki-Engine, bereitgestellt. Die bekannteste Anwendung ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia, welche die Wiki-Software MediaWiki einsetzt.

Die gemeinsame Wiki-Seite könnte für die kollektive Erstellung von politischen Statements bis hin zu gemeinsam erstellten Programmentwürfen/Programmalternativen genutzt werden.

Gruß Wal Buchenberg

Für Streichung aller Staatsschulden

Wirtschaftslage und Wirtschaftsaussichten im Euroland sind so nebulös, dass kein Mensch mehr durchblickt. Wo es möglich ist, dass eine Staatsbank 25 Milliarden in ihren geprüften Büchern verschwinden und wieder auftauchen lässt, was können wir da von der Gründung einer Eurostaatsbank erwarten? Bisher kamen als Reaktion nur Grußworte des US-Präsidenten und ein kurzer Hüpfer des Dax. Doch seit der „Drohung“ einer griechischen Volksabstimmung ist die Panik bei Politikern und Börsianern plötzlich wieder da.

Dass der um 200 Milliarden vergrößerte europäische EFSF-Fonds „Finanzhebel“ anwendet, um auf 1000 Milliarden Euro aufgeblasen zu werden, heißt ja nichts anderes, als dass er wie eine Bank funktioniert und wie eine Bank spekuliert. Viel mehr ist nicht bekannt. Selbst die Bankgründer wissen noch nicht, mit wessen Geld sie auf welchen Märkten spielen können. Und da wenig bekannt und noch nichts festgezurrt ist, kann der Deal auch noch platzen.

Europa sei gerettet, hieß es noch gestern. Aber wovor ist Europa gerettet? Da gehen die Meinungen auseinander.
Weil hier kein Platz für meine Grafik ist, weiter hier: Euroland ist angebrannt




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