Beiträge von Tino P.

Die Ausstrahlung von Glaubwürdigkeit und ein Klima von sachlich-argumentativer Debatte ist ebenso wichtig wie das Vorhandensein von klaren programmatischen Prinzipien!

Die Krise des Sozialismus ist in erster Linie eine Glaubwürdigkeitskrise! Die Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit des Sozialismus ist die herausragende Aufgabe der Gegenwart. Das heisst Übereinstimmung von Theorie und Praxis, Sachlichkeit der Argumente und hohes politisches und menschliches Verantwortungsbewusstsein, wird heute weltweit und gnadenlos den antikapitalistischen und sozialistischen Organisationen abverlangt werden; das ist die zu erbringende Leistung, um einer „Renaissance“ des Sozialismus den Weg zu bahnen. Die Krise des Kapitals alleine, und wenn sie noch so tief und heftig ausfällt, wird nicht ausreichen um der Herrschaft des Kapitals ein Ende zu bereiten. Wenn in Griechenland über zehn trotzkistische Organisationen damit beschäftigt sind, sich gegenseitig der Verfälschung des „eigentlichen“ Trotzkismus zu beschuldigen und nicht fähig sind sich zu vereinen, dann ist dies ein aktuelles und für alle sichtbares Beispiel von politischer Verantwortungslosigkeit, die jeden Glaubwürdigkeitsanspruch bereits im Keime vernichtet.

Das NAO-Projekt ist ein Projekt der Vereinigung, ein Projekt der Sammlung, ein Projekt der seriösen sachlichen und undogmatischen Debatte, ein Projekt der klaren Abgrenzung gegen Reformismus und linkem Sektierertum und damit ein Projekt, das an der Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit einer sozialistischen Alternative arbeiten möchte.

Im gegebenen historischen Kontext sollte uns bewusst sein, dass sämtliche Aspekte der Glaubwürdigkeit ebenso wichtig sind wie die Klarheit der programmatischen Prinzipien. Das müsste in der Diskussion im Blog seinen klaren Ausdruck finden, was bisher leider zuwenig der Fall ist. (mehr…)

Zwischen Skylla und Charybdis

Dieser Text geht auf die Kommentare zum Text „Es braucht eine Organisation – jetzt!“ ein, allerdings nicht in Form eines Pingpong mit den einzelnen Kommentaren. Das halte ich nicht für eine gute Diskussionsmethode, vielmehr erscheint es mir produktiver, wenn wir, auf dem Boden des im Ganzen gut brauchbaren Lancierungstextes der SIB, rund um Themenkomplexe debattieren, die für unser Projekt von aktueller Relevanz sind und das wären meiner Ansicht nach im Moment unter anderem folgende: Wieso braucht es diese neue Organisation und ist die Zeit reif dafür? Wie breit soll/darf sie sein? Welchen Zentralismus und welchen nicht? Wie gross soll/kann/muss sie zahlenmässig sein beim Start, wenn wir, wie wohl alle einverstanden sind, nicht die 27. Gruppe gründen wollen. (mehr…)

Es braucht eine Organisation – jetzt!

Die Debatte scheint etwas in ein fragwürdiges Fahrwasser zu geraten; zuviel Pingpong zwischen wenigen Beteiligten, zu abstrakte, akademische, zu sehr ins Detail gehende Einzelfragendiskussionen, zu oft ein Stil mit sektiererischem Hintergrundrauschen, wenn auch in oberflächlich-taktische Nettigkeit verpackt, zuwenig ganzheitliche, praktische Dynamik. (mehr…)




ORGANISIERUNGSDEBATTE: