Beiträge von Administrator

Organisationsdebatte. Ein Einwurf von G. Karfeld

In einer Antwort auf Wal Buchenbergs Text „Konkurrenz oder Kooperation“ schreibt G. Karfeld bei scharf-links.de:

Eitelkeit und Machtstreben sind menschliche Eigenschaften und sie sind auf allen Ebenen der Gesellschaft gegenwärtig. Ob im Arbeitsleben, in Familien, in den kapitalistischen oder in sozialistischen Parteien. (mehr…)

Konflikt der FAU Berlin mit dem Spätkauf „Mumbai Corner“ erfolgreich abgeschlossen

Berlin, den 21. Dezember 2011.
PRESSEMITTEILUNG

Am gestrigen Dienstag, den 20. Dezember 2011, endete vor dem Arbeitsgericht Berlin der Konflikt der FAU Berlin mit dem Spätkauf „Mumbai Corner“ mit einer Einigung der beiden Parteien. Daniel Reilig (Name geändert), der drei Jahre lang in dem Spätkauf gearbeitet hatte, einigte sich dort mit seinem ehemaligen Chef auf eine Lohnnachzahlung im vierstelligen Bereich, die Ausstellung eines ordentlichen Arbeitszeugnisses sowie die Rücknahme sämtlicher juristischer Maßnahmen, die der Spätkaufbesitzer gegen Reilig und andere Personen in den letzten Monaten in die Wege geleitet hatte. Damit wurden sämtliche Forderungen von Reilig und seiner Gewerkschaft erfüllt. (mehr…)

CFM-Streik geht weiter

Hier ein paar pragmatische Termine und Hinweise für die nächsten Tage. Der Streik an der Charité Facility Management GmbH (CFM), der ausgegliederten und teilprivatisierten Servicetochter des Berliner Uniklinikums Charité, geht in die 9. Woche. Immernoch gibt es kein verhandelbares Angebot der Geschäftsführung. Die Gewerkschaften ver.di und gkl/dbb fordern einen Tarifvertrag und eine Lohnerhöhung von 168 Euro für alle.

Montag, 7. Nov: 16 Uhr Offene Streikversammlung mit Gästen aus anderen
Betrieben und Gewerkschaften im ver.di-Haus, Paula-Thiede-Ufer 10

Dienstag/Mittwoch, 8./9. Nov.: Streiklokal, Bettenhochhaus Campus Mitte. Unterstützer sind willkommen

Sonnabend, 12. Nov.: Demonstration „Banken in die Schranken“. Treffpunkt 12.30 Uhr Hauptbahnhof/Washingtonplatz beim ver.di-Wagen

Sonnabend, 19. Nov.: Solidaritätsdemonstration mit den Streiks bei CFM und Alpenland (Ort wird noch bekanntgegeben)

cfmsolikomitee.wordpress.com

»Geht was links von der Linkspartei?«

Berlin: Kontroverse Diskussion über Vorschlag für »neue antikapitalistische Organisation«

Von Johannes Schulten, junge Welt, 5./6. Nov. 2011

Gründung der »27. Kleingruppe« oder ernstzunehmender Versuch einer Vereinigung der zersplitterten radikalen Linken? Man weiß es noch nicht. Im März hatte eine Berliner Initiative unter dem Titel »Neue Antikapitalistische Organisation? Na endlich!« ein 35seitiges Diskussionspapier veröffentlicht, das in linksradikalen Kreisen auf recht reges Interesse stieß. Die »Sozialistische Initiative Berlin-Schöneberg«, ein Kreis um den langjährigen Berliner Polit­aktivisten Michael Prütz, sollte ein Versuch sein, »eine solidarische und kontroverse, ergebnisoffene und zielgerichtete Debatte« über den Aufbau einer antikapitalistischen Organisation links von der Linkspartei zu führen. Sechs Monate, einige Vernetzungstreffen und unzählige vor allem auf einschlägigen Internetforen geführte kontroverse Debatten später, sollte eine »Zwischenbilanz« gezogen werden.

Wie sich bei einer Veranstaltung der »Sozialistischen Initiative Berlin« (wie es jetzt heißt) am Donnerstag abend in der »Werkstatt der Kulturen« in Berlin-Neukölln zeigte, wird immer noch das Terrain sondiert. Mit rund 60 Interessierten diskutierten SIB und Gäste, was links von der Linken geht. (mehr…)

Neue antikapitalistische Partei? Zur Diskussion in Schöneberg und anderswo

Mit Interesse haben wir von der Gruppe Arbeitermacht (GAM) den Aufschlag der „SchönebergerInnen“ verfolgt und auch bei der öffentlichen Vorstellung in Berlin unser Interesse an einer weiterführenden Diskussion bekundet.
Die Tatsache, dass es derzeit eine Diskussion gibt, die zumindest über Berlin hinaus reicht, zeigt, dass die Frage nach einer Organisation links von der Linkspartei notwendig ist. Der Aufbau einer antikapitalistischen, revolutionären Partei stellt für uns von der GAM eine zentrale politische Aufgabe dar, deswegen möchten wir uns hier zunächst allgemein der Organisationsfrage widmen. Für uns ist bei dieser Debatte wichtig, dass wir wissen, über was wir diskutieren – ein nächstes Netzwerk oder eine mögliche Organisation und vor allem: was hat das mit einer Partei zu tun. Es ist für uns auch entscheidend, dass es eine programmatische Diskussion gibt, in der alle ihre Vorschläge und Programme gleichberechtigt einbringen können. Wir haben nämlich nicht den Eindruck, dass die Debatte bei Null anfängt, sondern dass es verschiedene Programmentwürfe gibt, ebenso verschiedene Traditionen im Umgang mit Programm und Organisation. Dies sollte offen und klar diskutiert werden. Sich gegenseitig vorzumachen, dass wir „neu“ anfangen, würde der weiteren Diskussion eher schaden als nützen. (mehr…)

Unsere Initiative könnte auf fruchtbaren Boden fallen

Ende März 2011 verfasste die Sozialistische Initiative Berlin-Schöneberg (SIBS) einen Text, mit dem sie zur Gründung einer revolutionären Organisation aufrief, die bedeutende Teile der radikalen Linken umfassen soll. Seitdem entwickelte sich vornehmlich im Netz ein reger Austausch, ob und wie das unter heutigen Bedingungen möglich ist. Avanti sprach mit Michael Prütz über die Krise des Kapitalismus, den Zustand der Linken und schichtarbeitende Krankenschwestern. Das Interview führte Tom Bogen

Avanti: Michael, niemand kannte die SIBS bevor sie den Text veröffentlicht hat. Wer steckt dahinter?

Michael Prütz: Bis Mitte August waren wir 6 Männer, eine Frau und eine Trans*, von denen der jüngste 22 und der älteste 59 war. Gerade haben wir uns übrigens – nach Aufnahme neuer Mitglieder – in Sozialistische Initiative Berlin (SIB) umbenannt. Die meisten von uns arbeiten schon sehr lange in politischen Zusammenhängen, z. B. im Antikrisenbündnis oder in den Neuen Mieterprotesten in Berlin. Viele beschäftigen sich auch schon lange mit internationalen Um- und Neugruppierungsprozessen der radikalen Linken. Wir haben in den letzten Jahren gemerkt, dass uns untereinander in den verschiedenen linksradikalen Gruppen viel mehr miteinander verbindet als es nach außen hin scheint. Im Antikrisenbündnis gab es eine sehr solidarische Zusammenarbeit, die auch von tieferem Verständnis über die Ursachen und Folgen der Krise geprägt war. Es sind auch übrigens organisationsübergreifende Freundschaften entstanden. Jedenfalls diskutieren wir in der SIB ruhig und antihierarchisch und es macht einfach Spaß. (mehr…)

Sozialistische Initiative Berlin (SIB) besucht Sommercamp der Interventionistischen Linken (IL)

Die Interventionistische Linke ist ein Netzwerk mehrerer Dutzend linksradikaler Organisationen, die ein relativ großes Mobilisierungspotenzial hat. Dies zeigte sich bei der G8-Mobilisierung in Heiligendamm, bei den antifaschistischen Aktivitäten in Dresden und natürlich auch beim Castor-Schottern im Wendland. In der IL hat ein Diskussionsprozess begonnen, an dessen Ende eine größere gemeinsame Organisation möglichst vieler linksradikaler Gruppen und Organisationen stehen soll. (mehr…)

Nicht die Orientierung verlieren

Mittlerweile hat die Debatte eine gewisse Breite angenommen, aber was genau findet hier eigentlich statt? In diesem Blog dikutieren unterschiedliche Gruppen und Personen über die Frage, wie eine neue antikapitalistische Organisation in der Bundesrepublik Deutschland aufgebaut werden kann. (mehr…)

Kommentieren einfacher gemacht!

Bisher war der blog so eingestellt, daß sich erst registriert bzw. angemeldet werden mußte, um kommentieren zu können. Da dies anscheinend eine erhebliche psychische oder technische Hemmschwelle darstellt, haben wir das jetzt geändert. Jede sachliche Kritik ist ausdrücklich willkommen; persönliche Angriffe sowie Herrschaft und Ausbeutung legitimierende Kommentare nicht – die kontroverse Diskussion über die geeigneten Mittel und Wege zu deren Überwindung schon.

Konfuses Gesülze …

… ist der Gegenstand des jüngsten Beitrags von Meinhard Creydt zur Debatte um das Schöneberger Papier. „Der Aufruf von Prütz und Schilwa für ein neues Sammelbecken ist ein zusammengestoppelter und undurchdachter Text, ohne Analyse, ohne auch nur e i n e neue Idee, zusammengehalten von einem unernsthaften Ton und einer Rhetorik, als gelte es, Jugendliche zum Aufräumen ihres Zimmers zu bewegen“, schreibt er, „sie wollen vor sich hinsülzen wie am Stammtisch“, „erleben Kritik als Störung des Standpunkts, auf dem sie stehen bleiben und sich einrichten wollen“ und sind „auf der Suche nach ihrem Plätzchen im Paralleluniversum“. Usw. usf. Ehrlich gesagt: Wir wissen nicht, was das sein soll. Kritik? Jedenfalls würden wir unterschreiben, was Horst Hilse von der SoKo Köln darauf antwortet: „Herr, loss dä vun dänne Stelze rungerkumme ! (Herr, lass ihn von den Stelzen runterkommen!) „

Völlig unaufgeregt, deeskalierend und sehr verdienstvoll müht sich Detlef Georgia Schulze um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Creydtschen Schmähschrift: „Des Genossen Meinhard Creydt intellektueller und polemischer Overkill“.

Außerdem gab es in den vergangenen Tagen noch Wortmeldungen von G. Karfeld, Wal Buchenberg, Karl-Heinz Schubert und bei indymedia. Bemerkenswert ernüchternd die „Debatte“, die sich dort in Reaktion auf den Bericht entwickelt hat. Sie besteht fast ausschließlich aus „Beiträgen, die keine inhaltliche Ergänzung darstellen“ wie es bei indymedia immer so schön heißt.




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