Stellungnahme zum Soko-Vorschlag

Die Soko Köln schlug vor, sehr schnell eine überregionale „Vororganisation“ zu gründen und hat alle am Diskussionsprozess Beteiligten aufgefordert, dazu Stellung zu nehmen. Dem kommen wir „Bochumer“ hier nach:
Wir „Bochumer“ stellen fest, dass die Diskussion um eine antikapitalistische Organisation nicht das gebracht hat, was wir erwartet hatten. Erwartet hatten wir einen möglichen Zusammenschluss aller revolutionären Strömungen (Traditionskommunisten, Linkskommunisten, Anarchisten etc.).
Wir Bochumer repräsentierten in dem NAO-Projekt bisher als Einzige eine Strömung außerhalb des trotzkistischen und traditionskommunistischen Spektrums und hatten weder vor, uns an der Neugründung einer „Avantgarde-Partei“ zu beteiligen, noch das Kommunistische Manifest neu zu erfinden.

Statt dessen stellten wir uns die Aufgabe, Ziele zu formulieren, die grundlegende Interessen aller LohnarbeiterInnen gegenüber Kapital und Staat ausdrücken und zweierlei ermöglichen sollen:
die Organisierung der LohnarbeiterInnen zu einer selbständigen politischen Klasse
und die Eröffnung einer Perspektive sozialer Befreiung durch soziale Revolution.

Wir sehen im Augenblick keine gemeinsame Basis für die Gründung einer „Vororganisation“, deren Zusammensetzung zufällig ist, die ohne politische Grundlage ist, und deren Führung nur ihrem „Gewissen“ verpflichtet ist.

Wir Bochumer wollen aber nicht ausschließen, dass ein Zusammenschluss von SIB, Soko und vielleicht einer dritten Organisation auch positive Effekte hat. Wir wollen nicht ausschließen, dass sich die weitere Diskussion dadurch versachlicht.

Bochumer Programm

Grafik: Was will die Linke? in größerem Format

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33 Antworten auf „Stellungnahme zum Soko-Vorschlag“


  1. 1 systemcrash 12. März 2012 um 23:45 Uhr

    „Wir „Bochumer“ stellen fest, dass die Diskussion um eine antikapitalistische Organisation nicht das gebracht hat, was wir erwartet hatten. Erwartet hatten wir einen möglichen Zusammenschluss aller revolutionären Strömungen (Traditionskommunisten, Linkskommunisten, Anarchisten etc.).“

    na klar, innerhalb eines jahres werden 150 jahre geschichte der arbeiterbewegung und der linken einfach ausradiert. und alle sitzen einträchtig, gemütlich und harmonisch miteinander am kaffeetisch und diskutieren die weltrevolution …

    gehts noch ein bisschen naiver und unrealistischer ?

  2. 2 reiner 13. März 2012 um 1:41 Uhr

    na klar, innerhalb eines jahres werden 150 jahre geschichte der arbeiterbewegung und der linken einfach ausradiert. und alle sitzen einträchtig, gemütlich und harmonisch miteinander am kaffeetisch und diskutieren die weltrevolution

    Sicher ist es sinnvoll auch die Historie der Arbeiterbewegung bei der Gründung der NAO zu berücksichtigen und Schlüsse daraus zuziehen, doch welchen Zeitraum soll diese Diskussion den Einnehmen? Eine einheitliche Bewertung dieser Geschichte werden wir nicht hin bekommen, da können wir noch einige Jahre Diskutieren. Dann muß die aktuelle Situation noch bewertet werden und ich darf daran erinnern, Der NAO-Prozess gilt vor allem der Gestaltung der Zukunft, nicht der Vergangenheitsbewältigung.

  3. 3 systemcrash 13. März 2012 um 4:28 Uhr

    „wer nicht von dreitausend jahren
    sich weiss rechenschaft zu geben
    bleib im dunkeln unerfahren
    mag von tag zu tage leben“ (goethe)

    das passt doch gut zu den bochumern, gell ;)

    wem das zu „esoterisch ist“:

    „Wer die Geschichte nicht kennt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen.“ (george santayana)

    es geht auch nicht um eine „einheitliche bewertung der geschichte“ (das wär ja furchtbar), sondern um die organisierung praktischer AKTIONEN („einheitsfronten“), die durch einen „parteiaufbau“ durch programmatische umgruppierung flankiert werden

  4. 4 Thomas 13. März 2012 um 8:15 Uhr

    Hier geht es doch vielleicht um etwas anderes (worüber ihr hier ja an anderen Stellen schon diskutiert habt und was vielleicht mit Geschichte auch gemeint ist). Die Trennungen der letzten 150 Jahre haben ja gute Gründe – zumindest zwischen den Hauptströmungen wie Anarchismus, Sozialdemokratie (im Sinne Luxemburgs), Leninismus, Autonome. Die Ausgangshypothese der SIB, die vielen AntikapitalistInnen ließen sich auf der Grundlage einiger Essentials (die Trotzkisten aller Schattierungen ansprechen) sammeln, fand und finde ich von Anfang an zu euphorisch. Das bedeutet nicht: Gänzlich falsch, diese Form von Umgruppierung halte ich für wichtig. Aber mit mehr Geduld, mit einer geringeren Geschwindigkeit und in einer anderen Größenordnung. Aber das meine ich nicht im Sinne von Aufarbeitung der Geschichte, sondern geduldigen Arbeitens an einem gemeinsamen Projekt. Dass sich an der Debatte bisher fast nur Trotzkisten beteiligen lässt ja zumindest fragen, weshalb die GenossInnen aus der IL schreiend schweigen. Ich befürchte, die Annahme einiger SIBler, dies sei so, weil Avanti etwas zu verlieren habe oder oder, greift zu kurz. Vielleicht sehen sie das so: über eine NAO diskutieren doch bloß die fußkranken der revolution (was nicht meine meinung ist, sondern eine vermutung über die motive dritter).

  5. 5 reiner 13. März 2012 um 10:46 Uhr

    „wer nicht von dreitausend jahren
    sich weiss rechenschaft zu geben
    bleib im dunkeln unerfahren
    mag von tag zu tage leben“ (goethe)

    Die Erfahrungen aus der Geschichte der Arbeiterbewegung lassen sich nicht 1:1 auf die heutige Gesellschaft übertragen, weil die heutige Gesellschaft nichts mehr gemein hat mit der damaligen. Deshalb ist auch der Nutzen den man aus dieser historischen Betrachtung ziehen kann sehr eingeschränkt. Dieser eingeschränkte Nutzen sollte auch in Relation zum Zeitaufwand stehen den man sich mit der Vergangenheit beschäftigen will.
    Vielleicht wäre mal ein Fazit angebracht was die bisherige Diskussion (1 Jahr) an Licht und Erfahrungen betreffend des NAO- Prozesses gebracht hat.

    Ich bin der Meinung dass heute ein Zusammenschluß noch keinen Sinn macht, weil die Basis für einen solchen Zusamenschluß, die fünf SIB essentials, zu dünn ist. Die Anzahl der Gruppen, die sich bereit erklärt hat am NAO-Prozess teilzunehmen ist aber groß genug diese fünf SIB essentials zu Konkretisieren. Die Angst, dadurch den Kreis der Teilnehmer einzuschränken ist unbegründet, die Schwierigkeiten werden lediglich in Zukunft verschoben.
    Eine Diskussion darüber, bestimmte Gruppen oder Personen vom NAO-Prozess auszuschließen halte ich problematisch. Eine Konkretisierung in der Programmatik erzeugt automatisch eine bestimmte Filterwirkung. Die Struktur einer Organisation wird sich in der Struktur der Gesellschaft, die sie schaffen will, widerspiegeln. Wer die stalinistische Diktatur nicht will muss demokratische Strukturen zur Bedingung machen.

  6. 6 systemcrash 13. März 2012 um 11:34 Uhr

    „Eine Konkretisierung in der Programmatik erzeugt automatisch eine bestimmte Filterwirkung“

    das ist völlig richtig. trotzdem ergeben sich bereits im vorfeld differenzen, die gravierend genug sind, um auch in organisationspolitischer hinsicht eine prognose abzugeben.
    „offenheit“ des prozesses darf nicht mit beliebigkeit verwechselt werden.
    die „fünf SIB essentials“ mögen als grundlage einer „org gründung“ zu dünn sein, sie sind aber bereits selber ein nicht zu unterschätzender „filter“ (den aber leider nicht alle diskutanten zu würdigen wissen; was aber auf der anderen seite auch nicht wirklich überraschen kann)

    was die frage des „fazits“ betrifft: ich glaube, dass ein jahr viel zu wenig ist, um jetzt schon ein urteil abzugeben. die NAO initiative hat jetzt schon eine menge erreicht. vlt noch ein oder zwei jahre, und es wird feste strukturen geben. davon bin ich „fest überzeugt“ ;)

    und noch eine anmerkung zur „geschichtsfrage“: mein satz von 150 jahren arbeiterbewegung sollte nicht bedeuten, dass ich aus der geschichte direkte lehren für das heute ableiten will. sondern ich wollte damit nur sagen, dass die unterschiedlichen tendenzen der linken geschichtlich gewachsen sind. sowas kann nicht über nacht abgestellt werden. ich selber bin überhaupt kein freund von historischen begründungen oder gar analogien. allerdings, ohne ein verständnis auch der historischen grundlagen der eigenen politik, wird es auch keine NAO geben können. soviel scheint mir sicher

  7. 7 systemcrash 13. März 2012 um 17:22 Uhr

    „Hallo Admins,
    der Vorschlag „den blog auf eine Moderierung der Kommentare durch die jeweiligen Artikel-AutorInnen umzustellen“ ist ein Schuss in den Ofen, denn offenbar kann jeder Registrierte JEDEN Kommentar freischalten.
    Anders ist es nicht zu erklären, dass ein NAO-Crasher die Kommentarspalte zu unserem Soko-Statement zumüllt, ohne von einem der Bochumer freigeschaltet worden zu sein.“ — wal buchenberg

    buchenberg will mal wieder den mini dikator spielen … mach das in deinem „marx“ forum !

  8. 8 Frank Braun 13. März 2012 um 20:43 Uhr

    Hallo Bochumer Info,

    kein Grund für Schnellschüsse auch nicht nach der leider irrtümlichen Veröffentlichung unseres kleinen Papiers zunächst bei ’scharf-links‘ und dann hier im blog. Sorry, das kann passieren …
    Das ‚Bochumer Info‘, mit Verlaub, gehörte nicht zu den Adressaten, sondern nur jene Gruppen uns Einzelpersonen, die den naO-Prozess unterstützen.

    Bei einem kürzlichen Arbeitstreffen haben diese Gruppen und Einzelpersonen dann übrigens erfeulich solidarisch und mit durchaus nüchterner Einschätzung dessen, was bisher durch die SIB-Initiative angestoßen wurde, ein Bündel von nächsten Schritten beschlossen. Es wird dabei noch immer jedem und jeder Einzelperson oder Gruppe möglich sein, jederzeit am naO-Prozess teilzunehmen, wenn dazu nur ein Fünkchen praktischer Bereitschaft besteht. Zu diesem Treffen wird es in bälde auch hier im blog eine Mitteilung geben.

    Zu den ‚nächsten Schritten‘ gehört übrigens auch die aktive Teilnahme an den Frankfurter Demos und Aktionen am 31.03. und vom 17.-19.05. Wie sieht es denn da mit der dann wohl ganz und gar un-avantgardistischen Teilnahme des ‚Bochumer Info‘ aus ?
    Trifft man sich ?

    Solidarische Grüße
    Frank Braun, SoKo

  9. 9 NN 13. März 2012 um 20:57 Uhr

    Grenzenlose Prinzipienlosigkeit? Es ist eine Form der Verwahrlosung, wenn vertrauliche Kommunikation ohne Zustimmung veröffentlicht wird. Das entzieht die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit. Bei dem Vorgang handelt es sich um keine Intrige, sondern um die Wahrnehmung von Verwaltungsrechten, die dem Artikelautor zugestanden worden sind. Es wird die Basis einer vertrauensvollen Diskussion angegriffen. Sportlich gesehen ein überaus grobes Foul.

    Wenn man schon eine Organisation und Partei gründen will, geht es ohne Prinzipien gewiss nicht, wenn das ganze Projekt nicht von vornherein in Schieflage geraten soll.

    Es ist ein derartig gravierender Fauxpas, dass eine Stellungnahme zu dem Vorgang wünschenswert wäre.

  10. 10 systemcrash 13. März 2012 um 21:17 Uhr

    „kein Grund für Schnellschüsse auch nicht nach der leider irrtümlichen Veröffentlichung unseres kleinen Papiers zunächst bei ’scharf-links‘ und dann hier im blog. Sorry, das kann passieren“

    „irrtümliche veröffentlichung“ … und solche leute wollen die „revolution“ machen!

    gut, dass ich kaum mehr haare zum ausraufen habe ;)

  11. 11 Wat. 13. März 2012 um 21:23 Uhr

    „Das ‚Bochumer Info‘, mit Verlaub, gehörte nicht zu den Adressaten, sondern nur jene Gruppen uns Einzelpersonen, die den naO-Prozess unterstützen.“

    Das ist wahrlich ein Hammer.

  12. 12 systemcrash 13. März 2012 um 21:29 Uhr

    „Das ‚Bochumer Info‘, mit Verlaub, gehörte nicht zu den Adressaten, sondern nur jene Gruppen uns Einzelpersonen, die den naO-Prozess unterstützen.“

    tja, der erste unvereinbarkeitsbeschluss der nao … und das ganz ohne offizielle orgstrukturen … der bürokratische (willkürliche) charakter des ganzen projekts wird immer offensichtlicher !

  13. 13 Gerion 13. März 2012 um 22:10 Uhr

    Hi Systemcrash,

    Was genau meinst du denn jetzt mit deinem verbalen Angriff?
    Jetzt kommt bestimmt wieder dein Scheiss von wegen Antikommunisten, Stalinisten, Faschisten und wer weiss was noch.
    Ich verstehe eigentlich gar nicht warum du hier noch schreibst, Du bist doch schon öfters wutentbrannt ausgeschieden. Und beim letzten mal hast du uns geschrieben wir sollen die Einladung an dich in die Tonne werfen. Das haben wir gemacht.
    Würde es dir nicht vielleicht besser gefallen, du baust dir deine eigene NAO auf, so vielleicht um deinen blog.
    Und dann wenn das so 100 oder 200 Leutchen geworden sind, dann zerleg doch einfach deinen Laden nach deinen trotzkistischen Vorurteilen.
    Also hier nervt dein Auftretten mächtig, du veröffendlichst UNSERE Termine, Kopierst hier alles rein was dir in den Sinn kommt und schreibst dann auch gleich die ersten Kommentare dazu.
    Das ist hier nicht dein Privatblog, sondern die Diskussionsplattform der SIB. Zu der gehörtst du nicht und willst es auch nicht.

    Gerion

  14. 14 systemcrash 13. März 2012 um 22:31 Uhr

    „Also hier nervt dein Auftretten mächtig, du veröffendlichst UNSERE Termine, Kopierst hier alles rein was dir in den Sinn kommt und schreibst dann auch gleich die ersten Kommentare dazu.
    Das ist hier nicht dein Privatblog, sondern die Diskussionsplattform der SIB. Zu der gehörtst du nicht und willst es auch nicht.“

    aha, der nao prozess GEHÖRT also der SIB … gut zu wissen ;)

    übrigens: michael prütz hatte mich gebeten, die veranstaltung zur NPA auch in meinem blog zu veröffentlichen. dem bin ich gerne nachgekommen

    und der SOKO text war ein offizieler artikel in scharf links, der hier ja wohl inhaltlich rein gehört. dass mein name als poster drübersteht … ok, ihr könnt ihn gerne löschen; so eitel bin ich nun auch wieder nicht ;)

    ich finds aber gut, dass ihr so langsam eure political correctness maske lüftet und die wahren (org)egoismen zum vorschein kommen. das macht die sache wenigstens ehrlicher

    ps. ich denke, es muss heissen „es nervt DICH“ … oder sprichst du hier für alle diskutanten ?

    pps. so langsam komme ich mir vor, als stünde ich vor einem tribunal. wie lautet die anklage? ;)

  15. 15 Gerion 13. März 2012 um 22:50 Uhr

    @ systemcrash

    In diesem posting sind bis jetzt 7 von 14 Kommentaren von dir, kommt dir das überhaupt nicht eigenartig vor?

    Gerion

  16. 16 systemcrash 13. März 2012 um 22:55 Uhr

    „In diesem posting sind bis jetzt 7 von 14 Kommentaren von dir, kommt dir das überhaupt nicht eigenartig vor?“

    ausserdem werde ich häufig (wahrscheinlich am häufigsten) angesprochen (von dir jetzt zum beispiel); also muss ich antworten (können)

  17. 17 Mattte 13. März 2012 um 23:09 Uhr

    Das ‚Bochumer Info‘, mit Verlaub, gehörte nicht zu den Adressaten, sondern nur jene Gruppen uns Einzelpersonen, die den naO-Prozess unterstützen.

    Dieses Zitat muss man im Zusammenhang mit dem NAO-prozess sehen. Damit ist schlicht und ergreifend gemeint, dass dies nur für die drei Gruppen gemeint war (SIB, SOKO, RSB) welche sich gerade aktiv über den NAO-Prozess unterhalten und dafür am Wochenende getroffen haben. Dies schließt niemanden aus. Es ist aber schon durchaus legitim, dass sich Gruppen welche sich in solch einem Prozess schon in vielen Sachen einig sind, auch untereinander kommunizieren. Das ganze war ja eigentlich eine interne Kommunikation unter den drei Gruppen und ist (wie ausgeführt) nur durch ein Versehen veröffentlicht wurden.

    Über das Versehen wurde gesprochen und fertig aus. Kein Grund eine große Sache daraus zu machen.

  18. 18 systemcrash 13. März 2012 um 23:14 Uhr

    @Mattte

    das ganze ding läuft sowieso auf eine SIB, SOKO, RSB und isl geschichte hinaus. aber du hast recht: das ist legitim ….

    aber mit sicherkeit KEINE revolutionäre organisation !

    ps. trotzdem impliziert der satz, dass die bochumer den nao prozess NICHT UNTERSTÜTZEN. das ist eine politische bewertung, die die bochumer AUSSERHALB des prozesses stellt, bevor es dafür überhaut orgstrukturen gibt. das nenne ich BÜROKRATISCH (willkürlich) !

  19. 19 Gerion 13. März 2012 um 23:38 Uhr

    Ihr vergesst hier immer die interkomm.

  20. 20 DGS / TaP 14. März 2012 um 1:30 Uhr

    Sagt mal Leute,

    müßte Ihr das hier alles im blog diskutieren?! Könnt Ihr Euch nicht einfach mal gegenüber setzen…? -

    Und, um nur mal auf ein Detail einzugehen:

    Es ist m.E. nicht unziemlich, hier (oder anderenorts) nicht nur die eigene Meinung zu posten, sondern auch auf Veranstaltungen (von wem auch immer) hinzuweisen.

  21. 21 systemcrash 14. März 2012 um 6:11 Uhr

    „Es ist m.E. nicht unziemlich, hier (oder anderenorts) nicht nur die eigene Meinung zu posten, sondern auch auf Veranstaltungen (von wem auch immer) hinzuweisen.“

    na ja, ich denke, der gerion scheint noch etwas politisch grün hinter den ohren zu sein. das ist ja nicht weiter schlimm. aber wenn man von ALLEN seiten nur hört, wie schlimm die beiträge des systemcrash sind, bekommt das leicht den eindruck einer hexenjagd.

    „müßte Ihr das hier alles im blog diskutieren?!“

    wofür ist ein blog sonst da?
    und was ist „alles“? hier geht es immerhin darum, dass eine „politische gruppierung“ (also keine einzelperson wie icke z b)von der SOKO als ausserhalb des nao prozesses hingestellt wird. das halte ich schon für einen eminent wichtigen vorgang. niemand bestreitet das recht von gruppen, sich auch intern zu koordinieren. aber SO eine politische bewertung stellt den gesamten nao prozess in frage.
    dass du auf DIESE FRAGE nicht inhaltlich eingehst, zeigt mir, dass du langsam zum SIB bürokraten mutierst, was sich auch in deiner diplomatischen PC sprache widerspiegelt, anstatt mal tacheles zu reden und butter bei die fische zu geben

    „Könnt Ihr Euch nicht einfach mal gegenüber setzen…? –“

    erstens ist das eine zeitfrage. es ist manchmal gar nicht so einfach, drei leute terminlich unter einen hut zu bringen … und zweitens tendiert meine bereitschaft, die leute hier auch auf einer „persönlichen“ ebene näher kennenzulernen zu wollen zunehmend gegen null. ich müsst euch also schon mit schriftlichen stellungnahmen meinerseits begnügen ;)

  22. 22 Stefan 14. März 2012 um 9:00 Uhr

    schade das diesem selbstdarsteller, mit politischer schimmelreife hinter den ohren, einfach nicht die luft ausgeht. mein vorschlag: ignorieren.

    don`t feed the troll.

    schönen tag noch und auf weiterhin fruchtbare debatten.

  23. 23 Thomas 14. März 2012 um 9:45 Uhr

    Also ich gebe jetzt meinen Senf auch noch dazu: Ich verfolge den Blog jetzt passiv seit etwa drei Monaten, aktiver seit ein paar Wochen. Und nun mal ohne Verantwortungszuschreibung (wobei ich es schon amüsant finde, wenn jemand sich zur gejagten Hexe stilisiert, wenn er kritisiert wird, der en passent anderen politische Grünheit, Naivititä attestiert etc.): Ich komme auf irgendein Posting und nach nicht all zu langer Zeit (will meinen: Kommentaren zum Artikel) gibt es persönliche Pöpeleien. Das macht den Blog nicht gerade lesenswert. Auf eine gewisse Weise wirklich lustig – ich habe bei mir beobachtet, dass ich tatsächlich neugierig bin auf die neuesten Volten – aber für Leute, die weniger abwegig veranlagt sind als ich in diesen Dingen sicherlich alles andere als „attraktiv“.

  24. 24 systemcrash 14. März 2012 um 11:33 Uhr

    „schade das diesem selbstdarsteller, mit politischer schimmelreife hinter den ohren, einfach nicht die luft ausgeht. mein vorschlag: ignorieren.“

    glaub mir, ich hab noch gar nicht richtig angefangen ! ;)

    und „ignorieren“ ist sehr schwer, wenn da was GESCHRIEBENES über einen selbst steht (auch wenn es (halb)anonym ist)

    „don`t feed the troll.“

    wenn du der meinung bist, dass meine beiträge spam sind, ist das eingehen auf spam nach allgemeinen forenregeln ebenfalls spam. also wie immer: ein finger zeigt auf andere, vier auf einen selbst !

    „ich habe bei mir beobachtet, dass ich tatsächlich neugierig bin auf die neuesten Volten – aber für Leute, die weniger abwegig veranlagt sind als ich in diesen Dingen sicherlich alles andere als „attraktiv“.“

    genau DIE leute werden gesucht ;)

    ps. lass dir mal von DG die blogstatistik (zugriffszahlen) geben. vlt stimmt das mit dem wenig „attraktiv“ gar nicht und ist nur deiner angst vor politischer isolation geschuldet

  25. 25 DGS / TaP 14. März 2012 um 11:36 Uhr

    „wofür ist ein blog sonst da?“

    Der blog ist dafür da, um darüber zu diskutieren, wie wir zu einer neuen revolutionären Organisation kommen können und was sie auszeichnen sollte.

    Der blog ist nicht als Selbstzweck gedacht, um in erster Linie darüber zu diskutieren, wer/welche wieviel Kommentare postet, Veranstaltungen ankündigt usw. und sich gegenseitig Beschimpfungen wie „Müll“ und „Lügner“ um die Ohren zu hauen.

    „anstatt mal tacheles zu reden und butter bei die fische zu geben“

    „dass eine ‚politische gruppierung‘ (also keine einzelperson wie icke z b)von der SOKO als ausserhalb des nao prozesses hingestellt wird […,] halte ich schon für einen eminent wichtigen vorgang.“

    Würde hier mehr mit dem Florett als mit dem Degen gefochten und nicht mit jedem dritten politischen Beitrag fünffacher persönlicher Kollateralschaden und zahlreiche Mißverständnisse produziert, dann wäre vielleicht auch Zeit und Aufmerksamkeit vorhanden, daß von Dir angesprochene – i.d.T. wichtige – Thema zu besprechen.

    Aber auch da würde ich zu Vorsicht raten:

    1. Frank ist nicht die ganze SoKo. 2. Die SoKo ist nicht der ganze NAO-Prozeß. Und 3.: Und fragt doch Frank einfach mal, was er mit seiner Formulierung gemeint hat.
    Vielleicht geht es ja nur um die allgemeinbekannte Tatsache, daß sich die BochumerInnen (bisher) nicht auf den Boden der fünf SIB-Essentialis gestellt haben, sondern als deren grundsätzliche KritikerInnen aufgetreten sind (was sie nicht aus diesem blog ausschließt).

    „und zweitens tendiert meine bereitschaft, die leute hier auch auf einer ‚persönlichen‘ ebene näher kennenzulernen zu wollen zunehmend gegen null.“

    Wenn Euch (und ich meine tatsächlich alle virtuellen Streithähne und -hennen) die Sache nicht einmal ein persönliches Gespräch wert ist, dann spart Euch doch Eure gegenseitigen Aversionen im Netz auszutragen und damit noch andere Leute zu behelligen und konzentriert Euch statt dessen auf die politischen Kontroversen.

  26. 26 systemcrash 14. März 2012 um 12:09 Uhr

    „dann spart Euch doch Eure gegenseitigen Aversionen im Netz auszutragen und damit noch andere Leute zu behelligen und konzentriert Euch statt dessen auf die politischen Kontroversen.“

    SEHR mit einverstanden, aber das muss doch auch auf GEGENSEITIGKEIT beruhen

    „Das ‚Bochumer Info‘, mit Verlaub, gehörte nicht zu den Adressaten, sondern nur jene Gruppen uns Einzelpersonen, die den naO-Prozess unterstützen.“

    also für mich klingt das so, als ob Frank Braun hier eine „offizielle“ SOKO position zum besten gibt, denn wer zu den „adressaten“ gehört ist ja wohl eine kollektive SOKO entscheidung

    wenn deine vermutung stimmt, dass es sich um die frage der übereinstimmung mit den fünf SIB essentials handelt, ist das aber eine SEHR UNGLÜCKLICHE FORMULIERUNG von Frank Braun !
    aber, wie gesagt, haben SIB, SOKO und RSB/isl natürlich das recht, sich untereinander zu verständigen. das wird dann sozusagen die nao in der nao … kennt man ja auch von anderen institutionen

    http://systemcrash.wordpress.com/2012/03/14/zerlegt-sich-die-nao/

  27. 27 systemcrash 14. März 2012 um 15:23 Uhr

    [edit: kommentar gelöscht. es gab wohl ein technisches problem]

  28. 28 Frank Braun 14. März 2012 um 21:12 Uhr

    Liebe GenossInnen,

    mein statement war keine ‚offizielle‘ Stellungnahme meiner Gruppe, der SoKo. Zwei, drei Fakten waren es, über die ich mich da eingelassen habe. Gerade der Ärger, den ich selbst empfunden habe, hat mich veranlaßt, auf den Umstand der ‚irrtümlichen‘ Veröffentlichung bei ’scharf-links‘ hinzuweisen. Der Irrtum ist erkannt, so ein Fehler kann passieren.

    Soweit zum Fegen sozusagen vor der eigenen Haustüre …

    Der naO-Prozeß ist schon ganz schön fragil. Jede involvierte Einzelperson und jede Gruppe muß ein Höchstmaß an Taktgefühl aufbringen, wenn das Ding nicht aus läppischen Umständen platzen soll.
    Gleichwohl, selbst in dieser Phase, da alles unbedingt offen und transparent gehalten werden muß, damit alle die wollen, zu jedem Zeitpunkt, den sie selbst wählen, mitmischen können, braucht es hier und da Absprachen zu Treffen, gibt es Initiativen zu gemeinsamen Handeln (vgl. Frankfurt/M.), gibt es e-mails, gibt es Telefonate usf.
    So aber, liebe GenossInnen im arschhoch.blog, lernt man sich auch kennen – auch über ein paar Kilometer hinweg.
    Wir bemühen uns alle weiterhin, andere Gruppen und Einzelpersonen anzusprechen, sie mit der Idee und den statements im naO-Prozeß bekannt zu machen. Daß so ein Job zäh wie Honig ist, davon war schon andernorts geschrieben worden: Manche machen schon mit, andere überlegen noch und dritte finden naO ziemlich blöd.
    DGS nennt als Beispiel für letztere die Gruppe um das ‚Bochumer Programm‘. Diese GenossInnen kann ich doch allen Ernstes nicht als Aktivposten der naO-Idee ansprechen. Aber
    damit das ganze komplizierte Ding möglichst in Bewegung bleibt, braucht es auch eine Art Austausch der bereits ausdrücklich involvierten Gruppen und Einzelpersonen. Dem diente u.a. das SoKo-Papier.
    Mattte hat vollkommen recht, es ist nicht nur legitim, es ist sogar notwendig, daß wir uns wenigstens formell (Termine, Agenda, Zeitplan) verständigen. Selbst das ist übrigens gar nicht so einfach.

    Aber immerhin werden diese Gruppen und Einzelpersonen so einen Zeitplan wohl in Kürze vorstellen und u.a. hier in diesem blog zur Diskussion stellen können. Und wir von der ‚antikapitalistisch – pluralen SoKo‘ tragen den Plan selbstverständlich mit.

    Grüße
    Frank Braun, SoKo

  29. 29 systemcrash 16. März 2012 um 13:54 Uhr

    „…und dritte finden naO ziemlich blöd.
    DGS nennt als Beispiel für letztere die Gruppe um das ‚Bochumer Programm‘. Diese GenossInnen kann ich doch allen Ernstes nicht als Aktivposten der naO-Idee ansprechen.“

    wenn das deine privatmeinung ist, ist das in ordnung. es gibt dafür aber keine formale (statuarische) grundlage. es gibt keinen beschluss, der z b die übereinstimmung mit den 5 SIB essentials zur eintrittskarte für den NAO prozess macht. ansonsten müsste man z b auch den genossen KHS (trend) ausserhalb des NAO prozesses stellen, da er auch nicht mit allen SIB essentials übereinstimmt.
    http://arschhoch.blogsport.de/2012/03/15/abschlusserklaerung-des-duisburger-treffens-von-vertreterinnen-von-interkomms-rsb-soko-und-sib/#comment-2818

    ich bin zum gegenwärtigen zeitpunkt auch dagegen, solche vorfestlegungen vorzunehmen, um die grundsätzliche offenheit so lange wie möglich aufrechtzuerhalten. (und die SOKO hat ja auch die duisburger erklärung unterschrieben)

    wenn die SOKO diese position zu den bochumern hat, möchte ich euch bitten, dies dann vorerst intern zu diskutieren.

    gestatte mir noch eine kleine anmerkung @Frank Braun

    die SOKO hat bislang hier zweimal mit papieren interveniert. das erste war euer vorschlag für eine „orgstruktur“ und jetzt dieses papier zur „kurskorrektur“. und zweimal habt ihr damit erhebliche „irritationen“ ausgelöst. ich weiss nicht, was dafür die ursache sein könnte. ob es die geographische entfernung zwischen rheinland und berlin ist oder ob ihr die debatten nicht hautnah genug mitkriegt. falls es am zweiten punkt liegen sollte, könnte man euch vlt unterstützen mit zusätzlichen infos (zb emails, infobriefe, rundschreiben etc). auch wenn ich kein SIB mitglied bin, würde ich mich gerne bereit erklären, auch solche schreiben zu verfassen oder zumindest zur diskussion zu stellen. ich bin überhaupt der meinung, dass auch mehr berichte z b über veranstaltungen, diskussionen oder demos gemacht werden sollten

    [edit: @admin- ich habe diesen kommentar selber freigeschaltet, weil ich noch eine korrektur vornehmen musste. ansonsten halte ich mich aber an die zeitliche verzögerung :) ]

  30. 30 Bochumer Info 16. März 2012 um 14:30 Uhr

    @systemcrash

    Wegen Deiner Kommentarfreischaltung – geht in Ordnung, hättest aber auch nicht allzu lange auf die Freischaltung warten müssen, ich schaue hier öfter vorbei ;~)
    Ich denke, Deinen Beitrag kannst Du in der Mod-Warteschlage auch ohne Absenden bearbeiten…

    Liebe Grüße – Wat.

  31. 31 systemcrash 16. März 2012 um 16:25 Uhr

    @Wat (bochumer info)

    „Ich denke, Deinen Beitrag kannst Du in der Mod-Warteschlage auch ohne Absenden bearbeiten“

    ich bin leider in technischen dingen manchmal etwas unbeholfen. ich wäre also sehr dankbar, wenn mir jemand sagen könnte, wie die bearbeitung von kommentaren in der warteschleife funktioniert.

    ansonsten verlass ich mich dann in zukunft auf die „moderation“ der bochumer ;)

    vielen dank :)

    systemcrash

    ps. bearbeitung nicht möglich, wenn ich auf button „bearbeiten“ gehe

  32. 32 admin-2 16. März 2012 um 19:30 Uhr

    Nach dem Senden müßtest Du Deinen Kommentar zusammen mit dem Hinweis, daß dieser noch moderiert werde muß, angezeigt bekommen.

    Dann klickst Du (neben dem Datum des Kommentars) auf „Bearbeiten“.

    Dann nimmst Du Deine Korrektur vor und läßt „in Warteschlange schieben“ aktiviert und klickst auf „Kommentar bearbeiten“:

    Und dann nur noch geduldig auf die Freischaltung warten…

  1. 1 Zerlegt sich die NAO? « WAS TUN: PLATTFORM FÜR MARXISTISCHE KONVERGENZ Pingback am 14. März 2012 um 14:43 Uhr
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