Stellenangebot (Berlin)

Wir suchen Mitarbeiter_innen für junges, aufstrebendes Unternehmen

Als Forschungsprojekt, das sich der Analyse und Verfasstheit der Linken in Deutschland widmet, bieten wir Ihnen ein spannendes, herausforderndes und dynamisches Arbeitsumfeld. Wir machen das Unternehmen mit viel Leidenschaft und Herz zu dem, was es ist – einem der innovativsten und aufstrebendsten Projekte der Gegenwart.

Wir erwarten überdurchschnittliches Engagement und loyale Identifikation mit dem Leitbild der zukünftigen Organisation. Desweiteren sind uns Fähigkeiten zur Selbstreflexion und Selbstkritik sowie Verantwortungsbewusstsein sehr wichtig. Standfestigkeit, Durchhaltevermögen, Flexibilität und Teamfähigkeit setzen wir voraus. Schön wäre es, wenn unsere zukünftigen Mitarbeiter_innen über gängige EDV-Kenntnisse und ein angenehmes Kommunikationsverhalten verfügen. Eine Prise Humor kann nicht schaden, Schul- und Hochschulabschlüsse sind irrelevant.

Wir bieten flache Hierarchien, kurze und direkte Kommunikationswege und eine fundierte Einarbeitung in die Unternehmensprozesse „on the job“. Da wir kurz vor der Expansion stehen, eröffnen sich vielfältige Aufstiegsmöglichkeiten in einer krisensicheren Branche.

Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt zwischen 3 und 10 Stunden und kann individuell ausgehandelt werden.
Das Gehalt ist orts- und branchenüblich ideell.
Zur Erhöhung des Anteils von Frauen und Transpersonen fordern wir diese ausdrücklich zur Bewerbung auf.

Bewerbungen mit dem Betreff „SIB“ bitte an nao@gmx.net

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11 Antworten auf „Stellenangebot (Berlin)“


  1. 1 systemcrash 04. März 2012 um 21:03 Uhr

    die mitgliedschaft in einer revolutionären organisation als „unternehmen“ [sic !!!] und „stellenangebot“!

    am besten ist das „angenehme kommunikationsverhalten“. fehlt nur das „gute betriebsklima“ !

    wer schon nicht mehr unterscheiden kann zwischen der notwendigkeit, sich selbst zu reproduzieren und einem politischen engagement, was einem im laufe der der zeit zur zweiten natur wird, der sollte besser kein „revolutionär“ werden.
    der sollte vlt versicherungen oder autos verkaufen !

    wer soll so einen bockmist ernst nehmen ?

    wenn selbst die politische arbeit „ökonomisiert“ wird, dann bekommt adornos spruch, dass es nichts richtiges im falschen gibt, eine beklemmende dimension

    ps. eure einladung, mich zu einer SIB besprechung dazuzunehmen, könnt ihr in den papierkorb schmeissen. mit solchen leuten wie P. will ich nichts zu tun haben !

  2. 2 Marie Schiller 05. März 2012 um 0:14 Uhr

    Liebe/r Systemcrash,

    ich verfolge schon seit einigen Wochen diesen Blog, und war wirklich angenehm überrascht, als ich den obigen Beitrag gelesen habe. Du schreibst es selbst: Wer soll so einen Bockmist ernst nehmen? Du tust es anscheinend, und bist damit der lebende Beweis für etwas, was mir schon öfters unangenehm aufgefallen ist – dass viele Genossen nicht die Fähigkeit besitzen, über sich selbst zu lachen. Ich glaube weder, dass dieser Beitrag so ernst gemeint war, wie du ihn anscheinend nimmst, noch dass er die politische Arbeit der SIB in irgendeiner Weise „ökonomisiert“. Ich fand das „Stellenangebot“ erfrischend selbstironisch und würde daraus keinerlei Schlüsse auf die politische Arbeit der SIB ziehen, wie du es tust.
    Ich kenne dich nicht, aber mir ist schleierhaft, wie du dir herausnehmen kannst, zu behaupten, dass dieser amüsante Beitrag von einer Notwendigkeit, sich zu reproduzieren, zeugt. Wie borniert kann man eigentlich sein?

    Ebenso unverständlich ist mir deine (unglaublich selbstgerecht wirkende) Ansage, dass Menschen, die Autos oder Versicherungen verkaufen, anscheinend keine „Revolutionäre“ werden sollten. Ich weiß nicht, ob du dich als „Revolutionär“ bezeichnen würdest, aber wenn du es tust, dann solltest du deine Haltung zur arbeitenden Bevölkerung vielleicht mal überdenken.

    Ich habe schon viele deiner Kommentare hier gelesen, und denke, dass du ein immenses Hintergrundwissen besitzt und sicherlich auch sehr engagiert bist. Allerdings haben deine Beiträge auch durchaus den Charakter ungesteuerter Ejakulationen.

    Menschen wie du sind der Grund, warum ich momentan in keiner Organisation aktiv bin.

    Einen schönen Abend noch,
    Marie S.

    P.S. Eine Einladung zu einer SIB-Besprechung würde bei mir mit Sicherheit in keinem Papierkorb landen.

  3. 3 systemcrash 05. März 2012 um 0:30 Uhr

    „Ich kenne dich nicht, aber mir ist schleierhaft, wie du dir herausnehmen kannst, zu behaupten, dass dieser amüsante Beitrag von einer Notwendigkeit, sich zu reproduzieren, zeugt. Wie borniert kann man eigentlich sein?“

    lies noch mal bitte, was ich geschrieben habe:

    „wer schon nicht mehr unterscheiden kann zwischen der notwendigkeit, sich selbst zu reproduzieren und einem politischen engagement, was einem im laufe der der zeit zur zweiten natur wird, der sollte besser kein „revolutionär“ werden.“

    ich unterscheide also zwischen den zwang zum verkauf der arbeitskraft und einem politischen engagement, was man macht, weil man es aus INNERER ÜBERZEUGUNG tut … etwas emphatisch ausdrückt, das letzte refugium an (innerer) freiheit, was man in unserer gesellschaft noch haben kann (mit ausnahme von künstlern oder religiösen menschen vlt).

    „Ebenso unverständlich ist mir deine (unglaublich selbstgerecht wirkende) Ansage, dass Menschen, die Autos oder Versicherungen verkaufen, anscheinend keine „Revolutionäre“ werden sollten.“

    sorry, das war ein insider. so weit ich weiss, ist die betreffende person, um die es geht, in der versicherungsbranche tätig. ich hoffe, du kannst mir diese nicht für alle nachvollziehbare anspielung verzeihen.

    „P.S. Eine Einladung zu einer SIB-Besprechung würde bei mir mit Sicherheit in keinem Papierkorb landen.“

    ich habe ernsthaft darüber nachgedacht, mich der SIB anzuschliessen. aber es hätte keinen zweck. die politischen unterschiede (zumindest mit einigen, die aber „führend“ sind) sind einfach zu gross.

    „Allerdings haben deine Beiträge auch durchaus den Charakter ungesteuerter Ejakulationen.“

    dazu möchte ich keine wertung abgeben ;)

    ps. falls der beitrag wirklich „selbstironisch“ gemeint ist, bleibt mir jedenfalls das lachen im halse stecken. und alle, die mich kennen werden dir bestätigen können, dass es mir gewiss nicht an humor mangelt

  4. 4 systemcrash 05. März 2012 um 9:48 Uhr

    „Das Reich der Freiheit beginnt in der Tat erst da, wo das Arbeiten, das durch Not und äußere Zweckmäßigkeit bestimmt ist, aufhört; es liegt aber der Natur der Sache nach jenseits der Sphäre der eigentlichen materiellen Produktion. Wie der Wilde mit der Natur ringen muß, um seine Bedürfnisse zu befriedigen, um sein Leben zu erhalten und zu reproduzieren, so muß es der Zivilisierte, und er muß es in allen Gesellschaftsformen und unter allen möglichen Produktionsweisen. Mit seiner Entwicklung erweitert sich dies Reich der Naturnotwendigkeit, weil die Bedürfnisse; aber zugleich erweitern sich die Produktivkräfte, die diese befriedigen. Die Freiheit in diesem Gebiet kann nur darin bestehen, daß der vergesellschaftete Mensch, die assoziierten Produzenten, diesen ihren Stoffwechsel mit der Natur rationell regeln, unter ihre gemeinschaftliche Kontrolle bringen, statt von ihm als von einer blinden Macht beherrscht zu werden; ihn mit dem geringsten Kraftaufwand und unter den ihrer menschlichsten Natur würdigsten und adäquatesten Bedingungen zu vollziehen. Aber es bleibt dies immer ein Reich der Notwendigkeit. Jenseits desselben beginnt die menschliche Kraftentwicklung, die sich als Selbstzweck gibt, das wahre Reich der Freiheit, das aber nur auf jenem Reich der Notwenigkeit als seiner Basis aufblühen kann. Die Verkürzung des Arbeitstages ist die Grundbedingung.“

    -- Karl Marx, Das Kapital Bd. 3

  5. 5 Entdinglichung 05. März 2012 um 11:53 Uhr

    mensch sollte einmal etwas zum HIR-Syndrom (Hartnäckige-Ironie-Resistenz) innerhalb der radikalen Linken schreiben :-)

  6. 6 systemcrash 05. März 2012 um 12:15 Uhr

    @ entdinglichung

    „revolutionär“ ist diese „stellenanzeige“ gewiss nicht.
    sie ist im höchsten grade affirmativ!
    (politisches engagement als „arbeitszeit“, politische organisation als „unternehmen“)

    was daran „selbstironisch“ sein soll, ist für mich wirklich nicht nachvollziehbar. aber vlt handelt es sich um eine art schwarzen „galgenhumor“, der den eigenen untergang zelebriert …

    oder frei nach Freud: hinter jedem witz steckt eine tiefere wahrheit ;)

  7. 7 Marie Schiller 05. März 2012 um 12:36 Uhr

    Da du ja anscheinend Zitate so liebst, hier noch eins für deine Sammlung: „Will man schweres bewältigen, muss man es leicht angehen.“ (Brecht)
    Was ich damit sagen will: Man kann Zitate finden, um jede Meinung zu untermauern. Die Kunst ist, Neues zu denken, was wiederum selbst zitierenswert ist. Aber ein bisschen Marx kann ja nie schaden, um die eigene Profilneurose zu betätscheln.

    Aber zurück zum Thema: Ich habe deinen Beitrag durchaus genau gelesen, finde es aber müßig, über die Interpretation deiner Sätze zu sprechen, weil du als Autor da letztlich eh Recht behalten musst.
    Das Stellenangebot spielt doch genau mit diesem Zwang zum Verkauf der Arbeitskraft und der inneren Überzeugung, aber ich denke, bei diesem Punkt werden wir zu keinem Konsens kommen.

    Aber eines kann ich wirklich so nicht stehen lassen: Wenn du dich mit persönlichen Anspielungen über die Autoren in diesem Blog lustig machen musst, und das dazu auch noch bei einem Beitrag, der wahrscheinlich nicht mal als Diskussionsbeitrag, sondern als kleines Stückchen Wochenendironie zu lesen ist, liegt das Problem bei dir. Wenn du nicht drüber lachen kannst – dann lass es. Dass dir das Lachen im Hals stecken bleibt und dass du sofort mit Marx-Zitaten und politischen Zurechtweisungen um dich werfen musst, ist einfach nur lächerlich.

    Aber nein, als wahrer Revolutionär gibt man sein Lachen beim ersten Demostand ab, und da wird es dann unter den gesammelten linken Klassikern zertrümmert. Dann darf auf dem Weg zur Revolution keine Miene verzogen werden, außer vielleicht, um aus dem Kapital vorzulesen. Augen aufs Ziel und bloß keine Scherze! Und wer dann doch mal aus der Reihe tanzt, zu dem kommt das ZK und schreit: „Deserteur! Wie kannst du nur! Du hast es nötig, dich zu reproduzieren! Dich wollen wir nicht! Ab jetzt verkaufst du nur noch Versicherungen!“.

    Und jetzt werde ich meine Marx-Ausgabe mit Post-Its zukleben, damit ich demnächst auch mit Zitaten punkten kann.

  8. 8 Marie Schiller 05. März 2012 um 14:12 Uhr

    Ach ja, den selbstverliebten Chauvinisten Freud zu zitieren, passt ja ganz wunderbar. Aber da spricht bestimmt nur der Penisneid aus mir.

  9. 9 Mattte 05. März 2012 um 23:31 Uhr

    Vielleicht muss man in der linken Szene auch mal offensive Aufklärung über das Lachen betreiben. Die Lachforschung (Gelotologie) hat erstaunliche Ergebnisse dazu hervorgebracht.

    Durch das Lachen würden entzündungshemmende und schmerzstillende Substanzen freigesetzt, Stresshormone abgebaut und das Immunsystem würde gestärkt. Auch würde der Sauerstoffaustausch im Gehirn erhöht, das Herz-Kreislaufsystem in Schwung gebracht, die Atmung verbessert und der Stoffwechsel angeregt. Lachen könne auch helfen, Stress abzubauen

    Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Lachtherapie#Wirkung

    Und das beim Mann auf andere Männer erst gar kein Penisneid aufkommt, hilft es anscheinend auch*:

    Außerdem soll es dem Mann zu mehr Potenzkraft verhelfen

    Vgl. http://de.wikipedia.org/wiki/Gelotologie#Auswirkungen

    *Das andere Geschlechter nicht erwähnt werden, ist nicht meinem Sexismus zuzurechnen, sondern der Tatsache, dass sich dazu nichts finden lässt….

  10. 10 systemcrash 05. März 2012 um 23:44 Uhr

    „*Das andere Geschlechter nicht erwähnt werden, ist nicht meinem Sexismus zuzurechnen, sondern der Tatsache, dass sich dazu nichts finden lässt….“

    das ist doch echt ne sauerei!
    ich fordere die forschung ultimativ auf, die sexuelle wirkung des lachens auf frauen zu erforschen. sonst kommt ihr nach der revolution in einen steinbruch zum steinekloppen!

    (ist das politisch unkorrekt genug ? ;) )

  1. 1 Eine revolutionäre Stellenanzeige « Entdinglichung Pingback am 05. März 2012 um 12:09 Uhr
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