Archiv für März 2012

Auf nach Frankfurt – zum 31. März / Antikapitalistischer Aktionstag

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http://march31.net/de/; http://arschhoch.blogsport.de/k-k/

Da aus Berlin mindestens 300 Leute kommen, müßten wir - anhand der Bevölkerungszahlen (3,5 : 81,8 Mio.) hochgerechnet - heute (31.3.) in Frankfurt bei der antikapitalistischen Demonstration über 7.000 Demo-TeilnehmerInnen werden. – Aufgrund der RevolutionärInnen-Dichte in Berlin werden es dann wohl doch ein paar weniger… – aber auf alle Fälle ein toller Mobilisierungserfolg1. Das SIB-Transpi und ein Kollektiv-Transpi von InterKomms und SIB sowie eine Neuauflage des SIB-Selbstinterviews sind auch fertig.

AufruferInnen – u.a. Anarchistische Gruppe/Rätekommunisten (AG/R, Hamburg) (vgl. dort), Emanzipatorische Linke in der Linkspartei sowie diverse Teilorganisationen der Jugendorganisation und des Studierendenverbandes der Linkspartei, einige IL-Gruppen (u.a. das Kritische Kollektiv Mannheim, Worms, Mainz), die Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin (ARAB), die FAU, die Grüne Jugend, unsere BündnispartnerInnen in der Berliner M 31-Vernetzung und – etwas versteckt – die GAM („unterstützen wir die Mobilisierungen für 31M in Frankfurt“) und die SAV2 --- sowie – als InitiatorInnen des Ganzen: das kommunistische „Ums Ganze“-Bündnis:

„M31 endet nicht am 31. März. Wir vernetzen uns für eine langfristige Zusammenarbeit und werden auch in Zukunft gemeinsame Sache machen gegen Staat, Nation und Kapital. Wir rechnen mit vielen Diskussionen und auch Streitpunkten, aber wir wollen politische Differenzen konstruktiv austragen. Der 31. März ist ein Startpunkt für weitere Kämpfe, die wir in Zukunft auch auf europäischer Ebene organisieren werden.“

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M 31: Busfahrkarten ausverkauft! – Die letzten Möglichkeiten, (kollektiv) von Berlin nach Frankfurt zu kommen

El Pais-Foto vom Generalstreik in Spanien

Auch der fünfte Bus aus Berlin nach Frankfurt ist schneller als erwartet voll!

Wir können im Moment (auch zusammen mit den anderen Gruppen aus der Berliner M 31-Vernetzung) nicht mehr machen, als auf folgende Möglichkeiten, nach Frankfurt zu kommen, hinzuweisen:

1.

40 Euro für bis zu 5 Personen (also im günstigesten Fall: 8 Euro/Person):

„Schöner Wochenend“-Ticket:

Berlin Hbf – Sa. ab 5:55
FfM Hbf – Sa. an 14:34

Dauer: 8:39 Stunden.

2.

50 Euro/Person:

ICE-Tickets bei ltur.com:

http://bahn.ltur.com/?omnin=DB-DE

z.B.:

Abfahrt Bln.: 9:34 h; Ankunft FfM.: 13:44 h;

Rückfahrt: FfM 19:34 – Bln. 23:25 h.

3.

Leihwagen -

am günstigsten wahrscheinlich: 9-Sitzer.

Bei einer bekannten Berliner Autovermietung kostet ein 9-Sitzer im Wochenendtarif (einzelne Tagen gehen am WE nicht) incl. 1.200 Frei-km 194 Euro.

Benzinverbrauch pro 100 km: 10 Liter.

ergibt bei 1.200 km und 1,70 €/l: 204 €

Reine Fahrtdauer Bln. – FfM lt. google: ca. 5 1/2 Std.

+ Pausen und Parkplatzsuche.

Würde also pro Person ca. 45 Euro kosten.

Die SIB ist bereit, den Kontakt zwischen GenossInnen, die Kleingruppen für Möglichkeit 1. oder 3. bilden wollen, zu vermitteln. – Bitte bis spätestens Freitag, 16 h, eine mail an:

nao(at)gmx.net

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SoKo-Erklärung zur aktuellen Warnstreikwelle im öffentlichen Dienst…

Ihr seid es wert!

Jahrzehntelanger Personalabbau und Lohnstagnation bei steigenden Belastungen können nicht mehr weiter hingenommen werden. Weit über 200 000 Kolleginnen und Kollegen machten das der Öffentlichkeit in den letzten Tagen mit landesweiten Streiks und Demonstrationen drastisch deutlich.

Dass eine Mehrheit der Bevölkerung, also die Arbeitenden der anderen Branchen, diese Streikwelle befürwortet, zeigt deutlich, dass es sich hier nicht nur um die Probleme des Öffentlichen Dienstes handelt. Eine Ausweitung der Mobilisierung in einer großen gewerkschaftlichen Kampagne wäre also durchaus möglich.

Im Vorfeld der erneuten Verhandlungen am Mittwoch riskierte der Verhandlungsführer der Kommunalen Arbeitgeber Böhle im WDR Interview eine recht dicke Lippe, als er meinte, die Warnstreiks hätten ihn „nicht beeindruckt“. Das paßt, denn schließlich ist Böhle als SPD–Mitglied ein Vertreter jener Partei, die seit 1989 mit Schröder und seit 2005 mit Merkel die schärfsten Angriffe gegen die arbeitenden Menschen in Deutschland organisierte.

Aber auch andere sind mit Sprüchen über den Kampf schnell bei der Hand: so erklärte der Phrasendrescher Klaus Ernst ,Vorsitzender der Linkspartei, die bisherigen Angebote der Arbeitgeber seien eine „Unverschämtheit“. Ist das nun ein Kurswechsel oder Vergeßlichkeit?

Erinnern wir uns: Seine Partei, die Linkspartei, organisierte 2002 im Berliner Senat gemeinsam mit der SPD den Austritt aus dem Arbeitgeberverband, um deren Tarife in Berlin nicht zahlen zu müssen. Anschließende Lohnkürzungen bei den Beschäftigten des Nahverkehrs von bis zu 12% wurden unter einem Wirtschaftssenator seiner Partei organisiert. Tarifverhandlungen ersetzte man damals in Berlin durch einen „ persönlichen Waldspaziergang“ zwischen den drei Oberklünglern Bsirske (ver.di), Wolff (Linkspartei) und Wowereit (SPD) …
Auch ein anderer „alter Bekannter“ wird am Mittwoch am Verhandlungstisch sitzen: Herbert Mai, Vorgänger von Bsirske , ehemaliger ÖTV-Chef und nun auf der Arbeitgeberseite im VKAPräsidium.
Als Personalchef von Fraport hatte er noch vor wenigen Wochen die streikenden Vorfeld-Mitarbeiter des Frankfurter Flughafens mit Verleumdungen überzogen und versucht, die anderen Belegschaftsgruppen gegen die Streikenden aufzuhetzen. Schliesslich setzte die Klassenjustiz dem Streik ein Ende, was dem ehemaligen Gewerkschaftsvorsitzenden Mai im Unternehmerverband sicherlich gut gefallen hat. Es ist fraglich, ob der gewerkschaftliche Verhandlungsführer und Spitzenverdiener Bsirske sich in dieser Gaunerrunde so unwohl fühlen wird: Schließlich hat er seinerzeit als grüner Personalchef der Stadtverwaltung Hannover 1000 Arbeitsplätze abgebaut, die nun ebenfalls zur beklagten hohen Arbeitslosigkeit beitragen.

Es sind die Kolleginnen und Kollegen, die die Folgen der Mauschelpolitik auszubaden haben! Auf ihrem Rücken werden die „Rettungspläne,“ „Rettungsschirme“, „Sparprogramme“ oder die „unumgänglich notwendigen Maßnahmen“ ausgetragen und sie sind es, um deren Schicksal dort verhandelt wird! Ihr Lebensschicksal unterliegt dem Zwang, ihre Arbeitsfähigkeiten als Ware auf einem Arbeitsmarkt feilbieten zu müssen, um überleben zu können. Damit teilen sie das Schicksal aller Proletarier und um bei diesem Deal einen möglichst hohen Preis zu erzielen, schufen sie sich ihre Gewerkschaften.

Der beklagenswerte Zustand dieser Klassenorganisationen hat viele „Linke“ dazu verführt, diese umstandslos den „Herrschenden“ zuzurechnen oder aber sie lediglich als „politische Randnotiz“ zur Kenntnis zu nehmen. Wir lehnen eine solche Haltung ebenso ab, wie die Anbiederung an die derzeitige Politik der Spitzenfunktionäre des DGB. Auch wenn die Politik der Gewerkschaftsführung diese Organisationen teilweise demoralisiert hat und ihre Kraft bedrohlich minderte, auch wenn sie unfähig waren, einen eigenen
Aktionsplan gegen die Krise auszuarbeiten und stattdessen die Krise fälschlicherweise auf subjektives Versagen der „bösen Banker“ zurückführten, bleiben sie die Organisationen der arbeitenden Menschen.
Viele tausend Gewerkschaftskolle/ginnen sind heute davon überzeugt, dass die bisherigen Rituale nichts mehr erreichen und sind bereit, nach neuen Aktions-und Durchsetzungsformen Aussschau zu halten. Ihnen gilt unsere Aufmerksamkeit und Symphathie, denn sie bilden das Potenzial zum Aufbau einer kämpferischen
Interessenvertretung.
Wir alle brauchen heute eine Gewerkschaftspolitik, die der weiteren Spaltung der Beschäftigtengruppen, weiteren Lohnsenkungen und Ausweitung der prekären Beschäftigung sowie Massenentlassungen einen entschlossenen Widerstand entgegensetzt.
An der Arbeitskraft hängen lebendige Menschen und daher ist unser Lebensschicksal zu wertvoll, um es ihnen als Verhandlungsmasse zur beliebigen Verwendung zu überlassen. Branchenübergreifend müssen wir zu einer Macht werden, mit der die Herrschenden zu rechnen haben, denn IHR und WIR sind es wert, anders zu leben als SIE es planen.

Köln, 27. März
Arbeitsausschuss der Sozialistischen Kooperation (SoKo)

Die japanische Anti-AKW-Bewegung und das Projekt Gesundheitszentrum in Fukushima

Ein Gesundheitszentrum für die Kinder von Fukushima!

vom Spendensammlungskomitee

Übersetzt vom Internationalen Arbeitersolidaritätskomitee von Doro-Chiba (National Railway Motive Power Union of Chiba)

Wir brauchen Ihre Unterstützung im Kampf um Leben und Gesundheit von 360.000 Kindern aus Fukushima

Japanischer Aufruf (mehr…)

M 31: Fünfter Bus aus Berlin nach FfM ist gebucht – Buskarten ab Mittwochnachmittag wieder in den Läden

Die Berliner M 31-Vernetzung hat einen fünften Bus aus Berlin nach Frankfurt zur antikapitalistischen Demonstration diesen Samtag (31. März) auf die Beine gestellt.

Fahrkarten zum Preis von 20 Euro gibt es in den


© Fotocollage: Ökologische Linke

in den Filialen des Buchladens Schwarze Risse

► Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin, U-Bhf. Mehringdamm [U 6 und U 7] (Öffnungszeiten: Mo – Fr 10.00 – 18.30 Uhr und Sa 11.00 – 14.00 Uhr)
und
► Kastanienallee 85, 10435 Berlin, U-Bhf. Eberswalder Str. [U 2] und Rosenthaler Platz [U 8] sowie Tram Schwedter Str. [M 1 und M 12 – zu erreichen bspw. an den S- + U-Bhf. Friedrichstr. sowie Schönhauser Allee]) (Mo – Fr 11.00 – 19.00 Uhr und Sa 11.30 – 15.00 Uhr)

sowie

► bei Red Stuff (Waldemarstraße 110, 10997 Berlin, U-Bhf. Görlitzer Bhf. [U 1]) (Öffnungszeiten: Mo. – Fr. 14 – 19 Uhr und Sa. 14 – 16 Uhr)

sowie

► am Donnerstag, den 29. März ab 13:00 h bei der Soli-Kundgebung für den spanischen Generalstreik vor dem Haus der Wirtschaft.

Vorwärts in die Sackgasse? – Dan DiMaggio (Ex-“Socialist Alternative“, US-Sektion des CWI) schlägt eine Alternative vor

Fahrpläne, Sackgassen und die Suche nach neuen Gefilden:

Wie können wir die Sozialistische Bewegung im 21. Jahrhundert aufbauen?1

Dan DiMaggio

Dies ist ein Text eines amerikanischen Genossen, der sieben Jahre führendes Mitglied der Socialist Alternative, der amerikanischen Schwesterorganisation der SAV war. Er beschreibt in diesem langen Text das Problem der extremen Zersplitterung der radikalen Linken in den USA und des daraus folgenden Sektierertums. Die beschriebenen Mechanismen scheinen vertraut und sind doch kulturell unterschiedlich. Ein höchst lesenswerter Text, der, so hoffen wir, viel Anlaß zur Diskussion gibt. Die Hauptthese des Autors lautet: „nach fast acht Jahren in der sozialistischen Bewegung bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die dringendste Aufgabe, die uns bevorsteht, ist, heraus zu finden, wie wir die Spaltungen innerhalb der Bewegung überwinden können und eine gemeinsame, vereinte Organisation zu gründen.“
Der Beitrag erschien zuerst auf Englisch in der Zeitschrift
Cultural Logic (http://clogic.eserver.org/2010/DiMaggio.pdf) und auf der australischen web-Seite LINKS. international journal of socialist renewal (http://links.org.au/node/2686).
Wir danken Marie Schiller für die Übersetzung.
Der folgende Text als .pdf-Datei.

Gliederung des Textes:

Die Krise
Probleme der Sektenform
Träume der Vergangenheit
Über das Weiterentwickeln der revolutionären Theorie und sozialistischen Ideen
„Kleinunternehmer-Mentalität“
Zeitungen und Publikationen
Die derzeitigen spaltenden Formen der Organisation schwächen jede Kampagne
Keine Arbeitsteilung
Sichtverengung
Tunnelblick
Warum die Sektenform sich durchsetzt
Eine Alternative aufbauen
Der Weg zu einer sozialistischen Bewegung

„Für die Guten ist es einfach, über die Bösen zu siegen, wenn sich nur Engel in der Mafia organisieren.“ – Kurt Vonnegut2

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Do., 29. März – Kundgebung: Solidarität mit dem spanischen Generalstreik

Noch ein M 31-Mobilisierungs-Video

M 31: Veranstaltung und Busfahrkarten-Verkauf – „Theorien (in) der Krise“

Mehr Infos:
http://de.indymedia.org/2012/02/324655.shtml,
http://www.trend.infopartisan.net/trd0312/t530312.html
und
http://arschhoch.blogsport.de/k-k/.

Bei der Veranstaltung sowie in den Filialen des Buchladens Schwarze Risse
► Gneisenaustr. 2a, 10961 Berlin, U-Bhf. Mehringdamm [U 6 und U 7]
sowie
► Kastanienallee 85, 10435 Berlin, U-Bhf. Eberswalder Str. [U 2] und Rosenthaler Platz [U 8])
und
► bei Red Stuff (Waldemarstraße 110, 10997 Berlin, U-Bhf. Görlitzer Bhf. [U 1])
sind Busfahrtkarten für die Reise von Berlin zur Demonstration in Frankfurt und zurück nach Berlin für 20 Euro erhältlich.

Aufruf von an der NaO-Debatte Beteiligten zur antikapitalistischen Demonstration am 31. März:
http://arschhoch.blogsport.de/images/NAOAufrufEntw_M31_FINAL.pdf.

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http://march31.net/de/; http://arschhoch.blogsport.de/k-k/




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