Kulturell zu eng und inhaltlich zu unbestimmt

Kritische Anmerkungen zu allzu euphorische Einschätzungen des Standes der Protestbewegungen

Im blog Lafontaines Linke wurde heute Abend ein Diskussionsbeitrag von mir für die Aktionskonferenz am kommenden Wochenende in Frankfurt am Main veröffentlicht:

Siehe:
http://www.lafontaines-linke.de/2012/02/zu-eng-zu-unbestimmt-deltlef-georgia-schulze-aktionskonferenz-beitrag-zur-debatte/
und
http://www.lafontaines-linke.de/wp-content/uploads/2012/02/Detlef_Georgia_Schulze_Diskussionsbeitrag.pdf

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • Tumblr
  • Wikio
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF

3 Antworten auf „Kulturell zu eng und inhaltlich zu unbestimmt“


  1. 1 systemcrash 23. Februar 2012 um 22:50 Uhr

    die analyse des „bewegungsfetischismus“ (der nicht nur in der IL existiert) ist zwar durch knallharten realismus gekennzeichnet (was die lektüre durchaus erfrischend macht). was aber m e im schlussteil fehlt (oder zu kurz kommt) ist die darstellung dessen, durch WAS denn dieser bewegungsfetischismus ersetzt werden soll und welche INHALTLICHEN KRITERIEN für die überwindung der zersplitterung der „radikalen linken“ gelten. der reine anspruch, für einen „revolutionären“ aufbauprozess zu sein, ist zu wenig, wenn er sich in der praxis hunderter kleingruppen in der welt ständig selbst blamiert.
    der geltungsanspruch für ein programm, was sich revolutionär dünkt, muss im prozess der auseinandersetzung unterschiedlicher politischer strömungen selbst erkämpft werden. ohne eine programmatisch basierte umgruppierung der vorgeblich subjektiven revolutionäre werden alle teilaktionen und teilbewegungen keine gesamtgesellschaftliche perspektive gewinnen können und werden daher irgendwann wieder im sande verlaufen bzw vom neoliberalen mainstream geschluckt werden. wenn etwas richtiges im falschen existiert, ist es jederzeit von der gesellschaftlichen wirklichkeit bedroht. dieser tendenz kann nur durch die organisierung der bewusstesten „avantgarde-elemente“ entgegengewirkt werden. wie dann die vermittlung zwischen avantgarde und Massenbewegung konkret erfolgt — diese frage bleibt solange offen, wie die „radikale linke“ nur im marginalstadium existiert.

  2. 2 R.E 24. Februar 2012 um 16:55 Uhr

    Allein revolutionär zu sein ist zuwenig, revolutionär heißt für mich bestehende Verhältnisse auflösen und durch Neue ersetzen. Von revolutionär sprechen, ohne dass eine, wenn auch nur grobe Vorstellung dessen genannt wird was an Stelle der heutigen Verhältnisse treten soll, wirkt etwas plakativ. Aus diesem Grund bezweifle ich dass er geeignet ist, selbst unter den verhältnismäßig kleinen systemkritischen Teil der Bevölkerung im relevanten Maße Interesse an einer NAO zu Wecken.
    Im bestehenden kapitalistischen System ist das Wort revolutionär bezüglich der Technik und die Produktionsverhältnisse sehr positiv belegt, während auf gesellschaftlich Veränderungen bezogen dies verständlicherweise nicht gilt. Da wird dieser Begriff eher in der extremistischen Ecke plaziert.

  3. 3 Micha Prütz 27. Februar 2012 um 10:59 Uhr

    Es hat sich gezeigt,das DGS in seinen Einschätzungen zu 90% recht hat.Dies ist ein Ergebnis der AKtionskonferenz in Frankfurt.

Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.



ORGANISIERUNGSDEBATTE: