Für eine Organisation, die politische und kulturelle Unterschiede aushält!

Bericht von der Trend-Veranstaltung zum „Bochumer Programm“

zunächst einmal möchte ich vorausschicken, dass ich sehr froh bin, dass ich paar leute, die man sonst nur per internet „kennt“, auch mal persönlich getroffen habe. tatsächlich hatte ich den eindruck, dass man sich persönlich sogar sympathisch sein kann, trotz politischer differenzen. ich denke, es ist ein wesentlicher bestandteil im NAO prozess, neben den programmatischen debatten, auch eine „menschliche atmosphäre“ zu schaffen, die überhaupt die voraussetzung dafür schafft, dass man sich miteinander ins benehmen setzen kann. der begriff „organisationskultur“ ist zwar sehr anspruchsvoll, aber in keimform sollte es genau darum gehen.

verständnisebenen und unterschiedliche lebenserfahrungen

eine wichtige erkenntnis war für mich, dass inhalte, die ich schon als selbstverständlich vorausgesetzt hatte, SO bei anderen noch gar nicht angekommen sind. so war einem genossen der „bochumer“ gar nicht klar, dass die SIB/NAO initiative auf die gründung einer organisation zielt. oder dass gewisse forderungen wie z b das „recht auf arbeit“ bei der genossin Wat die assoziation auslöst, es könne sehr schnell zu einer „pflicht zur arbeit“ werden.
solche inhaltlichen verständnisprobleme und unterschiedlichen politisch-kulturellen sozialisationen zu erfassen, wird ebenfalls eine wichtige aufgabe der NAO werden. das kann aber erst angegangen werden, wenn der schritt von der virtuellen diskussion zur realen „face to face“ situation gelingt. darum sind die veranstaltungen von Trend und der SIB so wichtig, weil sie erste möglichkeiten sind, auch auf „persönlicher“ ebene sich kennenzulernen.

gemeinsamkeiten im NAO prozess herausarbeiten

neben dieser wichtigen „atmosphärischen“ arbeit muss aber auch klar werden, wo die schnittstellen und gemeinsamkeiten der unterschiedlichen gruppen und einzelpersonen liegen. die bochumer haben zwar ihren „programm“entwurf vorgelegt, aber in welches verhältnis sie sich zur bildung einer möglichen NAO setzen, darüber hört man nichts. und auch die beiden vertreten der bochumer auf der trend veranstaltung (Wat und Peter) haben sich dazu nicht geäussert. Peter hat sogar diese fragestellung verneint bzw als „schwierig“ bezeichnet. mit so einer haltung können wir hier natürlich keinen blumentopf gewinnen.

der charakter des bochumer programms

ich will hier nicht alle kritikpunkte, die bereits am bochumer programm verübt wurden, wiederholen. ich möchte hier nur die wesentlichen probleme kurz zusammenfassen.

es gibt viele richtige reformforderungen, die aber allesamt nicht die systemfrage stellen. die forderung nach „zugang zu allen betrieblichen daten für unternehmensangehörige“ hat sogar fast „übergangsqualität“ („aufhebung des geschäftgeheimnisses“).
bei der forderung nach der 30 stunden woche „fehlt“ der volle lohnausgleich und — ganz wichtig — der volle personalausgleich. denn es geht ja auch darum, arbeitsplätze zu erkämpfen und/oder zu verteidigen.

die forderung nach „demokratisierung und kommunalisierung“ (das „herzstück“ des bochumer programms) umgeht die staatsfrage und es gibt keinen verweis auf das subjekt der veränderung bzw den klassenkampf.

was allerdings aus der diskussion an diesem abend auch deutlich wurde, dass wir auch eine genauere erarbeitung des verhältnisses von zentralisierung und dezentralisierung benötigen. denn einfach nur auf den klassencharakter des staates hinzuweisen und die notwendigkeit „sozialistischer massnahmen“ zu postulieren, ist zu wenig.

zwei wege – eine organisation?

was auf alle fälle auch klar wurde, dass die bochumer und die SIB/NAO zwei UNTERSCHIEDLICHE politische wege gehen wollen.
die bochumer wollen auf der grundlagen eines „minimalkonsenses“ die bedingungen „sozialer emanzipation“ verbessern.
die SIB/NAOler wollen die bewusstesten elemenente („avantgarde“sektoren) auf der grundlage eines revolutionären programms (oder programmrumpfes) organisatorisch vereinigen. wobei unklar ist, welche form diese organisation haben soll. wichtig ist aber die programmtische basierung, während bei den bochumern der „bewegungscharakter“ im vordergrund steht.
es ist unklar, ob beide wege innerhalb der NAO platz haben. meines erachtens müssen sie sich aber nicht zwangsläufig widersprechen. aus meiner sicht handelt sich eigentlich nur um zwei unterschiedliche phasen oder momente EIN-UND DESSELBEN prozesses. organisationsaufbau und intervention(en) in soziale bewegungen sind keine zwei schematisch getrennten prozesse, die quasi durch eine chinesische mauer auseinandergehalten werden. ab einer gewissen organisatorischen grösse werden sie sich eher (hoffentlich) gegenseitig befruchten.

schlussfolgerungen

es wäre jetzt wichtig, die organisierung einer ersten NAO vorkonferenz in angriff zu nehmen, um den status der einzelnen beteiligten am NAO prozess zu bestimmen (gast, beobachter, sympathisant, kern NAO). vielleicht könnten sich dann die bochumer vorstellen, als strömung oder plattform sich am organisationsaufbau zu beteiligen, allerdings müssen eben auch genügend schnittstellen vorhanden sein. und da habe ich zweifel. aber vielleicht können bis dahin auch noch mal die SIB essentials deutlich konkretisiert werden.

jedenfalls bin ich froh, dass die diskutanten jetzt ein „gesicht“ für mich haben, vielleicht hilft das, einige überdrehungen in der polemik zukünftig zu vermeiden und damit den ganzen NAO prozess in ein angemesseneres fahrwasser zu geleiten.

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31 Antworten auf „Für eine Organisation, die politische und kulturelle Unterschiede aushält!“


  1. 1 NN 23. Januar 2012 um 13:25 Uhr

    Hallo systemcrash,

    gleich vorneweg die Bemerkung. Überschrieben ist der Beitrag: Bericht von der Trend-Veranstaltung zum „Bochumer Programm“. Das hört und liest sich verdammt gut und wichtig. Die Fantasie des Lesers wird gereizt. In meiner Welt hieße das von „Zieglerbräu“ bis Stadthalle; in Berlin ist es ein Hinterzimmer vom Cafe Commune gewesen.

    Während die Union und FDP bis in die tiefsten Dörfer dieser Republik gehen, um ihren jeweiligen Laden auf Vordermann/frau zu bringen – da sollten sich Linke genügen darin, im Hinterzimmer zu streiten oder zu vereinen? Anstatt einer breiten und umfassenden Diskussion, die alle Linken Strömungen umfasst und mit einbezieht??? Wenn das Ausdruck des Interesses an einer Neuen Antikapitalistischen Organisation sein sollte, was zu glauben ich mich weigere, wäre jede weitere Zeile überflüssig.

    Richtig und durchaus auch wichtig die Erkenntnis, dass hinter jedem Nick ein Mensch sitzt, was im Internet durchaus verloren gehen kann.

    Das Treffen hat gezeigt, es wird immer noch an die Frage einer Neuen Antikapitalistischen Organisation mit der Frage wie richtig oder falsch herangegangen, wobei dann der jeweilige Sozialisationshintergrund den jeweiligen Mindeststandard einfordert.

    Was mich und wahrscheinlich auch andere angeregt hat, ist eine Neue Antikapitalistische Organisation. Eine Neue Antikapitalistische Organisation soll keine Partei sein, sondern ein Verband von linken Gruppen und Organisationen und Einzelpersonen. Wer einen Bund von Kommunisten gründen will, okay; das ist aber keine Neue Antikapitalistische Organisation.

    Wal Buchenberg hatte am 19.11. in einem Beitrag geschrieben: Mein Kommentar: Was will das Bochumer Programm?

    Darin heißt es: Das Bochumer Programm zielt jedoch nicht nur auf einen Zusammenschluss der trotzkistischen Strömung in der Linken, sondern auf einen Zusammenschluss aller Kommunisten, Sozialisten und Anarchisten zunächst in Deutschland, dann in Europa. Vorbild für das Bochumer Programm ist deshalb nicht das „Kommunistische Manifest“ oder irgendein späteres Parteiprogramm, sondern die Gründungsdokumente der Internationalen Arbeiterassoziation (IAA) von 1864.

    Das kann also nun als geklärt gelten. Das Angebot von Seiten der Bochumer zu einer Neuen Antikapitalistischen Organisation dürfte weiter bestehen bleiben. Wer dieses Projekt weiter in dieser Richtung betreiben will, der sollte weiter in Diskussion bleiben.

    Zum Bochumer Programm

    Nachdem wir alle so freimütig wurden, etwas zu meiner Sozialisation. Die fand im KBW statt. Da galt schon als Ausdruck des tiefsten Revisionismus, dass es im Programm hieß: Solange die Bourgeoisie über bewaffnete Formationen verfügt… Und heute? Heute zwingen uns die Bochumer dazu, auch diese Frage neu, selbständig und eigenständig zu bewerten.

    Weiter hieß es im Programm des KBW: Um an die proletarische Revolution heranzukommen, freien Raum für die Entfaltung der gesellschaftlichen Klassenkämpfe zu schaffen …, muss die Arbeiterklasse den entschiedensten Kampf für die ungeteilte und uneingeschränkte Volksherrschaft führen.

    Und heute? Heute heißt es im Bochumer Programm:

    Durch Kommunalisierung wird die Verwaltung, Produktion und Verteilung möglichst vieler gesellschaftlicher
    Aufgaben auf lokaler Ebene organisiert. Durch Demokratisierung übernehmen alle Gesellschaftsmitglieder
    die unmittelbare Verantwortung und direkte Kontrolle über Gemeinschaftsaufgaben. Kommunalisierung
    und Demokratisierung gehören zusammen.

    Während also der KBW eine Instrumentalisierung der Demokratie betrieben hat, wird im Bochumer Programm die positive Richtung ausgegeben, heute, hier und jetzt die Emanzipation auch politisch zu betreiben, voranzubringen und diese nicht auf die Zeit danach zu verschieben. Der „ entschiedenste Kampf für die Volksherrschaft“ beim KBW lässt sich bequem in eine Welt der Zerschlagung des Staatsapparats und Zerbrechen des bürgerlichen Staatsapparates integrieren. „Bochum“ dagegen stellt das entscheidende Bindeglied vor: Kommunalisierung und Demokratisierung. Gerade dadurch erweist sich das Bochumer Programm als fähige Plattform, den vielen Tausenden von Aktivisten die Richtung zu weisen, auf die letztlich all ihr Bemühen in Einzelfragen zielt: Kommunalisierung und Demokratisierung, hier und jetzt und heute die Emanzipierung und Selbstbestimmung durchzuführen. Und das in einem sehr weiten Sinn: Abschaffung der Lohnarbeit mittels Selbstverwaltung der Unternehmen durch die Werktätigen ist unser wichtigstes Ziel.

    Über Kommunalisierung und Demokratisierung muss offensichtlich noch sehr viel gesprochen werden. Kommunalisierung und Demokratisierung stülpt die Herrschaftsformen des heutigen Deutschlands um. Der Bund gebietet über das Land, das Land über den Kreis, der Kreis über die Kommune. Im Sinne von Emanzipation geht der Weg natürlich gerade umgekehrt. Ist das nicht in einem emanzipatorischen Sinn!?

    Und es muss auch über Vorurteile, was Kommunalisierung und Demokratisierung betrifft, weiter gesprochen werden.

    Das Bochumer Programm ist ein positives Programm. Es entlarvt nicht den Staat als Unterdrückungsorgan der herrschenden Klasse. Es weist und drängt diesen Staat zurück durch Kommunalisierung und Demokratisierung und gibt den emanzipatorischen Kräften Raum und Zeit sich zu entfalten und zu entwickeln. Und es verlangt, fordert und fördert den emanzipatorischen Einsatz der 75 oder 90 %. Und alle Kräfte, die sich auf diese positive Zielbestimmung einigen könnten, sollten sich auf dieser oder vergleichbarer Grundlage einigen, um dies voranzubringen.

    Viele Fragen bleiben. So ungeheuer sympathisch Kommunalisierung und Demokratisierung ist, was heißt eigentlich: – Kommunalisierung und Demokratisierung von Energieversorgung, Lebensmittelversorgung und Transportwesen konkret z. B.

    Und zum Schluss: ich schreibe hier als Sympathisant von Bochum. Im Zweifel halte man sich aber an das offizielle Dokument.

  2. 2 NN 23. Januar 2012 um 14:27 Uhr

    Nachtrag:

    Das Bochumer Programm ist so etwas wie der Versuch, sowohl den Weg als auch das Ziel zu weisen. Und es setzt dadurch Maßstäbe.

    Ganz gewiss können und müssen sie geprüft werden. Wie sie auch umgekehrt andere Vorstellungen messen und prüfen.

  3. 3 Wal Buchenberg 23. Januar 2012 um 16:01 Uhr

    Hallo N.N., hallo alle anderen,
    zwei Kleinigkeiten will ich noch kommentieren:
    N.N., du bist ein Unterstützer, kein Sympathisant des Bochumer Programms. http://www.marx-forum.de/sozialismus/Bochum.pdf

    Das Bochumer Programm hat keine “Sympathisanten”. Nur (Kader)Organisationen haben Sympathisanten. Das sind Menschen minderen Rechts, die zwar die Politik mittragen (sollen), aber nichts mitentscheiden dürfen.

    Das Bochumer Programm hat (Erst)UnterzeichnerInnen, die durch Absicht oder Zufall an der Texterstellung mitgewirkt haben, und das Bochumer Programm hat Unterstützerinnen und Unterstützer.
    Der Unterschied zwischen Unterzeichner und Unterstützer wird in dem Maße unwichtig werden und verschwinden, als immer mehr Unterstützer zunehmend ihre Erfahrungen einbringen und an der Aktualisierung und Verbesserung des Textes und der Forderungen mitwirken.

    Außerdem: Eine Diskussion im Karl-Marx-Forum ist ebensowenig „virtuell“ wie eine Diskussion per Telefon oder per Brief.
    http://marx-forum.de/diskussion/forum.php
    „Virtuell“ ist eine fiktive Realität. Niemand, der im Karl-Marx-Forum postet ist fiktiv. Es sind reale Menschen, die ihre wirklichen Lebens- und Kampferfahrungen einbringen und austauschen.

    Gruß Wal Buchenberg

  4. 4 Wat. 23. Januar 2012 um 17:01 Uhr

    Babylonisches Sprachgewirr.

    So lautete einst die Bemerkung von Frank Braun nach einem Treffen der SoKo mit Robert Schlosser.

    Das trifft auch die gestrige Trendveranstaltung zum Bochumer Programm.

    Trafen sich doch zwei gegensätzliche Positionen

    1) Die, die althergebrachtes das nächste Mal besser umsetzen wollen
    2) Die, die völlig neu an eine Überwindung des Kapitalismus heran gehen wollen.

    Im Wesentlichen war das ein Standpunkte-/Positionsaustausch, kein konstruktiver Gedankenausstausch.

    Natürlich bleibe ich mit Euch im Gespräch, aber worüber wollen wir denn reden?

    Weiter darüber, dass das Bochumer Programm nur reformistisch sei, oder, so wie gestern immer wieder betont, Ihr das, was im Bochumer Programm steht, eh schon lange alle macht, Ihr damit aber nicht weiter kommt und nun endlich mal die paar fortschrittlichen Kräfte in den Bewegungen revolutionär vereinigen wollt, entsprechend Eurer 5 Essentials?

    Ihr habt also die ganze Zeit so reformistischen Kram gemacht und keiner wollte die Revolution?

    Tja, da ist die Vermutung der falschen revolutionären (gemeint ist wohl kommunistischen) Organisierung natürlich das Naheliegende :~(

    Dass sich gestern zeigte, dass wir trotz unterschiedlichster Gedankengänge höflich miteinander umgehen können, es auch der gegenseitigen Sympathie keinen Abbruch tat, ist ein Umstand, der mich hoffen lässt, dass wir doch noch Schnittstellen finden können.
    Allzu groß sind derzeit meine Hoffnungen allerdings nicht, zu groß sind wohl die Unterschiede in der Zielbestimmung.

    Ihr macht demnächst einen Workshop zu „Staat und Revolution“ – wichtiger für Euer Verständnis wäre mE einer zu „Soziale Emanzipation“, auf dem ihr Euch dazu überhaupt erst einmal einen Bezug dazu erarbeiten könnt ;~)

    http://arschhoch.blogsport.de/2012/01/17/schoene-heile-bochumer-welt/#comment-2056
    ______________________________________________________
    @NN
    Der Tag gestern hatte weniger Stunden, als ich gebraucht hätte, gern hätte ich mich mit Dir besprochen… Ich hoffe, diese Gelegenheit ergibt sich noch einmal – dann greife ich zu. Danke.

  5. 5 NAO-Ini mal in Aktion 23. Januar 2012 um 17:36 Uhr

    Vielleicht sollte sich die NAO-Initiative mal konkret in die Praxis stürzen und entlang einer konkreten Aktion arbeiten und gemeinsame Positionen finden. Macht vielleicht so einiges leichter als das theorisieren um diverse Programme.

    Das könnte doch interessant werden:

    http://de.indymedia.org/2012/01/323466.shtml

    http://march31.net/de

  6. 6 systemcrash 23. Januar 2012 um 18:17 Uhr

    „gleich vorneweg die Bemerkung. Überschrieben ist der Beitrag: Bericht von der Trend-Veranstaltung zum „Bochumer Programm“. Das hört und liest sich verdammt gut und wichtig. Die Fantasie des Lesers wird gereizt. In meiner Welt hieße das von „Zieglerbräu“ bis Stadthalle; in Berlin ist es ein Hinterzimmer vom Cafe Commune gewesen.“

    dass die revolution im hinterzimmer einer berliner kneipe diskutiert wird (mit max 15 hanseln) find ich nicht weiter schlimm. viele grosse ereignisse fanden unter ärmlichen bedingungen statt. manche leute stellen sich sogar am 24. dezember das modell eines viehstalls in ihre gute wohnstube. vlt wird eines tages das „cafe commune“ das museum für die revolution mit dem hinweis: „hier tagte die legendäre NAO“ ;)

    lassen wir unserer fantasie flügel wachsen … wir werden sie noch bitter brauchen für den weg, der vor uns liegt.

    „Vom schöpferischen Träumen …

    Wenn der Mensch die Kraft zum guten Träumen
    eingebüßt hätte, wenn er nicht immer wieder
    vorauseilen und mit seiner Einbildungskraft
    Das Ganze seines Tuns überschauen würde,
    das sich mühselig unter seinen Händen
    herauszubilden beginnt -
    wie könnte er überhaupt das Umfassende
    seiner Anstrengungen durchhalten?
    Träumen wir also! Aber unter der Bedingung,
    ernsthaft an unseren Traum zu glauben,
    das wirkliche Leben auf´s genaueste
    zu beobachten, unsere Beobachtungen mit unserem Traum
    zu verbinden, unsere Phantasie gewissenhaft
    zu verwirklichen! Träumen ist notwendig …“.

    —Lenin

    http://systemcrash.wordpress.com/lenin-uber-das-traumen/

  7. 7 khs 23. Januar 2012 um 18:23 Uhr

    Hallo Wat,
    wenn Du hier belehrst: „Ihr macht demnächst einen Workshop zu „Staat und Revolution“ – wichtiger für Euer Verständnis wäre mE einer zu „Soziale Emanzipation“, auf dem ihr Euch dazu überhaupt erst einmal einen Bezug dazu erarbeiten könnt“, dann zeigst Du nur, dass Du nicht verstanden hast, dass die Beschäftigung mit der Frage „Staat und Revolution heute?“ für uns die Beschäftigung mit Form und Inhalt der künftigen sozialen Emanzipation bedeutet. Das hast Du schon gestern auf der Veranstaltung nicht verstanden und auch nicht zuvor als DGS und ich mit Dir über unseren Workshop im Cafe Kotti sprachen.
    Vielleicht hilft Dir diese Kurz-Info über Deine diesbezüglichen Irritationen endlich hinweg.
    Mit solidarischen Grüßen
    khs

  8. 8 Wat. 23. Januar 2012 um 18:43 Uhr

    @khs

    Ja, mit den gegenseitigen Belehrungen ist das so eine Sache… man könnte das ja auch „Vorschlag unterbreiten“ nennen ;~)

    Ähnlich ist es wohl mit meinem (Un-)Verständnis, dass die Frage nach „Staat und Revolution heute“ die Beschäftigung mit Form und Inhalt der künftigen Sozialen Emanzipation bedeutet.

    Ich denke nun mal, Irrtum selbstverständlich nicht ausgeschlossen, dass damit die Soziale Emanzipation als nachrangig behandelt wird.

    Bisher waren Mittel und Zweck eben gegensätzlich, deshalb meine Äußerung, ich lasse mich aber sehr gern positiv überraschen.

    Ich kann mich sogar noch an eine ziemlich konkrete Äußerung im Café Kotti erinnern: Ob denn wirklich schon Inseln an Selbstverwaltung im Kapitalismus möglich sind…
    … da es sie mE geben können muss, ist meine Brille da wirklich beschlagen – Hast Recht.

    Gutes Gelingen für die Veranstaltung.

    Liebe Grüße – Wat.

  9. 9 Tino Plancherel 23. Januar 2012 um 18:56 Uhr

    @NN
    Interessant dein Kommentar. Ich glaub zwar nicht, dass die Kommunalisierung derart ins Zentrum der programmatischen Diskussion gehört, die Demokratisierung auf allen Ebenen, nicht nur der Kommunalen, schon eher, aber wie du selbst erwähnst, was denn die Kommunalisierung in der praktischen Politik konkret bedeuten würde, ist völlig offen und etwas schleierhaft.
    Womit ich allerdings mit den Bochumern sehr einverstanden bin, ist das Konzept einer breiten NAO, wo möglichst alle antikapitalistischen und sozialistischen Strömungen vereint werden und nicht nur die Trotzkis.
    Zitat: Das Bochumer Programm zielt jedoch nicht nur auf einen Zusammenschluss der trotzkistischen Strömung in der Linken, sondern auf einen Zusammenschluss aller Kommunisten, Sozialisten und Anarchisten zunächst in Deutschland, dann in Europa. Vorbild für das Bochumer Programm ist deshalb nicht das „Kommunistische Manifest“ oder irgendein späteres Parteiprogramm, sondern die Gründungsdokumente der Internationalen Arbeiterassoziation (IAA) von 1864.
    Es war eben kein Zufall, dass die Bochumer und ich völlig unabhängig voneinander, in der 1. Internationalen einen nützlichen, aktuellen Bezugspunkt sehen. Es ist u.a. die Analyse der mittelfristig gesehenen Phase der Klassenkämpfe und das dafür notwendig und dazu passend gehaltene breite Organisationsmodell, das der 1. Internationale eine gewisse Aktualität verleiht. Und man komme uns jetzt nicht damit, dass wir nicht im 19. Jahrhundert leben, das wissen alle hier. Schematisch gehandhabte Analogien sind immer falsch. Das breite Organisationskonzept korrespondiert mit der Ansicht, dass ein antikapitalistischer Referenzpol mit gesellschaftlicher Sichtbarkeit heute die absolut wichtigste Aufgabe ist, denn wenn dieser nicht entstehen wird, wird die Rechte oder Extreme Rechte die grosse Gewinnerin aus der kapitalistischen Krise sein. Und damit das Ganze nicht in die falsche Richtung geht, dazu haben wir den noch klar auszuformulierenden Minimalkonsens, wo Bruch mit System und Systemlogik und keine irgendwie geartete Beteiligung an Sparprogrammen etc. die Grenzen setzen.
    @systemcrash
    Wenn du immer so sachlich und inhaltlich schreiben würdest, wie im Artikel „Für eine Organisation, die politische und kulturelle Unterschiede aushält“ und wenn diese Sachlichkeit wirklich ein Produkt einer plötzlich dich überkommenden Altersweisheit ist und nicht nur eine taktische Anpassung, ja dann wäre das natürlich erfreulich. Wenn du es jetzt noch schaffst, dich im Hauptteil des Blogs zurückzuhalten wäre das ein echter Fortschritt. Ich bin der Meinung, dass keiner der Diskutanten mehr als zwei Artikel pro Monat in den Hauptteil setzen sollte, dies als verbindliche und einfache Regel würde der Diskussion im Blog das richtige Tempo verleihen, das ein wirklich auf einander eingehen ermöglichte. Übrigens ich bin mit dem Vorschlag einer VORKONFERENZ, etwa Frühling/Frühsommer einverstanden.

  10. 10 Wal Buchenberg 23. Januar 2012 um 19:57 Uhr

    Hallo Tino,
    deine Zielsetzung eines strömungsübergreifenden Zusammenschlusses, der von Anarchisten über Sozialisten bis Kommunisten reicht, teile ich.
    Aber ich kann diese Zielsetzung nicht im NAO-Projekt erkennen. Egal, wo einer das Bochumer Programm verortet (die Etikettierungen waren recht vielfältig), es wurde und wird von Seiten der SIB und ihrer Unterstützer auf diesen Programmvorschlag eingeprügelt. Es wird sogar darauf eingeprügelt, während man nebenher behauptet, man arbeite ja schon immer oder seit langem mit den meisten Forderungen, die im Bochumer Programm stehen.
    Ich sehe auf Seiten der SIB und ihrer Unterstützer weder die Bereitschaft noch die Fähigkeit, mit uns Bochumern oder anderen politischen Strömungen, die nicht leninistisch geprägt sind, konstruktiv zusammenzuarbeiten.
    Vielleicht hast du ja mehr Erfolg als ich, Robert, Angela und Peter.
    Aber unter den gegenwärtigen Bedingungen werde ich mich an keiner „Vorkonferenz“ beteiligen, die nur auf die Gründung einer leninistischen Kaderpartei abzielt.

    Gruß Wal Buchenberg

  11. 11 richard 23. Januar 2012 um 20:33 Uhr

    Hallo Wal,

    deine Lehrmeisterart kannst du dir sparen, wir sind nicht alle doof, unfähig oder Leninisten.

    Es zwingt dich doch niemand zu einer Vorkonferenz, also was soll dein Gelaber hier?

    MsG
    Richard

  12. 12 Tino P. 23. Januar 2012 um 21:33 Uhr

    @richard
    Diese Gehässigkeiten sind nicht gut richard, wieso nicht einfach stur inhaltlich bleiben?

  13. 13 systemcrash 23. Januar 2012 um 21:36 Uhr

    „Wenn du immer so sachlich und inhaltlich schreiben würdest, wie im Artikel „Für eine Organisation, die politische und kulturelle Unterschiede aushält“ und wenn diese Sachlichkeit wirklich ein Produkt einer plötzlich dich überkommenden Altersweisheit ist und nicht nur eine taktische Anpassung, ja dann wäre das natürlich erfreulich. Wenn du es jetzt noch schaffst, dich im Hauptteil des Blogs zurückzuhalten wäre das ein echter Fortschritt. Ich bin der Meinung, dass keiner der Diskutanten mehr als zwei Artikel pro Monat in den Hauptteil setzen sollte, dies als verbindliche und einfache Regel würde der Diskussion im Blog das richtige Tempo verleihen, das ein wirklich auf einander eingehen ermöglichte.“

    ob es sich um „altersweisheit“ handelt, weiss ich nicht ;) , aber ich gestehe erst mal jedem menschen lernfähigkeit zu. und da es beim projekt der NAO auch stark um „kompromissfähigkeit“ und aushalten von differenzen geht, sind auch gewisse „menschliche (charakter)qualitäten“ gefragt.

    und was das „tempo“ betrifft, stimme ich dir durchaus zu. ob allerdings eine kontingentierung schematischer natur das richtige mittel ist, wage ich zu bezweifeln, schliesslich sollte man auch flexibel auf aktuelle ereignisse reagieren können. aber mit einer temporeduzierung bin ich grundsätzlich einverstanden.

  14. 14 khs 23. Januar 2012 um 22:38 Uhr

    Hallo Tino,

    der von Dir geäußerte Lehrsatz: „Schematisch gehandhabte Analogien sind immer falsch.“ wird durch Dein eigenes Argument vollends bestätigt: „Es ist u.a. die Analyse der mittelfristig gesehenen Phase der Klassenkämpfe und das dafür notwendig und dazu passend gehaltene breite Organisationsmodell, das der 1. Internationale eine gewisse Aktualität verleiht.“; denn diese Analyse liegt nicht vor, sondern nur die schlichte Behauptung, dass es sie gäbe und 1. Internationale der passende Referenzpol sei.

    Im übrigen denke ich, sind wir uns einig, dass es Ziel der 1. Internationale war, in den einzelnen Ländern gewerkschaftliche Organisationen aufzubauen, damit die Klasse, in die Lage versetzt wird, ihre ökonomischen Kämpfe einigermaßen erfolgreich führen zu können (was sie damals bis dato nicht konnte, allerdings auch wegen fehlender pol. Rahmenbedingungen, was dann zur Aufgabenstellung der II. Internationale wurde.).

    Nun würde ich gern mal von den „BochumerInnen“ hören / lesen oder von Dir, warum die Bildung von gewerkschaftlichen Organisationen in Europa(*) heute auf der Tagesordnung stünde („gewisse Aktualität der 1. Internationale“). Des weiteren würde mich interessieren zu erfahren, wodurch sich das BoPro von den europäischen Gewerkschaftsprogrammen qualitativ unterscheidet – außer vielleicht in der Feststellung: „Hier und heute steht nicht mehr zur Debatte, welche spezielle Minderheit für und über die Mehrheit plant und entscheidet.“.

    Diese Feststellung kenne ich aber bereits aus dem IAA/FAU-Prinzipienprogramm von 1990. Was übrigens nichts über richtig oder falsch aussagt, sondern nur die Frage aufwirft, warum es politisch dieses alten Weins in neuen Bochumer Schläuchen bedarf, um den Kampf für die soziale Emanzipation in der BRD heute in der Klasse auf die Tagesordnung zu setzen.

    Die beiden BoPro-AutorInnen konnten (Wat) bzw. wollten (Peter) diese meine Frage gestern auf der Veranstaltung allerdings nicht beantworten.

    Mit solidarischen Grüßen
    khs

    *) Wal’s Anspruch ist, dass es sich beim BoPro um ein Programm für „ganz Europa“ handelt.

  15. 15 systemcrash 23. Januar 2012 um 23:51 Uhr
  16. 16 Tino P. 24. Januar 2012 um 0:33 Uhr

    @ khs
    Schematisch ist eine Analogie dann, wenn man zwei weit auseinander liegende historische Ereignisse eins zu eins nebeneinander stellt und gleichsetzt. Eine nützliche, nicht schematische Analogie zwischen der Zeit der 1. Internationale und heute liegt darin, dass damals wie heute – jedoch aus völlig unterschiedlichen Gründen – die antikapitalistischen Kräfte extrem zersplittert und sektiererisch agierten und die objektive Situation des Klassenkampfes damals wie heute dringend ein Vereinigungsprozess erforderte. Die einzeln Faktoren, die Situationen, die einzelnen Beweggründe mögen unterschiedlich sein, aber die 1. Internationale von damals und die NAO’s und NPA’s von heute haben gemeinsam, dass sie die breite Vereinigung möglichst aller radikalen antikapitalistischen Strömungen in einer Organisation mit minimaler Verbindlichkeit anstreb(t)en. Das von den Bochumer zitierte Engels-Zitat passt wirklich verblüffend gut in die heute Situation, wenn auch die Ursachen der Zersplitterung der extremen Linken von damals und heute verschieden sind. Es gibt noch andere Elemente der 1. Internationale, die ich für heute interessant halte, hat aber an dieser Stelle jetzt nicht Platz.
    Übrigens, das Ziel der 1.Internationale war nicht der Aufbau von nationalen Gewerkschaften, sondern eine Mischform von Partei und Bewegung, mit individuellen und kollektiven Mitgliedschaften.

  17. 17 systemcrash 24. Januar 2012 um 0:44 Uhr

    „Im Gegensatz zu späteren Internationalen bestanden die Mitglieder der Ersten noch aus einer Vielzahl politisch divergierender Gruppen, die unterschiedliche Sozialismuskonzepte verbanden. Obwohl faktisch relativ einflusslos, wurde „die Internationale“ von vielen Gegnern als ursächlich für das Erstarken der Arbeiterbewegung in vielen Ländern und das Entstehen der Pariser Kommune von 1871 gesehen. Überschattet wurde die Organisation bereits kurz nach ihrer Entstehung durch heftige Grabenkämpfe, insbesondere zwischen der Richtung von Karl Marx, dem Mitverfasser des Kommunistischen Manifests und Haupttheoretiker des Kommunismus einerseits und dem Anarchisten Michail Bakunin andererseits. Während Marx für eine Organisation der noch zu bildenden Arbeiterparteien in den Einzelstaaten unter zentralistischer Führung der Internationalen eintrat, war Bakunin gemäß den Vorstellungen des Anarchismus für strikte Herrschaftslosigkeit und gegen jegliche Form von zentraler Führung durch irgendeine Partei oder Klasse. Dieser grundsätzliche Konflikt der damals profiliertesten Vertreter der internationalen sozialistischen Bewegung führte schließlich auch zur Spaltung der IAA auf dem Den Haager Kongress 1872, nachdem sich die Marxsche Position 1871 in London durchgesetzt hatte.
    Für die ausgeschlossene Mehrheit der Ersten Internationale gründete die Juraföderation 1872 in St. Imier (Schweizer Jura) die Antiautoritäre Internationale. Die Landesföderationen von Belgien, England, Holland, Italien und Spanien schlossen sich der Juraföderation an. Nach der Spaltung hatte die IAA beziehungsweise ihr Generalrat im Grunde keine Bedeutung mehr. Letztlich kam es 1876 zur formellen Auflösung der IAA.“

    quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Arbeiterassoziation

    tolle „historische analogie“ ;)

  18. 18 Tino Plancherel 24. Januar 2012 um 0:55 Uhr

    @ Geschichte der 1. Internationale
    Mit der Zusammenfassung der Geschichte der IAA von systemcrash bin ich ganz und gar nicht einverstanden. Es gab eben gerade keine Grabenkämpfe in den ersten sechs Jahren, sondern eine scharfe aber vorbildliche Streitkultur mit den Proudhonisten, nicht den Bakunisten, der begann erst 1870. Die Marx’sche Position hat sich in London eben gerade nicht durchgesetzt, sie war in der Internationale eindeutig minderheitlich etc.etc. Recherchieren ist aufwendig, wäre aber besser als einfach rasch rasch historische Zusammenfassungen machen voller Fehler.

  19. 19 systemcrash 24. Januar 2012 um 1:01 Uhr

    „Mit der Zusammenfassung der Geschichte der IAA von systemcrash bin ich ganz und gar nicht einverstanden“

    ich habs wirklich nicht mit „geschichte.

    das ist WIKIPEDIA ! ;)

    marx zu proudhon:

    „Auf Proudhons im Oktober 1846 erschienene Contradictions économiques (Untertitel: Philosophie des Elends) antwortete Marx 1847 mit dem Elend der Philosophie. Marx kritisierte SCHARF [herv v mir] die philosophischen und wissenschaftlichen Unzulänglichkeiten, die in den in Frankreich stark verbreiteten Schriften des Autodidakten zu Tage träten; ebenso war ihm dessen wiederkehrende moralisierende Betrachtungsweise ZUWIDER [herv v mir] (z. B. strebte Proudhon an Stelle ökonomischer Wertbestimmung der Arbeit nach der Bestimmung und Verwirklichung des gerechten Lohns). Statt die bestehenden Verhältnisse an einer Norm zu messen, ging es Marx vielmehr darum, die inneren Widersprüche der bestehenden Verhältnisse (insbesondere zwischen Kapital und Arbeit) aufzuzeigen und daraus die praktische Gesellschaftskritik zu entwickeln.
    Die unterschiedlichen Standpunkte zwischen Marx und Proudhon MARKIERTEN DIE SPALTUNG DER ARBEITERBEWEGUNG [herv v mir] in mehrfacher Weise: in die Anhänger der Direkten Aktion und Nicht-Anhängern, in Anhängern einer sozialen Revolution; des revolutionären Streiks (Anarchisten, Blanquis Anhängern und Marx‘ Anhängern) und Anhängern einer schrittweisen Erneuerung der Gesellschaft (reinen Reformbewegungen) und in Anarchisten und „Etatisten“ (Staatssozialismus).“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pierre-Joseph_Proudhon

    zum londoner kongress

    „Die Londoner Konferenz 1864
    Die aus 13 europäischen Ländern und den USA stammenden knapp 2000 Teilnehmer gründeten die IAA am 28. September 1864 in der Londoner St. Martin’s Hall. Führendes Gremium war der Generalrat, dessen Präsidium Karl Marx angehörte. Er war vom Londoner Deutschen Arbeiterbildungsverein eingeladen worden und formulierte die WICHTIGSTEN ERKLÄRUNGEN UND ADRESSEN [herv v mir], so die berühmte Inauguraladresse der Internationalen Arbeiter-Assoziation.“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Arbeiterassoziation

    tino schreibt immer, wenn ihm was nicht passt, das sei „voller fehler“. aber eine begründung oder andere quellen führt er nicht an. wahrscheinlich erwartet er, dass man seiner „autorität“ glaubt. SO kommen wir hier auch nicht weiter.

    diese ganzen „historischen debatten“ haben m e wenig nährwert. sie dienen den „revisionisten“ (bochumer, tino p) nur dazu, davon abzulenken, dass sie politisch was anderes wollen als eine MARXISTISCHE PARTEI ! … aber alles unterhalb dieser ebene ist „quark“ ! (und das ist ein rosa luxemburg zitat ! ;) ) *

    -----
    * „Die Revolution ist das größte, alles andere ist Quark “

  20. 20 Tino Plancherel 24. Januar 2012 um 2:16 Uhr

    Ich habe soeben in den obigen Zeilen einen Fehler begründet, dieses lausigen, liederlichen Wikipedia Artikels voller Fehler, den du gedankenlos und ohne jede Sachkenntnisse auf den Blog kopierst hast. Bakunin war nämlich in den ersten Jahren in der IAA faktisch gar nicht aktiv, die Auseinandersetzungen fanden mit den Proudhonisten statt. Ein anderer Fehler: es wird gesagt die IAA sei faktisch relativ einflusslos gewesen. Nach dem Streik in Basel 1868 gewann die IAA über 1000 (!!) neue MitgliederInnen, allein in dieser Region. Ist das etwa einflusslos ??? Alles nachzulesen in den Protokollen der IAA und dem Briefverkehr z. B. Marx‘, des Generalrats etc.

  21. 21 systemcrash 24. Januar 2012 um 7:42 Uhr

    „es wird gesagt die IAA sei faktisch relativ einflusslos gewesen. Nach dem Streik in Basel 1868 gewann die IAA über 1000 (!!) neue MitgliederInnen, allein in dieser Region. Ist das etwa einflusslos ???“

    sehr wahrscheinlich, JA ;)

    wir sollten wirklich aufhören mit diesem IAA quatsch …das führt uns nicht weiter. aber vlt WOLLT ihr das ja, damit ihr hinter eurem „marxistischen grundlagen(bücher)wissen“ euren tiefen opportunismus verstecken könnt… ?!?! … ihr solltet euch „kautskyianische plattform der NAO“ nennen ;)

    „Alles nachzulesen in den Protokollen der IAA und dem Briefverkehr z. B. Marx‘, des Generalrats etc.“

    anstatt hier gelahrte reden zu schwingen, bring zitate! nicht jeder hat die „protokolle der der IAA oder „marxens briefverkehr mit der IAA“ (was du sicher alles gelesen hast) zu hause rumfliegen.

    es gibt ein schönes deutsches sprichwort: „der fisch fängt immer vom kopf an zu stinken“ … denk mal drüber nach !

  22. 22 Wal Buchenberg 24. Januar 2012 um 8:03 Uhr

    @Tino Plancherel

    Hallo Tino,
    in diesem Diskussionsstrang wiederholt sich, im Zeitraffer, was in der gesamten bisherigen Diskussion auf dem NAO-Blog passiert ist:
    Es wurde nicht nach politischen und inhaltlichen Gemeinsamkeiten in der revolutionären Linken gesucht.
    Es wurde nicht gefragt: Wo und wie kann ich mich mit anderen revolutionären Linken politisch und praktisch einigen.
    Statt dessen wurden die inhaltlichen Unterschiede ausgewalzt und Andersdenkende nach der Entweder-Oder-Methode bekämpft: Habe ich recht oder der andere? Ein Drittes gibt es nicht.

    Das Bekämpfen des anderen Standpunktes steht im Vordergrund, nicht einmal Klärung in der Sache wird angestrebt.

    Auf diese Weise wurde das Bochumer Programm bekämpft und alle Vorschläge und Texte, die sich darauf berufen, bis wir „Bochumer“ endlich eingesehen haben, dass sie im NAO-Projekt nicht willkommen sind.

    Nun bist du an der Reihe und wer immer hier nichtleninistische Gedanken vorbringt.

    Du versuchst ein totes Pferd zum Laufen zu bringen.

    Nichts für ungut!

    Wal

  23. 23 richard 24. Januar 2012 um 10:52 Uhr

    @Tino P.
    Warum nicht inhaltlich bleiben?

    Weil Wal hier seid einigen Wochen oder Monaten sein Konzept selber nicht hinterfragt bzgl. des Staates. Weil er nicht sehen will, dass bereits mehrere Gruppen hier andocken wollen und er mit Vorwürfen wie „Leninisten“ diese versucht „abzuwerben“. Immer wenn man inhaltlich wird bei den Bochumer, wird der andere entweder ignoriert oder verleumdet.
    Das hier Systejmcrash auch noch Wasser auf diese Mühlen wirft ist seine Sache, aber das antikapitalistische Projekt, das hat weder Wal noch die NAO für sich gepachtet.
    IAA war nur deshalb wirklich erfolgreich, weil dort eben auch andere Gruppen, Anarchisten, mitgemacht haben und genau das probiert man hier im NAO Blog, deshalb muss man aber nicht so tun, als gäbe es noch keine gemeinsamen Standpunkte in der Linken Bewegung, die für Veränderungen im Hier und Jetzt streiten. Die sicht auf Europa und die bereits bestehenden Kämpfe, die will Wal einfach wegreden. Kann er auch machen, aber doch bitte nicht hier.
    Das Wort Revolution finde ich auch nicht angebracht, dazu würde es ein V. Internationale brauchen.
    Wal und die Bochumer werfen anderen Unfähigkeit in Kooperation und Diskussion vor. Aber im marx-forum da geht es zu, wie in der Kirche.

    Selbst bei der wichtigen Diskussion um Feninismus, können die Bochumer nur schreiben.

    Sie „die Frauen“ müssen auch wollen, also sich emazipieren. Aber ich kenne Frauen, die wollen, aber der Kapitalismus lässt sie nicht, weil man für alles zahlen muss. Um wollen geht es gar nicht, sondern um können, also die Möglichkeiten haben. Gerade das Prekariat, dem wird ja auch von NN vorgeworfen, die haben z.T. selber schuld. Was soll so was? Hat einer oder zwei selber schuld bzw. eine oder zwei Frauen wollen nicht, dann muss das doch nicht für alle gelten. Und Wal schert immer alle über einen Kamm, genauso mit den Beamten. Er kann nicht erkennen, dass nicht alle gleich sind. Ihm fehlt dazu die Toleranz.

    MsG
    Richard

  24. 24 NN 24. Januar 2012 um 15:44 Uhr

    Wo und wie kann ich mich mit anderen revolutionären Linken politisch und praktisch einigen.

    Ich weiß nicht, wie euch es geht. Ich verspüre eine gewisse Ermüdung, Lust- und Ratlosigkeit.

    Ich fänds gut, wenn die Punkte, die unverträglich sind, zuerst ausgeklammert werden und auf später vertagt werden und zuerst die Punkte benannt werden, auf die man sich einigen könnte.

    Für die 30 Stundenwoche sind wohl alle; der Lohnausgleich wird ausgeklammert und gesondert diskutiert. Usw. usf.

    Und danach wird geschaut, was an Gemeinsamkeit besteht.

    Wäre das akzeptabel?

  25. 25 R.E 24. Januar 2012 um 17:16 Uhr

    Unabhängig davon wie man im einzelnen zum Bochumer Programm steht, führt es doch, wie bereits erwähnt wurde, einen gewissen Richtungsentscheid herbei. Nämlich hinsichtlich der Macht- und Organisationsstruktur in einer für die Zukunft gedachten und auch angestrebten antikapitalistischen Gesellschaft. Die Kommunalisierung im Bochumer Programm führt zu dezentralen Machtstrukturen. Die Kommune gewinnt erheblich an Einfluß. Im Gegenzug verliert ihn der Nationalstaat im gleichem Maße. Es gilt zu Bedenken, das wirkliche Leben der ArbeiterInnen findet auf der Ebene der Kommune statt. Dort ist in der Regel der Betrieb in dem man arbeitet angesiedelt. Selbstverständlich gibt es auch außerkommunale Interessen aber die unmittelbaren Lebensbedürfnisse Wohnung, Arbeit, Nahrungsmittel, Wasserversorgung wie auch die zukünftige Energieversorgung sind im kommunalen oder regionalen Bereich zu Hause. Strebt man demokratische Verhältnisse an, sollte auch auf dieser Ebene über diese Grundbedürfnisse entschieden werden. Welche Macht bleibt nun noch dem Zentralstaat, wenn er auch keine Armee zu befehligen hat und die Polizei wie bereits in der Vergangenheit der Kommune unterstellt ist.
    Das Bochumer Programm sehe ich als Programmvorschlag, der eine bestimmte Richtung für eine zukünftige Gesellschaft aufzeigt. Bevor man über Details diskutiert, wäre es sinnvoll zu klären, wie soll die zukünftige Gesellschaft für die wir streiten wollen aussehen? Basisdemokratisch, Rätedemokratie oder zentrale Strukturen und einem Zentralstaat oder ein Kompromiß irgendwo dazwischen. Ansonsten schlägt man das Programm und mein eigentlich die Struktur. Die angestrebte Organisation muss in ihrer Macht- und Organisationsstruktur ein Abbild der in Zukunft angestrebten Gesellschaft sein, alles andere wäre Unglaubwürdig.
    Dass das Ziel, eine friedliche Revolution ist, ist für mich ebenfalls eine Selbstverständlichkeit. Alles andere würde den kapitalistischen Staat in die Hände spielen. Er braucht Gewalt um seinerseits den Gewalteinsatz zu legitimieren.

    Was gegen einen zentralistischen Staat und somit Organisation spricht:
    1. Ein realistischer Systemwechsel zum Sozialismus ist aller Wahrscheinlichkeit auf Nationalstaatsebene nicht herbeizuführen. Auf Europäischer Ebene dagegen durchaus. Also verliert auch hier der Nationalstaat an Bedeutung.
    2. Ohne die Massen der einfachen Bevölkerung sind solche revolutionären gesellschaftlichen Veränderungen nicht möglich. Das heißt die Massen müssen mobilisiert und aufgefordert werden, sich von ihren Stellvertretern zu emanzipieren und sich ihre Rechte zu erkämpfen. Was sollte mich als Arbeiter dazu bewegen, nach einen solchen gewonnenen Kampf auf diese neu gewonnene Emanzipation und Selbstbestimmung über meine Lebensverhältnisse, wieder zu verzichten um sie, einem wie auch immer gearteten zentralen Staatsapparat oder wieder irgendwelchen Stellvertretern zu übertragen? Rechte die man sich einmal erkämpft hat gibt man nicht mehr auf!
    3. Nationalstaaten sollten mit ihrer Kriegerischen und Verbrecherischen Vergangenheit, auch als ein Relikt dieser gesehen werden, von dem man sich Zug um Zug trennen sollte. Dass dies nicht auf einmal geht liegt an der kulturellen Verankerung in der Gesellschaft. Das Bochumer Programm mit seiner Kommunalisierung ist ein sehr gut vorstellbarer Weg den Nationalstaat und damit auch den Nationalismus zurück zu drängen und später ganz abzuschaffen.
    4. Basisdemokratie oder Rätedemokratie sind meiner Meinung sehr gut geeignet patriarchalische Strukturen auf zu heben und somit die Gleichstellung der Geschlechter zu ermöglichen.

    Wer das Bochumer Programm insgesamt ablehnen, sollte ein alternatives Programm zur Diskussion stellen, sonst tritt die Diskussion auf der Stelle. Für über ein Halbes Jahr Diskussion, hat sich bisher nicht viel getan.

    Ein interessanter Beitrag Norbert Jurek auf Scharf Links wurde überhaupt nicht wahrgenommen.
    http://www.scharf-links.de/52.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=21317&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=2a61c4eea6

  26. 26 systemcrash 24. Januar 2012 um 18:24 Uhr

    „Wer das Bochumer Programm insgesamt ablehnen, sollte ein alternatives Programm zur Diskussion stellen, sonst tritt die Diskussion auf der Stelle.“

    ich kann zwar nicht für die SIB sprechen, aber soweit ich weiss, hat sie ganz bewusst darauf verzichtet, einen „programmentwurf“ vorzulegen. einfach, weil ein programm das ergebnis von wissenschaftlichen untersuchungen und praktischen lehren des klassenkampfes ist. ausserdem soll das „programm“ ja das ergebnis der „neugruppierung“ sein, und nicht präjudiziert werden. allerdings sind mit den essentials schon ein paar gewichtige pflöcke (zumindest in meiner sicht) geschlagen worden. aber das ist ja etwas, was die bochumer vollkommen ignorieren. (oder wahrscheinlich präziser: NICHT VERSTEHEN)

    „Für über ein Halbes Jahr Diskussion, hat sich bisher nicht viel getan.“

    also das kann ich wirklich nicht so sehen. für linke verhältnisse geht es hier recht lebendig zu … und das ist MEHR als man vom traditionellen zirkel- und sektenwesen behaupten kann ;)

  27. 27 DGS / TaP 25. Januar 2012 um 1:40 Uhr

    @ NAO-Ini mal in Aktion (23. Januar 2012 um 17:36 Uhr):

    „Vielleicht sollte sich die NAO-Initiative mal konkret in die Praxis stürzen und entlang einer konkreten Aktion arbeiten und gemeinsame Positionen finden. Macht vielleicht so einiges leichter als das theorisieren um diverse Programme.
    Das könnte doch interessant werden:
    http://de.indymedia.org/2012/01/323466.shtml
    http://march31.net/de

    Wir waren am Wochenende voll dabei – und auch bei der März-Sache:

    http://arschhoch.blogsport.de/2012/01/24/im-maerz-und-mai-auf-nach-frankfurt-am-main/.

  28. 28 systemcrash 28. Januar 2012 um 0:08 Uhr
  29. 29 R.E 28. Januar 2012 um 15:09 Uhr

    ich kann zwar nicht für die SIB sprechen, aber soweit ich weiss, hat sie ganz bewusst darauf verzichtet, einen „programmentwurf“ vorzulegen. einfach, weil ein programm das ergebnis von wissenschaftlichen untersuchungen und praktischen lehren des klassenkampfes ist. ausserdem soll das „programm“ ja das ergebnis der „neugruppierung“ sein, und nicht präjudiziert werden.

    Wer das kapitalistische System abschaffen will, sollte zu mindestens einen, besser mehrere, grobe, die Richtung anzeigende, Entwürfe einer sozialistischen Alternative vorlegen. Bei der Ablehnung des herrschenden kapitalistischen Systems dürften sich ja alle einig sein. Dies ist ja schließlich das, was die Diskussionsteilnehmer verbindet. Was trennt, sind die verschiedenen politischen Theorien. Ich sehe es so, es gibt Karl Marx, Kritik der politischen Ökonomie, Das Kapital. Diese Theorien von Karl Marx sind ein Bezugspunkt und selbst hier dürften unterschiedliche Auslegungen für Differenzen sorgen. Ein Vergleich mit der Bibel und die verschiedenen religiösen Gruppierungen die sich auf sie berufen ist hier durchaus realistisch. Sobald die Diskussion sich ausweitet auf Lenin Trozki u.s.w spaltet sich die marxistischen Bewegung sehr stark auf in verschiedenste Gruppen. Deshalb ist es sinnvoll, sozusagen als Schnittmenge beruft man sich auf Karl Marx und seine Theorien. Nur so läßt sich ein größerer Kreis Sozialisten mit ein binden. Die Diskussion über eine mögliche sozialistische Gesellschaft sollte sich weitgehend auf die Sache konzentrieren, d.h. auf das direkte Leben und die eigenen Vorstellungen davon. Ansonsten besteht die Gefahr dass der Streit um die verschiedenen marxistischer Theorien und Richtungen über die Sachthemen ausgetragen wird, was ebenfalls zu Irritationen führt und die möglichen Mitstreiter verringert. Selbstverständlich ist ein Kernthema, neben den Sachthemen, die Unumkehrbarkeit des Prozesses, den man mit der Gründung einer solchen Organisation einleiten will.

  30. 30 systemcrash 28. Januar 2012 um 16:13 Uhr

    „Die Diskussion über eine mögliche sozialistische Gesellschaft sollte sich weitgehend auf die Sache konzentrieren, d.h. auf das direkte Leben und die eigenen Vorstellungen davon. Ansonsten besteht die Gefahr dass der Streit um die verschiedenen marxistischer Theorien und Richtungen über die Sachthemen ausgetragen wird, was ebenfalls zu Irritationen führt und die möglichen Mitstreiter verringert.“

    es gibt keine trennung von „theorie und sache“ …genau DAS IST ja der fehler der „handwerkler“ (praktizisten)

    und was die „eigenen vorstellungen“ betrifft, gilt das, was friedrich engels zum „gesunden menschenverstand“ schreibt:

    „Allein der gesunde Menschenverstand, ein so respektabler Geselle er auch in dem hausbacknen Gebiet seiner vier Wände ist, erlebt ganz wunderbare Abenteuer, sobald er sich in die weite Welt der Forschung wagt; und die metaphysische Anschauungsweise, auf so weiten, je nach der Natur des Gegenstands ausgedehnten Gebieten sie auch berechtigt und sogar notwendig ist, stößt doch jedes Mal früher oder später auf eine Schranke, jenseits welcher sie einseitig, borniert, abstrakt wird und sich in unlösliche Widersprüche verirrt, weil sie über den einzelnen Dingen deren Zusammenhang, über ihrem Sein ihr Werden und Vergehn, über ihrer Ruhe ihre Bewegung vergißt, weil sie vor lauter Bäumen den Wald nicht sieht.“
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dialektische_Grundgesetze

  31. 31 R.E 29. Januar 2012 um 1:43 Uhr

    es gibt keine trennung von „theorie und sache“

    Sicher, jede Sachdiskussion beruht üblicher Weise auf einen theoretischen Hintergrund. Eine Sachdiskussion macht natürlich keinen Sinn wenn jegliche theoretischen Kenntnisse bezüglich der Sache fehlen. Oder das andere Extrem man kann auch theoretisieren um der Theorie willen, ein Sachbezug wird dadurch nicht mehr notwendig, das erspart einem den Beweis der Praxistauglichkeit, der Anwendbarkeit im wirklichen Leben. Schon alleine deswegen weil sich für die Theorie ohne Sachbezug kaum jemand interessieren dürfte.
    Die Borniertheit betreffend, dazu läßt sich sagen, sie ist überall anzutreffen, auf der Sachebene genau so wie beim theoretisieren.

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