Über das Zerbrechen der bürokratisch-militärischen Maschinerie

Randnotizen zu Robert Schlossers: Nochmals zum „revolutionären Bruch“

von Karl-Heinz Schubert

Dieser Aufsatz ist heute in der Onlinezeitung TREND erschienen.
http://www.trend.infopartisan.net/trd0112/450112.html

Der Aufsatz, der sich mit den historischen Ereignissen beschäftigt, die Schlosser nennt, um gegen den „revolutionären Bruch“ zu polemisieren, schließt mit der Feststellung:

„Wir stellen fest, dass es sich bei Schlossers Aussage („Nicht die Bewaffnung des Volkes ist Bedingung für eine erfolgreiche politische Revolution, sondern die Verständigung möglichst großer Teile der Bevölkerung auf minimalistische Ziele“ ) um ein reines Glaubensbekenntnis in der Form einer persönlichen Meinungsäußerung – gewonnen durch subjektive Erinnerung – handelt, die durch die hier vorgelegten historischen Fakten als widerlegt angesehen werden darf.
Welche Methoden, Formen und Ausmaße das Zerbrechen „der bürokratisch-militärischen Maschinerie“ durch die proletarische Klasse zukünftig in den EU-Metropolen zum Zwecke einer sozialistischen Umgestaltung annehmen wird, die Antwort auf diese Frage sollten wir nicht dogmatisch präjudizieren, sondern entspannt der Beantwortung durch die Praxis des Klassenkampfes überlassen.
Bleibt abschließend als Reminiszenz noch zu erwähnen, dass sich in Robert Schlossers revolutionsstrategischen Erinnerungen weder die Begriffe Kapitalismus (kapitalistisch) noch Proletariat (ArbeiterInnenklasse) sowie Klassenkampf finden lassen. Dafür ist viel von Volk und Massen die Rede.“

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • Tumblr
  • Wikio
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF

2 Antworten auf „Über das Zerbrechen der bürokratisch-militärischen Maschinerie“


  1. 1 Wal Buchenberg 19. Januar 2012 um 17:28 Uhr

    Hallo Karl-Heinz Schubert,

    es ist für Alle vorteilhaft, wenn Texte von Robert Schlosser eine hohe Aufmerksamkeit finden. Weil sie zu lesen wert sind, sind sie auch es auch wert, kritisiert zu werden.

    Du kennst Robert schon viele Jahre, da lassen sich Meinungsverschiedenheiten über Revolutionsverläufe doch wohl ohne Animosität diskutieren, erst recht, weil die Revolution noch nicht morgen vor der Tür steht.

    Ich will nur auf einen Teilaspekt eurer Meinungsverschiedenheit eingehen. Immer wieder wurde und wird Robert und anderen Initiatoren des Bochumer Programms vorgeworfen, dass bei uns bestimmte (Reiz?)Wörter im einen oder anderen Text fehlen.

    So schreibst du:
    „Bleibt abschließend als Reminiszenz noch zu erwähnen, dass sich in Robert Schlossers revolutionsstrategischen Erinnerungen weder die Begriffe Kapitalismus (kapitalistisch) noch Proletariat (ArbeiterInnenklasse) sowie Klassenkampf finden lassen. Dafür ist viel von Volk und Massen die Rede.“

    Ich denke, da wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Dass in einem Text, der sich mit politischen Revolutionen befasst, nicht ausdrücklich die zugrunde liegende Wirtschaftsstruktur genannt wird, darin kann man nur schwerlich ein Manko sehen.
    Und dass auch größere Denker und Revolutionäre als Robert häufig den Begriff „Volk“ benutzen, wenn es um Revolutionen geht, das kann jeder hier nachlesen:

    http://www.marx-forum.de/marx-lexikon/lexikon_v/volk.html

    Lieber Karl-Heinz Schubert,
    Robert und du werden noch länger miteinander zu tun haben. Vielleicht können alle Beteiligten einen Gang runterschalten und etwas Gelassenheit wahren. Wir brauchen uns alle gegenseitig.

    Gruß Wal Buchenberg

  2. 2 systemcrash 22. Januar 2012 um 0:59 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.



ORGANISIERUNGSDEBATTE: