Wie ist der Stand in Sachen „NAO“ ?

seit der veröffentlichung des „na endlich“-papiers http://arschhoch.blogsport.de/2011/03/23/neue-antikapitalistische-organisation-na-endlich-worueber-muessen-wir-uns-verstaendigen-und-worueber-nicht/ sind jetzt 10 monate vergangen. es liegen mehrere beiträge zur programmdiskussion vor und zwei vorschläge über organisationstrukturen. von ORG seite liegen stellungnahmen von interkomm, SOKO, RSB, GAM und RIO vor. SIB und die „bochumer“ müssen wohl mehr als „online-interessengruppe“ gelten, hatten oder haben aber grossen einfluss auf die inhaltliche gestaltung der debatte. die diskussion wird online geführt bei „arschhoch“, „scharf-links“, „trend“ und „systemcrash“. begleitend kommen noch die „linke zeitung“ und der blog „entdinglichung“ hinzu.

das alles ist im grossen und ganzen immer noch „mager“, aber mehr als „nichts“. um diesen stand der dinge zu konsolidieren und den NAO prozess weiter voranzutreiben, müssen jetzt (verbindliche) „organisatorische absprachen“ getroffen werden. die zentrale aufgabe dafür ist eine ERSTE VORKONFERENZ im frühjahr (aber zumindest erstes halbjahr 2012) für alle kräfte, die an der NAO interesse haben. wie man diese vorkonferenz jetzt genau benennt (antikapitalistischer kongress, NAO konferenz, plenum der subjektiven revolutionäre etc.) ist mir persönlich egal.

die vorkonferenz hätte im wesentlichen ZWEI aufgaben. die erste wäre festzustellen, mit welchen kräften wir GENAU in dieser phase an den NAO prozess herangehen. früher nannte man sowas „heerschau“, im falle der NAO wird es sich wohl eher um ein kleines „partisanenfeldlager“ handeln. ;)

die zweite wäre es, für diese vorkonferenz ein paar vorgaben zu machen bezüglich der tagesordung und ein paar grundsätzen in der verfahrensweise (geschäftsordnung). dafür müsste ein „arbeitsausschuss“ oder (bescheidener) eine arbeitsgruppe gebildet werden. die endgültige entscheidung über agenda und geschäftsordnung würde dann durch die konferenz selbst vorgenommen werden.

so etwas bedarf einer gewissen vorbereitung. ein raum muss organisiert werden. ort und zeit müssen festgelegt werden. eine ungefähre teilnehmerzahl müsste eingeschätzt werden. einladungen geschrieben und verschickt werden. vielleicht müsste verpflegung organisiert werden usw. das heisst, an dieser stelle würde die sache mal endlich „konkret“ werden. aber genau DAS wurde ja von vielen diskutanten immer wieder eingefordert.

ob die SIB dazu im moment kräftemässig in der lage ist, weiss ich nicht. ich fürchte aber, nein. und viel unterstützung von den kleinen gruppen gruppen dürfte sie auch nicht erwarten.

die sache bleibt also insgesamt „prekär“. ich meine aber, dieses wagnis muss eingegangen werden, um endlich mit was „konkretem“ aufwarten zu können, um dadurch möglicherweise den NAO prozess auf „andere politische kräfte“ (was ja immer wieder eingefordert wird) auszuweiten zu können.

ein bescheidener anfang ist immer noch besser als gar nicht erst zu beginnen !

quelle: http://systemcrash.wordpress.com/2012/01/16/wie-ist-der-stand-in-sachen-nao/

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1 Antwort auf „Wie ist der Stand in Sachen „NAO“ ?“


  1. 1 systemcrash 22. Januar 2012 um 12:39 Uhr

    bei der frage des zeitrahmens habe ich mich vlt zu sehr vom ungestümen voluntarismus leiten lassen. wahrscheinlich ist ein halbes jahr nicht wirklich realistisch. aber IN DIESEM JAHR 2012 sollte organisatorisch ein pflock in die erde geschlagen werden, sonst besteht die gefahr, dass der ganze prozess abbröckelt.

    allerdings bin ich mir der gefahr bewusst, dass die inhaltlichen übereinstimmungen möglicherweise nicht gross genug sind, um sich auf was politisch sinnvolles zu einigen. aber zumindest wüsste man dann, WO das ganze steht

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