Organisierung als Selbsthilfegruppe

Hallo,
Anfangs bestanden hier einige Leute vehement darauf, dass alle Emanzipationsbewegungen in Deutschland eine Avantgarde benötigen. Aber statt diesem Avantgarde-Anspruch irgendwie gerecht zu werden, und den bestehenden Bewegungen wenigstens versuchsweise eine politische Orientierung und emanzipatorische Ziele aufzuzeigen, wurden alle programmatischen Vorschläge und Initiativen, die hier vorgebracht wurden, entweder ignoriert oder niedergebügelt.

Nichtsdestotrotz wollen sich die Leute, die Avantgarde sein wollten, nun bundesweit organisieren. Zwar hatte Euer Avantgarde-Großvater die Losung ausgegeben: „Erst Klarheit, dann Einheit“, aber das kümmert offenbar wenig.

Ich denke: Ohne Klarheit und ohne Programm organisiert Ihr Euch nicht als linke Avantgarde, sondern als linke Selbsthilfegruppe.

Viel Spaß dabei
wünscht Euch Wal Buchenberg

P.S. Bitte löscht meinen Schreib-Account.

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24 Antworten auf „Organisierung als Selbsthilfegruppe“


  1. 1 systemcrash 11. Januar 2012 um 11:38 Uhr

    „Ich denke: Ohne Klarheit und ohne Programm organisiert Ihr Euch nicht als linke Avantgarde, sondern als linke Selbsthilfegruppe.

    Viel Spaß dabei
    wünscht Euch Wal Buchenberg

    P.S. Bitte löscht meinen Schreib-Account.“

    ich dachte bislang, DESWEGEN diskutieren wir hier. wir könnten uns ja auch einer bestehenden kleingruppe anschliessen, aber darin sehen wir ja gerade NICHT die lösung. darum nehmen wir die mühen des „NAO“ prozesses auf uns. aber für so eine feinsinnige, gelahrte und jebildete persönlichkeit wie herrn buchenberg sind solche niederungen realer (klassen)politik natürlich unter seinem niveau. er bleibt gewiss lieber in seinem marx forum und studiert die aussagen der alten meister … ich kann nur sagen: DAS IST EINE GUTE ENTSCHEIDUNG :) !

  2. 2 DGS / TaP 11. Januar 2012 um 11:46 Uhr

    Also ich denke dagegen:

    In dem Fall hat Wal vollständig recht.

    Ich mache auch lieber „feinsinnige“ Dinge, als mir beim jetzigen Stand der Diskussion von der SoKo eine Organisationsstruktur überstülpen zu lassen;

    und statt zu versuchen, zusammen mit SoKo und vielleicht noch zwei oder drei weiteren Gruppen etwaige Neuhinzukommenden (die unter SoKo-Bedingungen aber ohnehin nicht hinzukommen werden) eine seitenlange inhaltliche Eintrittskarte zu dem weiteren Prozeß abzuverlangen.

    Die richtige Linie ist dagegen: Inhaltlich ausschließlich die fünf SIB-Essentials als Eintrittskarte zu verlangen und den Prozeß mittels Plena der subjektiven RevolutionärInnen zu verbreitern.

  3. 3 systemcrash 11. Januar 2012 um 12:19 Uhr

    „Die richtige Linie ist dagegen: Inhaltlich ausschließlich die fünf SIB-Essentials als Eintrittskarte zu verlangen und den Prozeß mittels Plena der subjektiven RevolutionärInnen zu verbreitern.“

    mit den fünf SIB essentials kommst du bei den bochumern auch nicht weit. lies nur mal den text von robert schlosser:

    http://www.scharf-links.de/266.0.html?&tx_ttnews[tt_news]=21086&tx_ttnews[backPid]=56&cHash=d7c98da233

  4. 4 DGS / TaP 11. Januar 2012 um 13:11 Uhr

    Das ist schon klar, trotzdem hat Wal m.E. mit seiner Einschätzung der praktischen Folgen einer etwaigen Umsetzung der SoKo-Vorschläge völlig recht.

  5. 5 Ulrich 11. Januar 2012 um 13:27 Uhr

    Früher war Wal schneller eingeschnappt und beleidigt. Er hat sich verändert. Immerhin.

  6. 6 systemcrash 11. Januar 2012 um 13:53 Uhr

    DG

    ich bin mit dem SOKO vorstoss auch nicht glücklich. was mir besonders aufstösst, sie haben sich gut wie nicht an den INHALTLICHEN debatten vorher beteiligt, und kommen jetzt mit einem fast fertigen ORGPLAN, der in keinster weise den gegenwärtigen debattenstand spiegelt. das ist wirklich ärgerlich.

    aber die SOKO unterstüzt wenigstens INHALTLICH DIE FÜNF SIB ESSENTIALS. das kann man von den bochumern nicht gerade sagen. auch wenn die iniative der SOKO — gelinde gesagt — „unglücklich“ ist, aber ich trete lieber sofort einem „sozialistischen club“ bei als hier noch jahrelang fruchtlose debatten mit hardcore ökonomisten zu führen, die nicht einmal die anfangsgründe revolutionärer politik verstanden haben. ich weiss nicht, wie gross die gemeinsamkeiten mit der SOKO sind (mit dem RSB wären sie von meiner seite grösser), aber die „abspaltung“ des „rechten flügels“ (bochumer) war vorauszusehen, jetzt kommt es darauf an, den NAO prozess im sinne der fünf SIB essentials voranzutreiben, und zwar mit allen kräften, die DIES AUCH WOLLEN (die bochumer wollen es definitiv nicht)

  7. 7 R.E 11. Januar 2012 um 14:25 Uhr

    Natürlich braucht es auch ein Programm, das schon erwähnte Minimalprogramm.
    Wen soll das Programm ansprechen oder wer soll sich für dieses Programm gewonnen werden?
    Die Lohnabhängigen.
    Wer sind die Lohnabhängigen?
    1. Erwerbstätige
    2. Erwerbslose
    3. Rentner
    Um mit ihnen überhaupt erst einmal einen Kontakt herzustellen, braucht es Themen die bei ihnen Aufmerksamkeit erregen. Die sie erst einmal veranlassen zuzuhören, ihr Interesse wecken. Wenn ich jemanden ein Produkt verkaufen will muss ich den Zeitgeist treffen, das heißt, das beste Produkt wird zum Ladenhüter wenn es nicht angenommen wird. Das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt bringt den Erfolg. Das gilt auch für ein politisches Programm. Sicher wird es gleich wieder jemanden geben der sagt, wir wollen niemanden etwas verkaufen. Selbstverständlich den Sozialismus wollen wir verkaufen. Zum Diktat fehlt auch den Leninisten die Macht. Sie müssen letztlich auch Überzeugungsarbeit leisten. Das Bochumer Programm ist die richtige Richtung aber es ist mit der Abschaffung der Lohnarbeit und konkrete Vorschläge für eine Planwirtschaft, meiner Meinung nach, momentan bei den Massen der Lohnabhängigen nicht vermittelbar.
    Die Regionalisierung der Produktion dagegen ist durchaus ein aktuelles Thema. Aber auch hier gilt es zu unterscheiden. Nicht alles kann kommunalisiert werden. Es gibt schließlich Aufgaben die auch gesamtstaatlich organisiert werden müssen.
    Der Staat teilt sich auf in:
    1. Komune
    2. Kreis
    3. Bezirk
    4. Land
    5. Bund
    Ich bin mir nicht sicher ob heute eine solche Aufteilung der gesellschaftlichen Produktion schon sinnvoll ist.
    Eine generelle Richtlinie kann man ausgeben, so viel wie möglich Regionalisieren und nur soviel zentralstaatlich organisieren wie unbedingt nötig ist.
    Aber auf jeden Fall Vergesellschaften der Banken, der Versorgungsnetze Post, Telekom, Energie und Nahrungsmittelversorgung. In der Landwirtschaft größte Einheit der Familienbetrieb ohne Fremdbeschäftigte. Sehr wichtig, regionale Lebensmittelversorgung die Grundnahrungsmittel betreffend. Ausbau des Bahn Nahverkehrs, Nahverkehr zu günstigen Preisen. Solche Positionen finden problemlos breite Zustimmung und schwächen das Kapital.
    Themen wie Rente mit 60 oder die Selbstverwaltung der Sozialversicherungen würden ebenfalls Unterstützung finden.
    Dann gibt es Noch Themen wie Mindestrente, Recht auf Arbeit, weg mit Harz IV, Mindestlohn u,s.w..
    Es ist aber ratsam solche Punkte einzeln zu diskutieren sonst erreichen die Artikel eine Länge die dann niemand mehr liest.

  8. 8 systemcrash 11. Januar 2012 um 15:03 Uhr

    „Wenn ich jemanden ein Produkt verkaufen will muss ich den Zeitgeist treffen, das heißt, das beste Produkt wird zum Ladenhüter wenn es nicht angenommen wird. Das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt bringt den Erfolg. Das gilt auch für ein politisches Programm. Sicher wird es gleich wieder jemanden geben der sagt, wir wollen niemanden etwas verkaufen. Selbstverständlich den Sozialismus wollen wir verkaufen.“

    nun ja, du hast schon recht. ein revolutionäres programm braucht auch eine gewisse zahlenmässige basis. genau darum dreht sich ja auch ein teil der debatten hier. wir alle hier sind der meinung, dass kleine gruppen eben NICHT die lösung aller politischen fragen sind.

    aber ein revolutionäres programm beruht auf wissenschaftlichen einsichten und überzeugungen, also auf BEWUSSTSEIN. das kann man nicht wie eine reife apfelsine den meistbietenden verkaufen.
    WIE man aber bewusstsein „vermittelt“ …diese frage hat selbst ein politisches genie wie lenin nicht beantwortet. das werden wir wohl nur durch die „praxis“ erfahren oder im sinne von friedrich engels: „the proof of the pudding is in the eating“

    einige werden sich an diesem „pudding“ aber wohl vorher den magen verderben ;)

  9. 9 Tino Plancherel 11. Januar 2012 um 15:58 Uhr

    Unabhängig von den z.T. unterschiedlichen politischen Positionen, die wir haben mögen, ich finde es nicht gut, dass du aussteigst. Der Diskussionsstil im Blog lässt sehr zu wünschen übrig, da hast du völlig recht, aber wir müssen mehr Geduld und Ausdauer aufbringen. Sei nicht so dünnhäutig, überdenk es nochmals und kehr zurück.

  10. 10 Wal Buchenberg 11. Januar 2012 um 16:29 Uhr

    Hallo Tino,
    es ist gut gemeint, dass du mich zurückhaben willst, aber wohin willst du mich haben? Dazu sagst du nichts.

    Trotz aller persönlicher Anfeindungen habe ich im NAO-Blog Stellung bezogen, solange ich die Hoffnung hatte, es gehe um politische Inhalte und programmatische Fragen.
    Diese Hoffnung habe ich nicht mehr.
    Man konnte sich hier ja nicht einmal auf die Frage verständigen, welche Art von Programm man machen will, ein Minimalprogramm oder ein komplettes (Avantgarde)Parteiprogramm.

    Wenn nun auf Teufel komm raus eine Organisation zusammengezimmert werden soll, ohne sich vorher auf programmatische Fragen verständigt zu haben, dann wird das unfruchtbare Hick-Hack, das hier im NAO-Blog herrscht, nur vervielfältigt und auf jeden lokalen Zirkel übertragen. Die Vorschläge von DGS und der SoKo unterscheiden sich ja nur graduell. Die Auswirkungen sind beides Mal dieselben. Ich kann niemandem empfehlen, da mitzumachen. Und selber will ich da auch nicht mitmachen.

    Im übrigen: Ich ziehe mich aus dem NAO-Blog zurück, aber nicht aus der Politik ;-)

    Wer mit mir und den anderen „Bochumern“ über aktuelle politische oder programmatische Fragen diskutieren will, der kann das im Karl-Marx-Forum jederzeit tun.

    Am 22. Januar gibt es auf der trend-Veranstaltung (17 Uhr) in Berlin auch die Gelegenheit, mit Peter und Angela, zwei AutorInnen des Bochumer Programms persönlich zu diskutieren.

    Gruß Wal

  11. 11 DGS / TaP 11. Januar 2012 um 16:41 Uhr

    Lieber Wal,

    bitte:

    „Die Vorschläge von DGS und der SoKo unterscheiden sich ja nur graduell.“

    Was die SoKo vorschlägt, hieße praktisch eine Organisation zu gründen (egal, ob sie das selber so nennen oder nicht).

    Die Plena der subjektiven RevolutionärInnen wären keine Organisation; hätten auch – jedenfalls erst einmal – keine bundesweite Struktur und es gäbe keine förmliche Mitgliedschaft.

    Es gäbe keine inhaltliche Vorab-Vereinheitlichung über die fünf SIB-Essentials hinaus.

    Und wenn’s nach mir ginge, würde die Plena erst einmal im Konsensprinzip entscheiden – und alles, was dort nicht Konsens wäre, könnten einzelne Beteiligte vorantreiben -

    und dann würden wir nach einer Weile der – versuchten – gemeinsamen politischen Praxis und der gemeinsamen theoretischen Diskussion sehen, wer/welche wirklich zu einanderpassen.

    Und das soll ‚bloß ein gradueller Unterschied‘ zu dem SoKo-Vorschlag sein???

  12. 12 Wat. 11. Januar 2012 um 16:57 Uhr

    @DGS

    Ich habe hier die ganze Zeit versucht herauszubekommen, was denn inhaltlich diese 5 Essentials (für mich, Dich, Alle) bedeuten würden.

    Bei Revolution stellte sich bisher heraus, dass ich diese mit sich emanzipierenden Menschen anstrebe, Du/Ihr eine Revolution als Voraussetzung für Emanzipation seht – sehe ich anders, habe ich nicht nur mit persönlicher Erfahrung zu begründen versucht – dass damit eben gerade nicht die Voraussetzungen dafür geschaffen werden (können).

    Bei Klassenorientierung sieht es genauso ‚düster‘ aus, liegt auch in der Natur der Sache, denn wie die als solche gesehen wird, entscheidet darüber, wann jemand ‚Revolution machen‘ will. Ihr/Du am Anfang des emanzipatorischen Prozesses, ich am Ende.

    Einheitsfront klingt auch nicht schlecht, aber bei was denn bitteschön.

    Sicher kann man unterschiedlicher Meinung sein, sicher muß man unterschiedliche Meinungen aushalten – kann ich, hab ich mehr als einmal bewiesen.

    Aber sich wegen einer anderen Auffassung beinahe ständig mit „Anti-Kommunist“ beschimpfen lassen, dessen ist auch irgendwann genug.
    … wenn es dann trotzdem nicht einen Mikro-My in der programmatischen Sache vorwärts geht.

    Eine Bitte: Unterlegt die 5 Essentials mal mit handfesten, praktischen Beispielen, wie gemeinsame Taten/Aktionen dazu aussehen können. Wenn Du dazu nämlich keine inhaltliche, praktikable Idee hast, nützt es nichts, wenn da Menschen zustimmen.

  13. 13 Mattte 11. Januar 2012 um 16:59 Uhr

    Irgendwie fällt diese Diskussion immer von einem extrem ins andere. Es wurde von der Soko lediglich ein paar Gedanken vorgestellt wie man so eine Organisation formal aufbauen könnte. Niemand hat gesagt er möchte dies jetzt umsetzen oder sogar irgendetwas gründen. Um Vorschläge und Ideen darzustellen diskutieren wir doch hier, also gebt nicht immer gleich auf.

    @Wal: wie lange bist du nun in der Bewegung aktiv? 40/50 Jahre? Und da reicht ein einziger Vorschlag von einer Organisation um dich in die Flucht zu schlagen? Derweil wird über das Bochumer Programm doch noch munter diskutiert.

  14. 14 systemcrash 11. Januar 2012 um 17:22 Uhr

    „Irgendwie fällt diese Diskussion immer von einem extrem ins andere. Es wurde von der Soko lediglich ein paar Gedanken vorgestellt wie man so eine Organisation formal aufbauen könnte. Niemand hat gesagt er möchte dies jetzt umsetzen oder sogar irgendetwas gründen. Um Vorschläge und Ideen darzustellen diskutieren wir doch hier, also gebt nicht immer gleich auf.“

    völlig richtig, Mattte. so hab ich den SOKO vorschlag auch verstanden. die frage ist nur, ob die „fünf SIB essentials“ als grundlage für eine ORGGRÜNDUNG reichen. und da teile ich die zweifel von DG auch.

    ich hatte bereits im november auch eine art „orgplan“ veröffentlicht, hatte aber versucht, diesen mehr in abhängigkeit vom diskussionsstand zu konkretisieren. diesen vorwurf der „unvermittelheit“ ihres vorschlags muss sich die SOKO wohl gefallen lassen.

    ---> http://arschhoch.blogsport.de/2011/11/18/was-will-die-nao/

  15. 15 DGS / TaP 11. Januar 2012 um 17:28 Uhr

    Liebe Wat.,

    okay,
    unsere Uneinigkeit bei den Essentials usw. – die besteht.

    Aber das ist etwas anderes, als wegen des SoKo-Vorschlages, der ja nun noch nicht beschlossen ist, auszusteigen…

    dg

    PS.:

    „Ich habe hier die ganze Zeit versucht herauszubekommen, was denn inhaltlich diese 5 Essentials (für mich, Dich, Alle) bedeuten würden.“

    Systemcrash hatte ja mal einen Vorschlag gemacht, die Essentials nicht nur als Spiegelstriche, sondern jeweils in ein paar Sätzen zu formulieren:
    http://arschhoch.blogsport.de/2011/12/14/nao-essentials/

    „Eine Bitte: Unterlegt die 5 Essentials mal mit handfesten, praktischen Beispielen, wie gemeinsame Taten/Aktionen dazu aussehen können.“

    Nicht jetzt – mit den wenigen Beteiligten. Wenn wir neben RSB, SoKo, SIB, InterKomms (falls sie richtig einsteigen) noch jeweils zwei Gruppen aus dem revolutionären Flügel der IL, aus dem UG- und dem 3A-Bündnis dabei wären und vielleicht noch 1, 2 maoistische Gruppen mitmachen würden (damit ich nicht so einsam bin ;-) ), wenn RIO und GAM richtig einsteigen würden und RSO noch dazukäme, dann könnten wir eine Redaktionskommission einrichten, die sich an die Arbeit macht.

    Erst einmal brauchen wir aber die Plena, um mit weiteren Gruppen in Diskussion und Praxis zu kommen.

  16. 16 Wat. 11. Januar 2012 um 17:41 Uhr

    @DGS: Fangt an inhaltlich-programmatisch an das Thema zu gehen, also nicht nur Überschriften (die Essentials) zu verwalten – dafür hätte eigentlich mE der SoKo-Vorschlag der ‚Aufwacher‘ sein müssen – und ich werd mich nicht sperren ;~)

    Abgesehen davon bräuchtest Du diese inhaltlich-programmatischen Vorschläge auch für ‚Deine‘ lokalen Gespräche mit den anderen subjektiven Revolutionäre…
    Du kannst da nicht von anderen etwas hören wollen, wozu Du für Dich noch keine inhaltliche, wenigstens aus Deiner Sicht, praktikable Idee hast.
    Btw. Sonst machste da wieder nur ‚Sozialforum‘ ;~)

    Edit: ist nen büschen ‚blöd‘, wenn Du im Nachhinein noch so viel Text in den Vorpost schreibst, das aber nicht als EDIT kennzeichnest. Soll etwa jemand denken, ich könne nicht lesen^^

  17. 17 DGS / TaP 11. Januar 2012 um 17:55 Uhr

    Die Sozialforen schlossen aber ReformistInnen und GradualistInnen mit ein (und sollten es auch);

    und sie wurden auch nicht im Hinblick darauf gegründet, sie später evtl. in ein Organisationsprojekt münden zu lassen.

    Und schließlich: Wir haben hier ja nun schon jede Menge diskussionsbedürftige Themen angesammelt. Es fehlt nicht an input, es fehlt an der Breite der Diskussionsbeteiligten.

  18. 18 systemcrash 11. Januar 2012 um 17:58 Uhr

    „Es fehlt nicht an input, es fehlt an der Breite der Diskussionsbeteiligten.“

    D A S ist der springende punkt!

    was tun? ;)

  19. 19 systemcrash 11. Januar 2012 um 18:25 Uhr

    ich hab in einem anderen thread mal eine vorläufige überlebung „zum programm“ gemacht:

    „die fünf essentials der SIB würden auch mir reichen (vorerst), denn sie sind gar nicht so ohne. das problem ist aber, ein wirkliches verständnis der essentials setzt im grunde ein verständnis eines revolutionäres programms voraus. DG hat es irgendwo geschrieben: das „na endlich“-papier basiert auf einer gewissen „trotzkistischen/WASG“– tradition. und natürlich kennen die autoren das „übergangsprogramm“. die fünf SIB essentials sind nämlich eine art zusammengefasste kurzform der wesentlichen prinzipien des übergangsprogramms. leute, die diese politische tradition nicht kennen, können diesen zusammenhang daher natürlich auch nicht kennen. und genau an dieser stelle beisst sich nämlich die katze selbst in den schwanz.

    ich befürchte, die autoren des „na endlich“-papiers haben DAS zu wenig mitberücksichtigt. es gibt für dieses problem auch keine „lösung“. diejenigen, die sich vorstellen können, auf der grundlage der fünf SIB essentials politisch zu arbeiten, sollten einfach anfangen. einige werden abspringen, vlt später wieder dazustossen und/oder neue kräfte werden sich anschliessen. aber davon sollten WIR unsere handlungen nicht abhängig machen… wir können nur das vertreten, wovon wir auch ÜBERZEUGT sind. alles andere trägt nicht weit.“

    http://arschhoch.blogsport.de/2012/01/10/vorschlag-fuer-eine-nao-organisationsstruktur/#comment-1810

  20. 20 Tino Plancherel 11. Januar 2012 um 19:39 Uhr

    Herrgott Wal und Wat,das ganze ist doch noch ein Prozess, ein Prozess mit auf und abs, mit einigen schönen und einigen eher merdigen Aspekten, ist schon manchmal zum Verzweifeln, aber irgendwo auch „normal“. Es braucht Ausdauer, grosse Ausdauer, aber das wussten wir doch im Voraus. Ich kann dir doch nicht sagen zu was du zurückkommen sollst, wenn alles noch im (zähen) Fluss ist. Aber seid jetzt nicht so mimosig,kommt einfach zurück.

    Um eine Revolution zu machen braucht es emanzipiertere Menschen als die heutigen und um die Menschen richtig zu emanzipieren braucht es eine Revolution um günstigere Grundbedingungen zur Emanziperung der Menschen zu schaffen. Ist doch beides, klassisch dialektisch, wieso da einen absoluten Gegensatz daraus machen?

    Das mit dem groben Gehacke und der allzu persönlichen Anpisserei muss aufhören. Es braucht vernünftige Regeln. Arschhoch SIB‘ler, schafft Regeln.z.B. Artikel mit allzu deftigen Pöbeleien werden an Absender zur Korrektur zurückgesendet. Alles nur provisorisch bis es breiter legitimierte Strukturen gibt. Ihr SIB‘ler seid wirklich arme KerleInnen, da macht ihr eine gute Sache und schon steckt ihr bis zur Stirnglaze in der Arbeit.

    DGS: Ich schlage massenweise NAO-Plenas vor (besser als das martiale Plenas der subjektiven Rev. Oh, bin ich jetzt ein Reformist und Sozialdemokrat, weil ich einen weicheren Namen bevorzuge??) Plenas, die dann im Frühling/Frühsommer in eine Vorkonferenz in Berlin münden könnte.

  21. 21 DGS / TaP 11. Januar 2012 um 20:00 Uhr

    Nun ja,
    mein Namensvorschlag mag sich ein bißchen „martial“ anhören.

    Aber ich denke: Die Frage ist:

    -- Sorgen wir uns mehr um die letzten Linkspartei-(Ex)-Mitglieder, die sich uns vllt. anschließen würden, wenn „revolutionär“ erst in Zeile 7 des Einladungstextes vorkommt

    -- oder wollen wir eher die Szene-Teile bedienen, für die Wort das „revolutionär“ nicht nur politisch wichtig, sondern auch ‚identitätsstifend‘ ist?

    Und sage ich ganz klar: Ich will mehr, wenn denn im Einladungstext der revolutionäre Bruch klar drinsteht (sonst wäre ich eh nicht dabei), im Zweifelsfall eher den Geschmack von Szene-Zusammenhängen bedienen. Dann gibt es keinen rationalen Grund bei der Überschrift Camouflage zu betreiben.

    Aber wenn es allein das wäre, dann wäre, ich nicht so spitzt:

    Ein vorrangig und im Titel sogar exklusiv antikapitalistisches Projekt ist für Feministinnen und AntirassistInnen nicht sonderlich interessant: Das sehen wir sowohl hier im blog, wo das sehr weitgehend (wenn auch nicht ausschließlich) eine Männer-Diskussion ist als auch bei den SIB-Sitzungen, als auch dem Foto des SoKo-Arbeitsausschusses (wo auch nur eines der vier Mitglieder weiblich ist).

    Wir müssen uns dringend vom exklusiven Antikapitalismus im Titel des Projektes lösen, wenn das Projekt für Feministinnen und AntirassistInnen attraktiv werden soll.

  22. 22 systemcrash 11. Januar 2012 um 20:05 Uhr

    „DGS: Ich schlage massenweise NAO-Plenas(besser als das martiale Plenas der subjektiven Rev.) Oh, bin ich jetzt ein Reformist und Sozialdemokrat, weil ich einen weicheren Namen bevorzuge??)“

    das hat nichts mit weich oder hart zu tun, oder reformist oder nicht reformist.
    „plena der subjektiven revolutionäre“ respektiert die unterschiedlichen politischen positionen der beteiligten kräfte und betont die entscheidene „gemeinsamkeit“: den revolutionären (selbst)anspruch.

    NAO-plena setzt bereits ein bestimmtes mass an politischer vereinheitlichung und ein bestimmtes organisationsverständnis voraus. das wäre eine klassisch sektiererische heransgehensweise! (vereinnahmung in einer „frontorganisation“)

    DGs namensgebung mag etwas hölzern klingen, inhaltlich ist sie aber völlig korrekt

    und was hat „revolutionär“ mit „martial“ zu tun? dass revolutionen auch „gewalt“ implizieren, dürfte unter „radikal-linken“ unstrittig sein. (inwieweit man auch pazifisten integrieren kann, wäre eine sicher interessante frage, aber nicht in der AKTUELLEN situation)

  23. 23 systemcrash 11. Januar 2012 um 20:30 Uhr

    „Ein vorrangig und im Titel sogar exklusiv antikapitalistisches Projekt ist für Feministinnen und AntirassistInnen nicht sonderlich interessant: Das sehen wir sowohl hier im blog, wo das sehr weitgehend (wenn auch nicht ausschließlich) eine Männer-Diskussion ist als auch bei den SIB-Sitzungen, als auch dem Foto des SoKo-Arbeitsausschusses (wo auch nur eines der vier Mitglieder weiblich ist).

    Wir müssen uns dringend vom exklusiven Antikapitalismus im Titel des Projektes lösen, wenn das Projekt für Feministinnen und AntirassistInnen attraktiv werden soll.“

    diese GANZE FRAGE — der zusammenhang von kapitalismus, patriarchat und rassismus — liegt ja noch brach. vlt solltest du, DG, zu dieser frage mal so eine art „programmatischen entwurf“ schreiben. du scheinst da schon ein grosses vorwissen zu haben. wenn du aus arbeitsgründen das nicht schaffst, würde ich sowas auch schreiben. aber bei mir würde das nur ein thesenentwurf werden können. ausserdem glaube ich, dass wir beide uns nicht einig sind, was die KLASSENBASIERUNG der „frauenfrage“ und des rassismus betrifft. da du da die weitergehenden positionen vertrittst, wäre es glaub ich besser, wenn du das machen könntest. ich würde natürlich meinen senf dazu auch abgeben … ;)

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