Die Ausstrahlung von Glaubwürdigkeit und ein Klima von sachlich-argumentativer Debatte ist ebenso wichtig wie das Vorhandensein von klaren programmatischen Prinzipien!

Die Krise des Sozialismus ist in erster Linie eine Glaubwürdigkeitskrise! Die Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit des Sozialismus ist die herausragende Aufgabe der Gegenwart. Das heisst Übereinstimmung von Theorie und Praxis, Sachlichkeit der Argumente und hohes politisches und menschliches Verantwortungsbewusstsein, wird heute weltweit und gnadenlos den antikapitalistischen und sozialistischen Organisationen abverlangt werden; das ist die zu erbringende Leistung, um einer „Renaissance“ des Sozialismus den Weg zu bahnen. Die Krise des Kapitals alleine, und wenn sie noch so tief und heftig ausfällt, wird nicht ausreichen um der Herrschaft des Kapitals ein Ende zu bereiten. Wenn in Griechenland über zehn trotzkistische Organisationen damit beschäftigt sind, sich gegenseitig der Verfälschung des „eigentlichen“ Trotzkismus zu beschuldigen und nicht fähig sind sich zu vereinen, dann ist dies ein aktuelles und für alle sichtbares Beispiel von politischer Verantwortungslosigkeit, die jeden Glaubwürdigkeitsanspruch bereits im Keime vernichtet.

Das NAO-Projekt ist ein Projekt der Vereinigung, ein Projekt der Sammlung, ein Projekt der seriösen sachlichen und undogmatischen Debatte, ein Projekt der klaren Abgrenzung gegen Reformismus und linkem Sektierertum und damit ein Projekt, das an der Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit einer sozialistischen Alternative arbeiten möchte.

Im gegebenen historischen Kontext sollte uns bewusst sein, dass sämtliche Aspekte der Glaubwürdigkeit ebenso wichtig sind wie die Klarheit der programmatischen Prinzipien. Das müsste in der Diskussion im Blog seinen klaren Ausdruck finden, was bisher leider zuwenig der Fall ist. Etliche Diskussionsteilnehmer sind, wie mir scheint, der Illusion verfallen, dass präzis formulierte politische Prinzipien, das korrekte revolutionäre Programm allein oder in erster Linie eine Organisation vor zukünftigen Irrwegen aller Art beschützen würden. Dem ist im realen politischen Leben nicht so. Die sozialistische Weltbewegung des 20. Jahrhunderts ging nicht in erster Linie infolge der mangelnden Klarheit der politischen Programme zugrunde, sondern in viel grösserem Ausmasse infolge der Widersprüche zwischen Theorie und Praxis, infolge der tiefen Gräben zwischen Wort und Tat und dies bei allen relevanten sowohl reformistischen wie revolutionären Strömungen. In der PT konnte man Dutzende von Parlamentariern und Gewerkschaftskader aus der revolutionären Linken sehen, die verbal lupenreine revolutionäre Programme vertraten und dennoch die Entwicklung massiv blockiert haben, sei es durch ihr Caudillioverhalten, sei es, dass sie trotz allem in der Praxis an der „parlamentarischen Krankheit“ in der einen oder anderen Form litten, sei es durch unreifes Sektiererverhalten, sei es durch demagogisches anstatt sachliches Auftreten, sei es durch übertriebenen Narzissmus etc.etc.

Der Ruf nach einer „anderen Art des Politik machen“, den die Zapatistas auf ihrem politischen Höhepunkt um 1996 hervorgehoben haben, müssen wir wieder aufnehmen und weiterentwickeln, denn er ist auch heute noch im Rahmen eines NAO-Projekts von grosser Bedeutung um an die Menschen heran zu gelangen und zwar sowohl im engeren Milieu der subjektiven RevolutionärInnen wie auch im breiteren Milieu der zu gewinnenden Lohnabhängigen.

Eine der schwierigsten Hürden, die uns bei der NAO-Gründung erwartet, vor allem in der Anfangsphase, wird die Erklärungs- und Überzeugungsarbeit sein, wieso es links von der Partei der Linken nochmals eine neue Organisation braucht. Wir werden von allen Seiten heftigstens beschossen werden, Vorwürfe wie „ihr redet doch von Vereinigung der linken Kräfte, aber was ihr tut führt zu einer noch grösseren Zersplitterung, noch grösseren Machtlosigkeit, noch grösseren Ohnmacht …………usw. usf.“ werden nur so auf uns nieder prasseln.

Der Kern unserer Antwort kann nur und muss auf der Glaubwürdigkeitsfrage beruhen: Die Existenz der Partei der Linken ist zwar in gewisser Hinsicht ein positives Faktum (siehe SIB – Initiativtext!) aber als Ganzes ist sie unglaubwürdig in fast allen wichtigen Fragen; sie redet von Sozialismus, sie poltert gegen den Kapitalismus, aber sie verschleudert ihre Kräfte zu 80% in Wahlkämpfe, in Kämpfe um ein paar lausige zusätzliche Mandate, sie trägt regional die räuberischen Sparprogramme mit, sie kommt in die Bewegungen und redet dort vom Volk, das mitreden und aufstehen müsste, aber in ihrem Innern herrscht eine kleine Clique von Parlamentariern und Funktionären, die jedes lebendige Parteileben ersticken…………etc.etc.

Bei näherem Hinsehen repräsentiert die Partei die Linke genau das, was den Sozialismus so in Verruf brachte und ihn so schwächte; nämlich diesen abgrundtiefen Graben zwischen dem was sie sagen und dem was sie schlussendlich tun.

Den Mächtigen, den Bürgerlichen und Reformisten wurde in der Geschichte, Kraft des Gewichts der herrschenden Ideologie in der Gesellschaft, ihre eklatanten Widersprüche immer wieder verziehen, bei den Vertretern des revolutionären Sozialismus jedoch, die an die Menschen so hohe Ansprüche stellen, geschieht dies niemals, sie werden vom Volk an ihren Ansprüchen gemessen, wenn sie ihre Glaubwürdigkeit verspielen, sind sie sehr rasch politisch erledigt.

An dieser Stelle wird vielleicht verständlich, wieso ich allergisch gegen linkes Sektierertum reagiere, weil es, nebst dem allgemeinen Delikt des Weins predigen und dann verschmutztes Wasser auszuschenken, nichts gibt, was die Glaubwürdigkeit einer revolutionären Organisation so nachhaltig untergräbt wie das Sektierertum. Dabei sei scharf differenziert: Linksradikalismus ist nicht dasselbe wie Sektierertum! Prinzipiell gegen jede Wahlbeteiligung sein ist eine ultralinke Position, aber nicht notwendigerweise auch sektiererisch, solange sachlich-inhaltlich argumentiert und basisdemokratische Regeln respektiert werden. Das Übel am Sektierertum ist das Ersetzen der inhaltlichen, sachlich begründeten Argumentation durch die reine Polemik, Demagogie und politische Diffamierung. Ich komm nicht umhin, dies mit einigen Zitaten aus dem Blog zu verdeutlichen:“….man könnte also sagen, die NPA ist ein trotzkistischer tarnverein, wenn ja, wenn die LCR jemals etwas mit trotzkismus zu tun gehabt hätte, hat sie aber nicht.“ Die LCR soll nichts mit Trotzkismus zu tun haben? Gib es da auch nur noch ein Atom von Sachlichkeit? Befinden wir uns da bei den Scholastikern des finsteren Mittelalters? „ …aber diejenigen, die einfach wie ein stier auf ein rotes tuch reagieren, wenn sie begriffe lenin oder leninismus lesen, sollten einfach da gelassen werden, wo sie eh schon sind: im internationalen verein der verschiedenen varianten der sozialdemokratie.“ „…das rote tuch der NAO oder:die versammlung der Lenin-Exorzisten“ Wer den Leninismus kritisiert wird also ruckzuck zu einem Sozialdemokraten und Exorzisten und das, ohne in den zwanzig von ihm geschriebenen Kommentaren mit einem einzigen Wort auf die historisch nachweislich gesicherten konkreten Beispiele, die der Leninismuskritik zugrunde liegen, eingegangen worden ist! Und dann der fulminante Höhepunkt der reinen politischen Diffamation „ NAO = Neue Antikommunistische Organisation !“

Ein/zwei Ausrutscher kann in der Hitze des Gefechts jedem passieren, aber in den Texten des Gen. systemcrash finden sich etwa 50 solcher demagogisch, diffamierender Stellen!

Dazu kann und darf nicht geschwiegen werden, diese Art von Sektierertum ist die pure Antithese des NAO-Projekt! Er hat die volle Freiheit seine orthodoxe Kirche zu gründen, der nur im Moment Kreide fressende Mann muss rausgeschmissen werden. Wir wollen diskutieren, nicht polemisieren! Das ist kein persönlicher Streit, sondern wichtiger Teil des politischen Projekts: denn die Vereinigung eines grösseren Teils der subjektiven RevolutionärInnen oder der radikalen antikapitalistischen Linken kann nur gelingen auf dem Boden einer sachlich-inhaltlichen und solidarischen Diskussionsmethode zwischen den verschiedenen Gruppen, Strömungen und Individuen.

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10 Antworten auf „Die Ausstrahlung von Glaubwürdigkeit und ein Klima von sachlich-argumentativer Debatte ist ebenso wichtig wie das Vorhandensein von klaren programmatischen Prinzipien!“


  1. 1 DGS / TaP 11. Januar 2012 um 14:10 Uhr

    Lieber Tino,

    findest Du es nicht etwas kindisch und langweilig, Systemcrash seine polemischen Ausrutscher vorzurechnen?!

    Und abgesehen davon – Dein Schlußfolgerung aus Deinem Vorrechnen:

    „der nur im Moment Kreide fressende Mann muss rausgeschmissen werden.“

    Leute rausschmeißen aus einer Organisation, die noch gar nicht gegründet ist – das ist dann „eine sachlich-inhaltliche und solidarische Diskussionsmethode zwischen den verschiedenen Gruppen, Strömungen und Individuen“…

    Dito:

    „in ihrem [der Linkspartei] Innern herrscht eine kleine Clique von Parlamentariern und Funktionären, die jedes lebendige Parteileben ersticken…………etc.etc.“

    Was soll denn eine solche personen-bezogene und verschwörungstheoretische („kleine Clique“) Kritik – 70.000 Linkspartei-Mitglieder (und noch mehr WählerInnen), die sich von einer „kleine[r] Clique“ an der Nase herumführen lassen… – ja, sehr sachlich, tiefschürfende Analyse…

    Und – einerseits schreibst Du:

    „Der Ruf nach einer ‚anderen Art des Politik machen‘, den die Zapatistas auf ihrem politischen Höhepunkt um 1996 hervorgehoben haben, müssen wir wieder aufnehmen und weiterentwickeln, denn er ist auch heute noch im Rahmen eines NAO-Projekts von grosser Bedeutung um an die Menschen heran zu gelangen und zwar sowohl im engeren Milieu der subjektiven RevolutionärInnen wie auch im breiteren Milieu der zu gewinnenden Lohnabhängigen.“

    Meines Erachtens ist auch der Zapatismus Teil der zu beendenden langen 90er Jahre; der Gradualismus wird auch nicht dadurch besser, daß der mit Hassi und manchmal sogar bewaffnet auftritt.

    Und andererseits schreibst Du:

    „Die Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit des Sozialismus ist die herausragende Aufgabe der Gegenwart. Das heisst Übereinstimmung von Theorie und Praxis, Sachlichkeit der Argumente und hohes politisches und menschliches Verantwortungsbewusstsein, wird heute weltweit und gnadenlos den antikapitalistischen und sozialistischen Organisationen abverlangt werden“

    Das ist nun allerdings ganz und gar nicht zapatistisch, sondern abgedroschene PolitikerInnen-Sprache. -

    Willst Du Dich nicht vielleicht doch lieber an einer Antwort auf meine Argumente versuchen:

    http://arschhoch.blogsport.de/2012/01/04/die-annaeherung-und-moeglichst-vereinigung-der-subjektiven-revolutionaerinnen-eine-auch-2012-noch-aktuelle-aufgabe/

  2. 2 systemcrash 11. Januar 2012 um 14:22 Uhr

    „Dazu kann und darf nicht geschwiegen werden, diese Art von Sektierertum ist die pure Antithese des NAO-Projekt! Er hat die volle Freiheit seine orthodoxe Kirche zu gründen, der nur im Moment Kreide fressende Mann muss rausgeschmissen werden. Wir wollen diskutieren, nicht polemisieren!“

    alle grossen texte des marxismus sind „POLEMIKEN“ … [laut duden fremdwörterbuch: „literarische oder wissenschaftliche auseinandersetzungen]
    du machst dich einfach nur lächerlich!
    aber nur zu … bin schon sehr gespannt ;)

    ps. bei meiner behauptung, die LCR hatte nie was mit trotzkismus zu tun, waren zwei links angeführt. hast du die gelesen? ich glaube, nein. sonst würdest so einen blödsinn nicht schreiben. es handelt sich um zwei texte der internationalen spartacist tendenz zur geschichte der vierten internationale in den 50er jahren („ursprünge des pabloismus“) und um eine eine „kritische geschichte der ligue communiste“. beide texte sind sorgfältig recherchiert und im hohen masse „sachlich“ und trotzdem — im guten sinne — polemisch.
    ich bin seit über 30 jahren mit dem trotzkismus geistig beschäftigt. wenn du glaubst, mir auf diesem feld was vormachen zu können, bin ich jederzeitig für lernerfahrungen dankbar. aber ich fürchte, da kommt nur heisse luft fürs planschbecken von kindern, die mal „revolution“ spielen wollen.

    übrigens: auf was möchtest du deinen rausschmiss begründen? gibts schon statuten? ;)

    pps. gute polemiker machen ihre gegner mit ARGUMENTEN nieder. ein rausschmiss ist einfach nur bürokratische hilflosigkeit.*

    bei der scholastik ging es um die frage „wieviele englein können auf einer nadelspitze tanzen“. bei der frage, was ist „trotzkismus“ geht es um die frage „was ist revolutionärer marxismus heute“, hat also eine eminent PRAKTISCHE bedeutung. des wegen streiten sich auch ein paar hundert gruppen in der welt um genau diese frage. für einen politikaster wie tino p. mag dies verantwortungslos sein. aber dann könnte man auch mit gleichem recht die spaltung der SDAPR von 1903 oder die gründung der vierten internationale von 1938 als verantwortungslos bezeichnen. DAS ist der unterschied! und ich glaube, die SIB wird sich hüten, sich auf diesen pfad zu begeben. denn es wäre der pfad zur gründung einer kurzlebigen „zwischengruppe“ zwischen LINKSPARTEI und dem „linksradikalen milieu“. sowas kann nicht gutgehen!

    (*ausnahmen wären verstoss gegen statuten in eklatanter weise, verstoss gegen grundlegende moralisch-politische prinzipien, spitzeldienste für den staat, übernahme von positionen, die ausserhalb des „linken diskurses“ stehen)

  3. 3 Tino Plancherel 11. Januar 2012 um 18:06 Uhr

    Lieber DGS
    Ich rechne dem systemcrash nicht einzelne polemische Ausrutscher vor, sondern werfe ihm systematische, dutzendweise politische Diffamierung von Diskussionsteilnehmern und der NAO in diesem Blog vor und einen generalisierten demagogisch-polemischer Stil, der das Klima im Blog vergiftet und der untolerierbar ist und durchaus als Verstoss gegen grundlegende moralisch-politische Prinzipen angesehen werden kann. Und dagegen die Stimme zu erheben und zu protestieren ist nicht kindisch, geschätzter DGS, sondern bitter notwendig. Dass die SIB bei Eröffnung keine Diskussionsregeln festgelegt hat, war eindeutig ein Fehler, ein voraussehbarer Fehler. Fehler passieren immer, ist nicht weiter schlimm, aber wir alle haben die Pflicht, bewusst gewordene Fehler so rasch wie möglich zu korrigieren.
    Der Rausschmiss war nie administrativ, sondern politisch gedacht. Jede politische Strömung hat das legitime Recht sich politisch z. B. gegen das Sektierertum oder den Reformismus abzugrenzen und zu sagen, nein dich wollen wir nicht in dieser Organisation. Da die NAO aber noch keine offizielle Entscheidungsstruktur hat kann niemand Entscheidungen fällen, ausser das SIB bezüglich elementarer Regeln im Sinne des wie unmittelbar weiter. Sollte es aber zu einer Art Vorkonferenz der NAO im Frühling/Frühsommer kommen, wie ich das in einem mail ans SIB vorgeschlagen habe, und an dieser Vorkonferenz im Diskussionsprozess einige vorsichtige Klärungen in Bezug auf das politische Feld in dem sich die NAO bewegen will, abgesteckt werden können, dann stünde die Frage sehr wohl auf dem Tisch, ob sich die NAO von einem trotzkistischen Taliban das ganze Projekt in den Sektensumpf ziehen lässt. Wir müssen bewusst sein, dass der Stil von systemcrash Dutzende oder vielleicht sogar noch mehr von potentiellen Interessenten schreiend davonrennen lässt.

    Bezüglich der Erklärung gegenüber den 70′000 Linkspartei-Mitgliedern hast du recht, natürlich muss das alles viel besser, genauer und pädagogischer erklärt werden. Aber die Clique von Parlamentariern etc mit Millionen, die sie zur Verfügung haben ist kein personelles, sondern ein klassisch strukturelles Problem der Partei.

    An den Zapatistas kann und muss man einiges kritisieren, aber sie haben auch positives geleistet und wo und warum sie den Gradualismus repräsentieren versteh ich nicht.

    Die Frage der Glaubwürdigkeit des Sozialismus und der sozialistischen Strömungen nach allem was passiert ist im 20. Jahrhundert, ist für mich jawohl eine Kardinalsfrage ohne gleichen und ganz und gar nicht eine abgedroschene Phrase, auch wenn das manchmal von bürgerlichen Politikern heuchlerisch aufgeworfen wird.

    Ja ich werde deine Fragen zu deinem Text „Die Annäherung und mögliche Vereinigung…..“ noch beantworten. Das Tempo im Blog ist zum Verzweifeln, man kommt nicht nach:

  4. 4 systemcrash 11. Januar 2012 um 18:18 Uhr

    „Die Frage der Glaubwürdigkeit des Sozialismus und der sozialistischen Strömungen nach allem was passiert ist im 20. Jahrhundert, ist für mich jawohl eine Kardinalsfrage ohne gleichen und ganz und gar nicht eine abgedroschene Phrase,…“

    du verwechselst in klassisch reformistischer manier „sozialismus“ mit „stalinismus“. da bist du bei mir genau an der richtigen stelle. was allerdings trotzkismus mit den taliban zu tun hat, entzieht sich meinem verständnis. aber ehrlich gesagt, ich glaube, du bist eh nur ein schwätzer, der sich gern reden hört. von daher verzichte ich dankend auf weitere erklärungen. ob ich nao mitglied werde oder nicht, ist übrigens eine völlig belanglose frage. wenn sie sich allerdings von vornherein auf eine zentrumsposition festlegt (weil sie die „schreiend davonrennenden“ habe möchte), ist ihr niedergang eh schon beschlossene sache. der wahre totengräber dist DU … nicht ich. aber so grosse politische ambitionen hab ich nicht, du kannst gerne diese spielwiese übernehmen ;)

    viel spass im tino p.lanschbecken ;) !

  5. 5 Mattte 11. Januar 2012 um 18:56 Uhr

    Und täglich grüßt das Murmeltier. Diese Diskussion haben wir doch nun wirklich schon abgehakt: Systemcrash ist an allem schuld. Personenbezogene Debatten werden uns keinen Meter weiter bringen, im Gegenteil, wir fallen jedes Mal mehrere Schritte zurück.
    Wenn Systemcrash ein trotzkistischer Taliban ist, dann wartet bis Spartakist und die PSG diesen Blog entdecken, dann ist wohl der 11. September angesagt. :-D

  6. 6 DGS / TaP 11. Januar 2012 um 19:08 Uhr

    Sagt mal Jungs,

    Tino, bist Du eigentlich in Berlin ansässig?

    Sollten wir vier vllt. mal zu viert ‚was trinken gehen?

    Dann könnten Mattte ich vllt. versuchen, als MediatorInnen zu wirken. ;-)

    Sich mal von Angesicht zu Angesicht gegenüber gesessen zu haben, könnte ja dem Diskussionsklima ganz nützlich sein…

  7. 7 systemcrash 11. Januar 2012 um 19:57 Uhr

    „Sollten wir vier vllt. mal zu viert ‚was trinken gehen?

    Dann könnten Mattte ich vllt. versuchen, als MediatorInnen zu wirken.

    Sich mal von Angesicht zu Angesicht gegenüber gesessen zu haben, könnte ja dem Diskussionsklima ganz nützlich sein…“

    gute idee ;)

    nun ja, emotionen können ja mal hochkochen, und ich weiss, dass mein politischer „stil“ nicht allen passt. ich bin nun mal in der (alten) „spartacist“ tradition gross geworden. und sowas prägt. aber ich finde, mein schreibstil — wenn man mich nicht auf einer PERSÖNLICHEN ebene provoziert — ist schon „glättender“ geworden. oder findet ihr nicht ? ;)

    @Mattte

    sei unbesorgt, PSG und Spartakist KENNEN diesen blog. der PSG wird das mehr oder weniger am hintern vorbeigehen. die SpAD wird irgendwann mal „zuschlagen“ … aber bis dahin muss die initiative noch etwas WACHSEN :)

  8. 8 Tino Plancherel 11. Januar 2012 um 20:10 Uhr

    Ich bin leider sehr weit weg von Berlin, aber irgendwann komme ich schon in Berlin vorbei, für ein Gläschen bin ich immer zu haben.
    Aber Himmel-Sternen- Zwirn, hört auf mit dieser Personalisierung, die Regeln und Methoden der Diskussionskultur, der internen Demokratie, der Demagogie, des inhaltlichen Gehalts der Debatten, Probleme der Diffamierung, der Reife der Diskussion etc. sind politische Probleme und nicht persönliche. Die Personen sind nur Exponenten einer bestimmten Denkrichtung. Matte, die Diskussion hatten wir schon mal, aber das Problem wurde eben noch nicht gelöst. Wenn man die Glut eines Feuerchen nicht richtig löscht, flammt es eben immer wieder auf.

  9. 9 Mattte 11. Januar 2012 um 20:37 Uhr

    @systemcrash

    Mir hat ja schon die Aussage eines Mitglieds von Spartakist bei der Veranstaltung „geht was links von der Linkspartei“ gereicht, als dieser der SAV wegen irgendetwas Verrat an der Arbeiterklasse vorwarf.

    Dass sich die PSG nicht beteiligt, ist nur konsequent, denn sie diskutiert nicht mit Stalinisten und Nicht-Stalinisten sind ja nur in der PSG.

    Man entschuldige mir das kleine Gruppen-bashing.

  10. 10 systemcrash 11. Januar 2012 um 20:52 Uhr

    „Dass sich die PSG nicht beteiligt, ist nur konsequent, denn sie diskutiert nicht mit Stalinisten und Nicht-Stalinisten sind ja nur in der PSG.“

    du hast die sektenlogik ziemlich gut auf den punkt gebracht ;)

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