Nicht die siebenundzwanzigste Kleingruppe

In der neuen SoZ. Sozialistische Zeitung berichtet Manuel Kellner über seine Eindrücke von der Veranstaltung am 3. Nov. in der Berliner Werkstatt der Kulturen mit VertreterInnen isl, des RSB, der SAV und der SIB.

„Am 3.November in Berlin lud die Sozialistische Initiative Berlin (SIB) zu einer Veranstaltung mit der Fragestellung ‚Geht was links von der Linkspartei?‘ ein. Für die SIB saß Michael Prütz auf dem Podium, Jan Weiser für den RSB, Nelly Tegel für die SAV und der Autor dieser Zeilen für die ISL. Thema war die Initiative der SIB für eine breite, radikal linke Organisation und die Zusammenführung der Spektren der radikalen Linken, die hierfür in Frage kommen: angefangen von ‚trotzkistischen‘ Gruppierungen bis hin zu Teilen der Interventionistischen Linken (IL), auf deren Sommercamp die SIB bereits einen Workshop dazu angeboten hatte.
Siebzig bis achtzig Genossinnen und Genossen waren gekommen – die meisten Mitglieder oder enge Kontakte einer Vielzahl von Gruppen, die sich in verschiedener Weise auf die trotzkistische Tradition berufen. (… mehr).“

Siehe auch den Bericht in der jungen Welt zur gleichen Veranstaltung und das bei der Veranstaltung verteilte Flugblatt von RIO.

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5 Antworten auf „Nicht die siebenundzwanzigste Kleingruppe“


  1. 1 systemcrash 01. Dezember 2011 um 19:00 Uhr

    „Der RSB hat ziemlich begeistert auf die Initiative reagiert. Für die ISL gab der Autor zu bedenken, dass derzeit der – gerade auch wahlpolitische – Aufbau einer mit der LINKEN konkurrierenden Partei wohl kaum möglich sei. Nur noch in Brandenburg ist die LINKE in einer Koalition mit der SPD, bundesweit ist eine Regierungsbeteiligung in absehbarer Zeit kaum denkbar. Zudem gab es auf dem Programmparteitag eine Verschiebung des Profils der Partei nach links, der Einfluss der harten «Mitregierer» ist eher eingedämmt. Ein politischer Neuformierungsprozess der Linken müsste zudem über das Zusammenführen von heute revolutionär Gesinnten hinausgehen.

    Von der SIB kam die klare Ansage, eine neue breitere Organisation der radikalen Linken werde sicherlich Mitglieder einschließen, die in der Partei DIE LINKE mitarbeiten und ihre Arbeit in der neuen gemeinsamen Organisation zur Diskussion stellen. Ob der RSB das so akzeptieren würde, ist zweifelhaft. Das könnte noch ein Problem werden.“

    also soviel parlamentarischer kretinismus schlägt doch wirklich dem fass den boden aus. als ob es in der gegenwärtigen situation um eine „wahlpolitische alternative“ ginge…und klar, weil die LINKE nach „links“ geht, kann die radikale linke nix machen…

    bei soviel kleinkariertheit ist es vlt wirklich besser, man betreibt entrismus im darmkanal der LINKEN führung. und die isl ist in der SELBEN organisation wie der RSB …man fasst sich wirklich an den kopp ;)

    http://systemcrash.wordpress.com/2011/11/03/nichts-neues-im-sektenlager/

  2. 2 DGS / TaP 01. Dezember 2011 um 21:56 Uhr

    Manuel:

    „Für die ISL gab der Autor zu bedenken, dass derzeit der – gerade auch wahlpolitische – Aufbau einer mit der LINKEN konkurrierenden Partei wohl kaum möglich sei.“

    „Zudem gab es auf dem Programmparteitag eine Verschiebung des Profils der Partei nach links, der Einfluss der harten «Mitregierer» ist eher eingedämmt.“

    Analytisch hat Manuel damit jedenfalls recht: Wahloptionen stehen jetzt erst nicht zur Diskussion und allein mit dem Wort „Antikapitalismus“, das auch die Linkspartei in Anspruch nimmt, ist kein Profil zu gewinnen.

    Die Differenz, die ich zu dem Text habe, betrifft diesen Satz:

    „Ein politischer Neuformierungsprozess der Linken müsste zudem über das Zusammenführen von heute revolutionär Gesinnten hinausgehen.“

    Das ist eben genau meine Option nicht. Ich will einen Organisation, die die Notwendigkeit eines revolutionären Bruchs klar ausspricht.

  3. 3 systemcrash 01. Dezember 2011 um 22:08 Uhr

    ich glaube, die isl weiss selber nicht, warum die überhaupt noch in der „IV. internationale“ sind … wahrscheinlich aus alter anhänglichkeit… und weil es in der LINKEN so furchtbar ist ;)

  4. 4 jboe 01. Dezember 2011 um 22:59 Uhr

    Vielleicht bedeutet der Satz:

    „Ein politischer Neuformierungsprozess der Linken müsste zudem über das Zusammenführen von heute revolutionär Gesinnten hinausgehen.“

    ganz einfach, dass eine neue Organisation mehr sein muss als der Zusammenschluss schon bestehender Zirkel? Eine Dynamik entwickeln muss, die neue Leute einbezieht?

  5. 5 systemcrash 01. Dezember 2011 um 23:16 Uhr

    eine „dynamik“ ….

    ja, das war auch das lieblingswort von ernest mandel …wo seine jünger heute gelandet sind, sieht man ja ;)

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