Politische Erklärung

„Und dafür,
soll eine Mehrheit der Menschen bereit sein, die Reformfähigkeit der parlamentarischen Demokratie aufzugeben? Ich bitte Euch!!“--- Don (vertreter der „bochumer“)

wenn dies zum spektrum INNERHALB des NAO prozesses gehört, bin ich weg und werde hier nicht mehr posten.
auf einzelne beiträge hier im forum behalte ich mir vor, in MEINEM blog zu schreiben.

ich fordere die SIB hier dringend auf, eine politische (er)klärung herbeizuführen, um schaden vom NAO projekt abzuwenden.

Berlin, 26. November 2011

systemcrash

http://systemcrash.wordpress.com

WAS TUN: PLATTFORM FÜR MARXISTISCHE KONVERGENZ

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14 Antworten auf „Politische Erklärung“


  1. 1 Mattte 26. November 2011 um 17:28 Uhr

    Hallo systemcrash,

    Könntest du bitte den Link zum Zitat angeben, damit man den Zusammenhang nachvollziehen kann?

    Halte es auch für eine kaum tragbare Meinung innerhalb des Projektes. Aber bei jeder Meinungsverschiedenheit an die SIB zu appellieren, sie möge dem Einhalt gebieten, führt uns sicher nicht weiter. Auch kann ich mir kaum vorstellen, dass sowas in der jetzigen Phase irgend einen Schaden anrichten kann. Schließlich führen hier nur eine Hand voll Leute die Diskussion.

    Zum anderen würdest du mit deinem eigenen verschwinden aus der Diskussion, dieser Haltung entgegenkommen, sprich dir ein Eigentor schießen. Also bitte weiter diskutieren!

  2. 2 Heini 26. November 2011 um 18:07 Uhr

    „ich fordere die SIB hier dringend auf, eine politische (er)klärung herbeizuführen, um schaden vom NAO projekt abzuwenden.“

    Lach, du redest ja schon wie ein Vollblut-Berufspolitiker, mithin genauso albern wie der Bochumer, den du zitierst. Die hohe Sache, von der du Schaden abwenden willst, ist nicht die römisch-katholische Kirche oder Bundesrepublik Deutschland, sondern NAO, ein natürlich genauso verehrungswürdiges und unglaublich wichtiges Projekt, das vornehmlich aus den schriftlichen Ergüssen von dir und ein paar anderen Gestalten besteht.

    Mach mal nen Reality-Check.

  3. 3 DGS / TaP 26. November 2011 um 20:40 Uhr

    @ Mattte:

    link zum Zitat:
    http://arschhoch.blogsport.de/2011/11/25/persoenliche-erklaerung/#comment-1008

    „Aber bei jeder Meinungsverschiedenheit an die SIB zu appellieren, sie möge dem Einhalt gebieten, führt uns sicher nicht weiter.“

    Ja, das ginge nicht. Aber bei Fragen, die die „unverhandelbar[en]“ „Schmerzgrenzen“ aus dem „Na endlich“-Papier betreffen, bin ich auch als SIB-Mitglieder sehr daran interessiert, daß alle GenossInnen Klartext reden.

    „Auch kann ich mir kaum vorstellen, dass sowas in der jetzigen Phase irgend einen Schaden anrichten kann.“

    Würde das jetzt hier ein blog zum reformistisch-revolutionären Dialog, dann würde das sicherlich viele GenossInnen, die links von den deutschen Sektionen der IV. Internationale und links von der SAV stehen (und da dürfte ein Großteil der autonom/antiimperialistischen Szene zählen [vgl. Abschnitt 2.), abschrecken.
    Gleichzeitig nach rechts und nach links zu integrieren, dürfte in dem Fall schwierig werden.

    Zu der Frage „Organisation der subjektiven RevolutionärInnen oder neue WASG?“ (vgl. auch dort) müssen sich schon – allein schon aus Arbeitseffektivitätsgründen – alle Beteiligten erklären. Das m.E. unvereinbare Projekte.

  4. 4 Michael Schilwa 26. November 2011 um 23:55 Uhr

    Liebe Leute,

    vielleicht sollten wir alle mal den Fuß vom Gas nehmen.
    Statt pompöse Persönliche (Buchenberg) oder Politische (Systemcrash) „Erklärungen“ abzugeben lieber mal „Heinis“ Anregung zum „Reality-Check“ aufgreifen.

    Aus meiner Sicht sollten 3 Dinge Konsens sein:

    1. Niemand hier plant ein „innertrotzkistisches Projekt“ oder einen revolutionär-marxistischen Kaderkern (außer „Systemcrash, der gleichwohl eingeladen bleibt, den „orthodoxen Flügel“ zu bilden).

    2. Selbstverstänlich geht es hier um den „revolutionären Bruch“.
    Eine „reformistische / gradualistisches Nao“ führte sich selbst ad absurdum (die „Marktlücke“ ist mit LINKE, Attac u.a. bereits gut besetzt).
    Trotzdem gibt es nicht die eine „richtige“ Vorstellung davon, was revolutionär ist und was nicht.
    Diese Erkenntnis ist ja gerade der entscheidende Ansatz zur Überwindung des „deutschen Zirkelwesens“.

    3. Deshalb stimme ich Georgia zu – wir wollen hier keinen „reformistisch-revolutionären Dialog“ führen.
    Das heisst aber m.E. nicht, jede(n) gleich aus dem Blog zu schmeissen, der / die reformistische Thesen äußert.
    Mensch muss ja nicht auf alles antworten.

    Schönen SO wünscht Micha Schilwa

  5. 5 DGS / TaP 27. November 2011 um 0:17 Uhr

    „1. Niemand hier plant ein ‚innertrotzkistisches Projekt‘ oder einen revolutionär-marxistischen Kaderkern (außer ‚Systemcrash, der gleichwohl eingeladen bleibt, den ‚orthodoxen Flügel‘ zu bilden).“

    Ja, kein „innertrotzkistisches Projekt“, auch keinen „revolutionär-marxistischen Kaderkern“.

    Meinetwegen auch gerne unter Einschluß von AnarchistInnen, die den revolutionären Bruch mittragen, aber danach keinen sozialistischen Übergangsstaat wollen, sondern meinen, unmittelbar zu einer staatslosen Gesellschaft übergehen zu können.
    Aber ohne Leute, die sich um die Frage der Verdrängung der Herrschenden von der Staatsmacht und der Zerschlagung des bestehenden Staatsapparates herumdrücken. jboe hat m.E. den BochumerInnen die richtige Frage gestellt: „Ihr macht zwar klar, dass Ihr im Sozilismus keinen vormundschaftlichen ‚Vertretungsstaat‘ wollt – aber was ist mit dem real existierenden bürgerlichen Staat? Sollen wir den einfach ignorieren?“ -

    Meinetwegen auch unter Vermeidung des historisch vorbelasteten Wortes „Kader“ – aber unterhalb einer „Organisation der subjektiv revolutionärer AktivistInnen“ wär’s nicht mein Projekt.

  6. 6 systemcrash 27. November 2011 um 1:36 Uhr

    bliebe immer noch das problem, was ein „subjektiv revolutionärer aktivist“ IST ;)

    …da wären wir wieder bei den fünf SIB essentials … und die bochumer sind RAUS !

  7. 7 systemcrash 27. November 2011 um 1:49 Uhr

    die SIB legt den rahmen für den NAO prozess fest. natürlich könnte ich sagen, ich mache meinen eigenen NAO prozess …aber ich will nicht in einer woche ein burn out syndrom haben.

    wenn der NAO prozess wirklich nur aus ein paar schriftlichen ergüssen besteht (was ich nicht glaube), dann sollten wir wirklich besser alle unsere klamotten nehmen und die zeit, die uns bleibt, einem hemmungslosen hedonismus frönen … aber, wie gesagt, ich glaube, dass da ein POTENTIAL ist --- der erste wichtige und richtige schritt wäre eine politische erklärung zum BRUCH MIT DEN BOCHUMERN.

    wenn der nicht kommt …..werde ich wieder mehr zeit für MEINEN BLOG haben ;)

  8. 8 systemcrash 27. November 2011 um 10:00 Uhr

    „Trotzdem gibt es nicht die eine „richtige“ Vorstellung davon, was revolutionär ist und was nicht.“ — M. Schilwa

    wieviele „richtige“ vorstellungen von „revolutionär“ gibt es denn?

    es gibt sicherlich ein „innerrevolutionäres spektrum“, aber wer nicht mal die SIB essentials erfüllt, gehört sicher nicht dazu !

    http://systemcrash.wordpress.com/2011/11/27/nao-am-scheideweg/

  9. 9 Don 27. November 2011 um 13:48 Uhr

    Hallo,
    meine Formulierung „Reformfähigkeit der parlamentarischen Demokratie“ bezog sich weniger auf das parlamentarische Prozedere,
    als vielmehr auf die Möglichkeit, durch öffentlichen Druck Reformen zu erzwingen. (Beispiel: Atomkraft)

    So oder so, es erleichtert einfach die Arbeit, wenn Initiatoren
    oppositioneller Bewegungen nicht ständig in den Gulags verschwinden.

    Weiterhin würde mich mal interessieren, wie Ihr Euch den
    revolutionären Bruch, also nach Eurer Auffassung wahrscheinlich
    die militante Aneignung der politischen Staatsgewalt, so vorstellt.
    Keine Angst, ich bin nicht vom Verfassungsschutz .

    M.f.G., Don

  10. 10 systemcrash 27. November 2011 um 14:11 Uhr

    „Gleichnis des Buddha vom brennenden haus
    von bert brecht

    Gothama, der Buddha, lehrte
    Die Lehre vom Rade der Gier, auf das wir geflochten
    sind, und empfahl
    Alle Begierde abzutun und so
    Wunschlos einzugehen ins Nichts, das er Nirwana nannte.
    Da fragten ihn eines Tags seine Schüler:
    Wie ist dies Nichts, Meister? Wir alle möchten
    Abtun alle Begierde, wie du empfiehlst, aber sage uns
    Ob dies Nichts, in das wir dann eingehen
    Etwa so ist wie dies Einssein mit allem Geschaffenen
    Wenn man im Wasser liegt, leichten Körpers, im Mittag
    Ohne Gedanken fast, faul im Wasser liegt oder in
    Schlaf fällt
    Kaum noch wissend, daß man die Decke zurechtschiebt
    Schnell versinkend, ob dies Nichts also
    So ein fröhliches ist, ein gutes Nichts, oder ob dies dein
    Nichts nur einfach ein Nichts ist, kalt, leer und
    bedeutungslos.
    Lange schwieg der Buddha, dann sagte er lässig:
    Keine Antwort ist auf euere Frage.
    Aber am Abend, als sie gegangen waren
    Saß der Buddha noch unter dem Brotbaum und sagte den
    andern
    Denen, die nicht gefragt hatten, folgendes Gleichnis:
    Neulich sah ich ein Haus. Es brannte. Am Dache
    Leckte die Flamme. Ich ging hinzu und bemerkte
    Daß noch Menschen drin waren. Ich trat in die Tür und
    rief ihnen
    Zu, daß Feuer im Dach sei, sie also aufforderend
    Schnell hinauszugehen. Aber die Leute
    Schienen nicht eilig. Einer fragte mich
    Während ihm schon die Hitze die Braue versengte
    Wie es draußen denn sei, ob es auch nicht regne
    Ob nicht doch Wind gehe, ob da ein anderes Haus sei
    Und so noch einiges. Ohne zu antworten
    Ging ich wieder hinaus. Diese, dachte ich
    Müssen verbrennen, bevor sie zu fragen aufhören.
    Wirklich, Freunde
    Wem der Boden noch nicht so heiß ist, daß er ihn lieber
    Mit jedem andern vertauschte, als daß er da bliebe, dem
    Habe ich nichts zu sagen. So Gothama, der Buddha.
    Aber auch wir, nicht mehr beschäftigt mit der Kunst
    des Duldens
    Eher beschäftigt mit der Kunst des Nichtduldens und
    vielerlei Vorschläge
    Irdischer Art vorbringend und die Menschen lehrend
    Ihre menschlichen Peiniger abzuschütteln, meinen, daß
    wir denen, die
    Angesichts der heraufkommenden Bombenflugzeug-
    geschwader des Kapitals noch allzulang fragen
    Wir wir uns dies dächten, wie wir uns das vorstellten
    Und aus was ihren Sparbüchsen und Sonntagshosen werden
    soll nach einer Umwälzung
    NICHT VIEL ZU SAGEN HABEN [herv von mir].“

    http://wbk.in-berlin.de/wp_nuss/2007/02/05/bert-brecht-und-das-gleichnis-des-buddha-vom-brennenden-haus/

  11. 11 Don 28. November 2011 um 4:09 Uhr

    @Systemcrash

    Eine noch unpassendere Analogie konntest Du wohl nicht auftreiben?

    Von wegen, draußen könnte es regnen und so weiter.
    Vielleicht will der Buddha die Menschen nur herauslocken…
    und da wartet dann eine Horde uniformierter Gangster, die die
    Menschen dann versklaven oder massakrieren wollen!

    Übrigens, scheint es für Menschen, die selbst eher ungern nachdenken, symptomatisch zu sein, lieber andere für sich
    sprechen zu lassen.

  12. 12 systemcrash 28. November 2011 um 7:28 Uhr

    „Von wegen, draußen könnte es regnen und so weiter.
    Vielleicht will der Buddha die Menschen nur herauslocken…
    und da wartet dann eine Horde uniformierter Gangster, die die
    Menschen dann versklaven oder massakrieren wollen!“

    eben, wem der boden unter seinen füssen noch nicht zu heiss ist, der möge verbrennen (das ist natürlich nur symbolisch gemeint ;) )

    aber worauf es mir ankommt: wir haben ihm NICHT VIEL ZU SAGEN. geh zur LINKEn oder zur SPD (glaube mir, da gibts echt noch „linke“) … und gut is

  13. 13 systemcrash 28. November 2011 um 7:34 Uhr

    und glaube mir, ein passendes zitat zum thema auswählen, erfordert nachdenken … wenn es dann nicht verstanden wird, liegt es möglicherweise am empfänger und nicht am absender … sollteste mal drüber „nachdenken“ ;)

    und wir sollten nicht vergessen, ein revolutionäres programm erfordert „wissenschaftliche einsicht“ in die gesellschaft. eine „meinung“ produzieren kann jeder und eine zeitung mit grossen buchstaben macht das täglich millionenfach. wir wollen hier erst mal nur vlt ein paar hundert hanseln haben, gerade weil es uns nicht um „meinungen“ geht, sondern um HINTER die meinungen zu blicken. das ist natürlich nichts für denkfaule, da hast du schon recht ;)

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