K 3: Verhältnis zur Linkspartei

Hier wird die unter dem Titel „Kontroversen“ – aufgrund einer Anregung von Wal Buchenberg begonnene – Kategorie von Beiträgen fortgesetzt. Zu Themen, zu denen sich bisher unterschiedliche Positionen abzeichneten, werden diese Positionen kurz dargestellt. In den Kommentaren kann diese Diskussion dann vertieft werden. Es steht aber auch weiterhin allen frei, umfassende analytische, programmatische und/oder strategische Diskussionspapiere – als eigenständige blog-Beiträge – zu unserer Debatte beizusteuern.

Kontroverse 3: Verhältnis zur Linkspartei

Hinsichtlich des Verhältnisses einer eventuell neu zu gründenden revolutionären Organisation zur Linkspartei scheint es bisher relativ wenig Kontroversen zu geben.

Im „Na endlich“-Papier wurden, wie mir scheint, drei Eckpunkte benannt: Es soll um eine organisatorische, aber auf absehbare Zeit nicht: wahlpolitische [2]) Alternative zur Linkspartei gehen; es soll auch nicht um ein Bewegungsanhängsel der Linkspartei bzw. gar einer rot-rot-grünen Regierung gehen; aber die Linkspartei soll auch nicht zum neuen Hauptfeind erkoren werden. Diese Eckpunkte lassen sich m.E. aus folgenden Sätzen des Papiers herauslesen, und ich bin mit ihnen einverstanden.

  • „wenn wir nicht oder nicht gut genug erklären können, warum AntikapitalistInnen bei uns und nicht bei der LINKEN mitmachen sollen, können wir gleich wieder einpacken.“
  • „Wenn das Konzept der ‚Mosaik-Linken’ so aussieht, dass die einen in der Regierung ‚Sachzwänge’ exekutieren und die anderen auf der Strasse dagegen protestieren und hinterher setzen wir uns zusammen und reden mal drüber – dann sollten wir uns von derartigen Veranstaltungen lieber fernhalten.“
  • „Auch wenn es nervt, wir sagen es noch mal, eine unsektiererische Politik gegenüber der LINKEN wird die erste und größte Herausforderung für das neue Projekt, so es denn tatsächlich an den Start geht. Natürlich treten wir in Konkurrenz zur LINKEN (sonst bräuchten wir ja gar nicht loslegen), aber nach unserer festen Überzeugung muss das neue Projekt glaubhaft rüberbringen, dass es sich um eine sozusagen ‚solidarische Konkurrenz’ handelt.“

Eine gewisse Verschiebung scheint (inzwischen) insoweit eingetreten zu sein, als die zu gründende Organisation (als Ganzes) zwar keinen Linkspartei-Entrismus betreiben sein soll, aber Doppelmitgliedschaften durchaus akzeptabel ist, wenn die fraglichen GenossInnen auf dem Boden der vielleicht zu gründenden Organisation stehen.

Share and Enjoy:
  • Facebook
  • Twitter
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • email
  • Tumblr
  • Wikio
  • del.icio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • LinkedIn
  • MisterWong
  • MisterWong.DE
  • PDF

2 Antworten auf „K 3: Verhältnis zur Linkspartei“


  1. 1 20 Kontroversen « Neue antikapitalistische Organisation? Na endlich! Pingback am 14. November 2011 um 13:04 Uhr
  2. 2 Zum Stand der Organisierungs- und Programmdebatte « Theorie als Praxis Pingback am 25. November 2011 um 17:57 Uhr
Die Kommentarfunktion wurde für diesen Beitrag deaktiviert.



ORGANISIERUNGSDEBATTE: