Gemeinsame Wiki-Seite

Hallo Leute,
wäre es nicht möglich und sinnvoll, eine gemeinsame Wiki-Seite einzurichten?

Ein Wiki ist ein Hypertext-System für Webseiten, deren Inhalte von den Benutzern nicht nur gelesen, sondern auch online direkt im Browser geändert werden können.
Diese Eigenschaft wird durch ein vereinfachtes Content-Management-System, die sogenannte Wiki-Software oder Wiki-Engine, bereitgestellt. Die bekannteste Anwendung ist die Online-Enzyklopädie Wikipedia, welche die Wiki-Software MediaWiki einsetzt.

Die gemeinsame Wiki-Seite könnte für die kollektive Erstellung von politischen Statements bis hin zu gemeinsam erstellten Programmentwürfen/Programmalternativen genutzt werden.

Gruß Wal Buchenberg

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18 Antworten auf „Gemeinsame Wiki-Seite“


  1. 1 Georg 08. November 2011 um 23:33 Uhr

    Was mich persönlich angeht würde das ganze soweit ich kann unterstützen! Wäre eh mal nötig..

  2. 2 Frank Braun 11. November 2011 um 18:25 Uhr

    Hallo Wal, Hallo Ihr anderen,

    was ist damit für ein Aufwand verbunden – finanziell und per Redaktionsarbeit ? Habe selber keine Vorstellung.

    Gruß
    Frank Braun

  3. 3 Wal Buchenberg 11. November 2011 um 21:40 Uhr

    Hallo Frank,
    die „Redaktionsarbeit“ machen die Leser. Jeder kann einen Text redigieren/ergänzen etc. Die Änderungen bleiben aber nachvollziehbar.
    Ich kenne mich auch nicht im Detail aus. Ein bisschen Know how ist aber nötig, um die Website einzurichten. Ich denke, auch die Software ist kostenlos.
    Jedenfalls ist ein Wiki optimal, um die „Weisheit der Vielen“ zu organisieren.

    Gruß Wal

  4. 4 DGS / TaP 12. November 2011 um 0:17 Uhr

    Ihr Lieben,

    so einfach ist das schon nicht:

    1. Ein Wiki an, dem wirklich alle mitschreiben können, scheint mir für unsere Zwecke nicht geeignet. Es müßte m.E. schon eine Registrierungspflicht geben, sodaß wir Trolle, Nazis, Neoliberale, … rausschmeißen können.
    Der Wiki müßte also administriert werden.

    2. Allein die Software tut es nicht; es bedürfte auch eines Servers, auf dem sie läuft.
    Einen eigenen Server zu betreiben, scheint mir mangels Geld und computertechnischer Fähigkeiten nicht in Betracht zu kommen.

    3. Es gibt provider, bei denen Wikis eingerichtet werden können. Nach einer Recherche, die ich vor einem halben Jahr vorgenommen hatte,
    -- ist es bei den kostenlosen providern nicht möglich, eine Registrierungspflicht festzulegen.
    -- Für Wikis mit Registrierungspflicht entstehen dagegen Kosten.

    4. Wer/welche von den hiesigen SchreiberInnen und LeserInnen hat denn schon mal einen Wikipedia-Artikel bearbeitet oder ansonsten an einem Wiki mitgearbeitet?
    Viele haben schon Schwierigkeiten, mit wordpress (= die Software für diesen blog) zurecht zukommen…
    Das heißt: Ohne in der Lage zu sein, Wiki-Schulungen anzubieten, dürfte das alles andere als eine besonders allgemein zugängliche Sache werden.

    5. Wal, Du schreibst: „Die gemeinsame Wiki-Seite könnte für die kollektive Erstellung von politischen Statements bis hin zu gemeinsam erstellten Programmentwürfen/Programmalternativen genutzt werden.“
    Ich denke: Soweit sind wir auch noch gar nicht. M.E. müßten erst einmal unterschiedliche (und gemeinsame) Positionen offengelegt und elaboriert begründet werden. Das geht m.E. nicht Wege der Detaildiskussion über die Änderung von einzelnen Absätzen, Sätzen und Halbsätzen hin- und zurück.
    Diese Methode würde m.E. genau zu dem führen, was KritikerInnen unseres Projektes ohnehin schon befürchten:
    Dünnbrettbohrerei mit einer Unzahl von Formelkompromissen.

  5. 5 Frank Braun 12. November 2011 um 1:02 Uhr

    Genau darauf wollte ich ja hinaus, liebe Detlef Georgia.

    Ein hinreichend gemeinsamer politischer Ansatz von vornherein ist schon erforderlich. So etwas wie das SIB-Papier oder meinetwegen ein Surrogat dessen sollte es schon sein.

    Dann aber, in der gewählten Arbeitsform, muß Redaktionsarbeit möglich und möglichst leicht sein – an ein sich selbst regulierendes Chaos glaube ich nicht.
    Das gilt gegenüber Beiträgen, die voll Beliebigkeit sind, und natürlich solchen, die dummdreist rechts gestrickt sind und nur ebenso dummdreist provozieren wollen. Das gilt aber auch unter ‚ganz normalen‘ Bedingungen, wenn ‚was stockt oder ein Diskussionsprozeß führt nicht zu einem Resultat oder Ähnlichem.

    Was gibt es für Möglichkeiten neben blogs wie diesem hier ?

    Abzubilden ist ja ein Diskussionsprozeß zu drei bis vier Dutzend Themen (…und vieleicht 30 bis 40 TeilnehmerInnen) mit ganz eigenen inhaltlichen Verläufen und Verlaufsformen, mit Seit- und Que(e)reinseigern, mit einem Höchstmaß an Transparenz. Und bei Zusammenkünften face-to-face (Konferenzen, Projekttreffen) müßte dieses Material eine Art wohlfeilen ‚reader‘ abgeben …
    Ich hielte die blog-Orientierung mit sorgfältiger aktiver Redaktionsarbeit wohl für die beste Lösung.

    Gruß
    Frank Braun, SoKo, Köln

  6. 6 Wal Buchenberg 12. November 2011 um 9:46 Uhr

    Hallo Frank, hallo Detlef Georgia,
    Natürlich müsste eine gemeinsame Wiki-Seite administriert werden. Wem das schon zuviel ist, hat nicht viel vor.
    Natürlich muss man dafür Webspace mieten. Das kostet rund 10 Euro im Monat. Auch das kann nicht das Problem sein.
    Natürlich muss man den Umgang mit einem Wiki auch lernen. Wem das schon zuviel ist, hat nicht viel vor.

    Mag sein, dass einige noch nicht so weit sind für gemeinsame Texte. Aber wir hoffen doch, alle dorthin zu kommen oder nicht? Dass gemeinsame Texte als dünnes Brett enden müssen, ist schwarzseherisches Kaffeesatzlesen.

    Ich bin auch der Meinung, dass als ersten Schritt „unterschiedliche (und gemeinsame) Positionen offengelegt und begründet“ werden. Ich bin jedoch nicht der Meinung, dass dies in und mit diesem Blog möglich ist.
    Dieser Blog ist unübersichtlich und nicht nach Themen geordnet und in der Kommentarfunktion fehlt mindestens die Möglichkeit, dass kommentierter Text in Auszügen wiederholt werden kann.
    Für eine sachbezogene Debatte benötigt man thematische Gliederungen und eine Baumstruktur der Antworten, so dass man sieht, welcher Kommentar sich auf welchen Gedanken bezieht, und nicht alle Kommentare als langer Schwanz untereinanderstehen.
    (Das Marx-Forum hat zum Beispiel so eine Baumstruktur, übrigens mit der kostenlosen Forensoftware „My little Forum“.)

    Gruß Wal

  7. 7 DGS / TaP 12. November 2011 um 10:25 Uhr

    Lieber Wal,

    „Dieser Blog ist unübersichtlich und nicht nach Themen geordnet und in der Kommentarfunktion fehlt mindestens die Möglichkeit, dass kommentierter Text in Auszügen wiederholt werden kann.“

    Du kannst Text vorhergehender Kommentare mit copy und paste zitieren und mit dem „blockquote“-Befehl als Zitat kennzeichnen.

    „Für eine sachbezogene Debatte benötigt man thematische Gliederungen und eine Baumstruktur der Antworten, so dass man sieht, welcher Kommentar sich auf welchen Gedanken bezieht, und nicht alle Kommentare als langer Schwanz untereinanderstehen.“

    Ich muß dagegen leider sagen, daß ich die Struktur des Marx-Forums, wo jeder einzelne Kommentar erst ‚aufgeklapppt‘ werden muß und nie ein gesamten Diskussionsverlauf zu sehen ist, unübersichtlich finde.

    Und zur inhaltlichen Dringlichkeit oder Nicht-Dringlichkeit eines Wikis:
    Ich finde, Euer Bochumer Programm war ein guter Diskussionsimpuls. Aber er zeigt m.E. auch, was bei der Methode ‚Redigierung einzelner Halbsätze‘ und, wenn Texte in erster Linie online und ohne Möglichkeit von vis-a-vis-Diskussionen geschrieben werden, leicht passiert:

    -- Nach meinem Begriffsverständnis ist Euer Programm kein Programm, sondern ein Forderungskatalog.
    -- Es geht aus Eurem Text nicht hervor, auf welcher grundsätzlichen Gesellschaftsanalyse und auf welcher Analyse der aktuellen Lage er beruht, warum es also gerade diese rund 15 Forderungen sein sollen und nicht rund 15 andere Forderungen, die auch nicht falscher sind.

    „Wem das schon zuviel ist, hat nicht viel vor.“

    Also, wir hier in Berlin sind bis zur Vernachlässigung – nun einmal in einer kapitalistischen Gesellschaft bestehender – Erwerbsnotwendigkeit in die Organisierungsdebatte eingespannt.
    Und m.E. stehen Dinge auf der Tagesordnung, die vordringlicher sind als eine weitere Virtualisierung der Diskussion und die diffuse Anspruche von „allen“:
    die persönliche Ansprache von Zusammenhängen und Einzelpersonen, aufgrund deren politischer und theoretischer real life-Aktivitäten vermutet werden kann, daß sie an unserer Debatte interessiert sein könnten; die Organisierung von lokalen Diskussionsveranstaltungen zu unserer Debatte in Städten, wo es bisher keine gab, Intensivierung und Verkontinuierlichung der politisch-praktischen Bündnis-Zusammenarbeit zwischen den Spektren, deren Beteiligung an einer evtl. Organisationsgründung angestrebt wird, usw.

    @ „nicht nach Themen geordnet“:
    Dieser blog hatte von Anfang an eine Suche-Funktion; seit einiger Zeit sind die Artikel auch mit tags verschlagwortet. Auch diese Verschlagwortung müßte fortgesetzt werden…

    Was ich jetzt aber erst einmal machen werde, ist – in Anbetracht Deines Vermissens einer thematisch strukturierten Diskussionsmöglichkeiten –: meinen 10 Punkte-Katalog vom Mai in einzelne blog-Beitrag umwandeln.

  8. 8 jboe 12. November 2011 um 11:19 Uhr

    Wikis sind schon eine tolle Sache – was das im Moment für dieses Projekt bringen soll ist mir allerdings nicht ganz klar. Ich denke, Wikis funktionieren gut, wenn man weiß, wohin man wie will usw. und es um die Koordination der praktischen Umsetzung geht. Wir haben noch eine ganze Menge Diskussion vor uns, für die ein Wiki, meine ich, nicht geeignet ist.

    Nichtsdestotrotz könnten wir es aber probieren (als Ergänzung, nicht als Ersatz für die Debatte in diesem und anderen Blogs). Soweit ich sehe, vergibt wikispaces.com kostenlose accounts, und anders als DG meint, können die Rechte für das Bearbeiten auch verwaltet werden (nicht jeder kann daran herumpfuschen). Nur wenn man ein passwortgeschütztes Wiki haben will (nicht öffentlich im Web einsehbar), muss man bezahlen.

    Hier gibt es eine einfache Erklärung, wie ein Wiki funktioniert: http://www.youtube.com/watch?v=Kl87tJcB4Io

    Hier eine Zusammenfassung der Funktionen von wikispaces: http://www.kibs.ch/wiki/images/b/b7/Wikispaces.pdf

  9. 9 DGS / TaP 12. November 2011 um 11:49 Uhr

    Wie funktioniert denn das Verwalten unterschiedlicher BenutzerInnen-Rechte, wenn es keine Paßwörter gibt?

  10. 10 jboe 12. November 2011 um 12:13 Uhr

    Doch, es gibt Benutzernamen und Passwörter zum Bearbeiten. Es gibt in der kostenlosen Variante keinen Passwortschutz zum Ansehen, d. h. die Seite ist grundsätzlich öffentlich im WWW einsehbar.

    „Bestimmen Sie bei Wiki Permissions, ob alle Internet-Nutzende in Ihrem Wiki schreiben dürfen (Public) oder nur von Ihnen bestimmte Nutzer (Protected). Diese beiden Varianten sind in Ihrer kostenlosen Version enthalten. Für einen geringen Preis können Sie ausserdem wählen, dass die Inhalte Ihres Wikis auch bloss von Personen gelesen werden können, die Sie selbst bestimmen (Private).“

    Quelle: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=wikispaces%20passwortschutz&source=web&cd=2&ved=0CCYQFjAB&url=http%3A%2F%2Fwww.swisseduc.ch%2Fict-kompetenz%2Fwikispaces%2Fdocs%2Fwikispaces_anleitung.doc&ei=uES-Tq3UNcrHsgaIusDzAg&usg=AFQjCNHlFQqBxpZIFKre2RpwR6GK9R5jJw&sig2=hu5s1kvkLFthJNi7e73Mxw&cad=rja

  11. 11 DGS / TaP 12. November 2011 um 12:40 Uhr

    Okay, das wäre dann ja zumindest insofern praktikabel. Blieben noch die Schulungsfrage, die Gefahr der Kleinteiligkeit der Diskussionspunkte, die Auswahl der Themen, zu denen Papiere geschrieben werden sollen, das Verhältnis von virtuellen und real life-Diskussionen und des effektiven Einsatzes unserer begrenzten Zeit- und Arbeitskapazitäten, …. -

    Ich habe jetzt jedenfalls erst einmal die ersten fünf „Kontroversen“-Artikelchen geschrieben (wird dann nach dem Demonstrieren fortgesetzt):

    K 1: Was ist überhaupt der Vorteil einer Organisation?

    K 2: Exklusiver oder vorrangiger Antikapitalismus? Oder aber: Umfassende Revolutionierung aller Herrschafts- und Ausbeutungsverhältnisse?

    K 3: Verhältnis zur Linkspartei

    K 4: Bündnispolitik („Aktionseinheit“ – „Einheitsfront“)

    K 5.a): Lageanalyse – Wessen Krise?.

  12. 12 Pham 13. November 2011 um 15:36 Uhr

    Von wikispaces.com würde ich abraten. Die haben mir mal ein linkes Projekt gelöscht. Schaut mal, ob wikia.com nicht auch für eure Zwecke taugt.

    An der Diskussion in einem Blog sehe ich v.a. drei Mängel: Wie Wal schon sagte, ist ein Thread nur flach. Weit gravierender ist aber, dass die Diskutierenden nicht selbst Themen setzen können, sondern nur ihren Kommentar zu redaktionellen Beiträgen abgeben dürfen, also praktisch auf die Rolle des Leserbriefschreibers reduziert sind. Ein weiterer Mangel ist das Diktat der Aktualität, dem ein Blog die Kommentierenden unterwirft. Aktuell sind nur jene Themen, die auf der ersten Seite und ganz oben stehen. Und ganz oben steht nur das, worüber die Autoren des Blogs gerade geblogt haben. In einem Diskussionsforum bestimmen die Diskutierenden, welches Thema gerade sichtbar ist, indem sie sich in einem Thema zu Wort melden. (gilt leider nicht fürs Marx-Forum ;-) )

    Deshalb benötigt m.E. euer Projekt neben diesem Blog noch zweierlei, ein Wiki, das als Datenbank für Abhandlungen, Forderungen, Erläuterungen aller Seiten (innerhalb des Spektrums, das ihr abdeckt) fungiert, und ein Forum, wo zu allen Themen theoretischen oder politischen Charakters diskutiert werden kann, wo eine kleine Nachfrage eines Außenstehenden genauso willkommen ist wie verschiedene Grundsatzdebatten, die sich in diesem Blog bereits andeuten.

    Ein Forum zu betreiben ist übrigens auch total einfach. Es gibt genügend kostenlose Anbieter.

    Die Gefahr einer „Virtualisierung der Diskussion“ sehe ich nicht, da es in vielen Regionen schlicht nichts gibt, was man virtualisieren könnte. Virtualisierung ist eine Komplementierung und ein Katalysator der Diskussionen außerhalb des Netzes.

  13. 13 Wal Buchenberg 13. November 2011 um 17:52 Uhr

    Hallo Pham,
    meine volle Zustimmung, außer in diesem Punkt:
    Zitat: In einem Diskussionsforum bestimmen die Diskutierenden, welches Thema gerade sichtbar ist, indem sie sich in einem Thema zu Wort melden. (gilt leider nicht fürs Marx-Forum )

    Wenn du im Marx-Forum rechts oben auf „Reihenfolge“ klickst, werden die Threads nach den aktuellsten Antworten sortiert.
    Wenn du nochmals auf „Reihenfolge“ klickst, werden die Beiträge wieder nach Abfolge der eingestellten Threads sortiert.

    Gruß Wal

  14. 14 systemcrash 13. November 2011 um 18:02 Uhr

    zur technischen seite der angelegenheit kann ich mich nicht äussern. würde mich aber auch den ausführungen von Pham anschliessen.

    obendrein fände ich es gut, wenn es eine facebook gruppe gäbe für interessenten des NAO projektes

  15. 15 Robert Schlosser 15. November 2011 um 19:31 Uhr

    hallo detlev georgia,
    du schreibst über das „bochumer programm“:

    „— Nach meinem Begriffsverständnis ist Euer Programm kein Programm, sondern ein Forderungskatalog.
    -- Es geht aus Eurem Text nicht hervor, auf welcher grundsätzlichen Gesellschaftsanalyse und auf welcher Analyse der aktuellen Lage er beruht, warum es also gerade diese rund 15 Forderungen sein sollen und nicht rund 15 andere Forderungen, die auch nicht falscher sind.“

    offensichtlich hast du weder meine knappen begründungen noch den verlauf der diskussion im marx-forum zur kenntnis genommen. diese stellungnahme zum „bochumer programm“ schließt nahtlos an an den „auseinandersetzungen“ mit meinen beiden krtik-papieren. ich bin schon jetzt gespannt, welche ebenso richtigen alternativen du etwa zu forderungen wie: 30-stundenwoche, rente mit 60, selbstverwaltung der versicherten, kommunalisierung und demokratisierung der energieversorgung etc. auf grund eurer analyse der aktuellem lage entwickeln wirst. eine ernsthafte auseinandersetzung sieht anders aus! ich verspüre im übrigen wenig lust, wieder „nachzufassen“ und dich hier mit der nase auf einige meiner argumentationen zu stoßen. wer nicht will, der hat schon und eine optimale gestaltung des „diskussionsprozesses“ im netz erübrigt sich.

    gruß
    robert schlosser

  16. 16 DGS / TaP 18. November 2011 um 11:27 Uhr

    Lieber Robert,

    mir scheint Du, verstehst die Ebene meines Einwandes miß.

    Ich behauptete ja nicht, Ihr hättet Euch mit Eurem Vorschlag nichts gedacht.

    Ich kritisere vielmehr, allein das Resultat des Denkens, also: den Forderungskatalog, als „Programm“ zu bezeichnen.

    Es ist doch alles andere als praktisch den Forderungskatalog als Programm auf der Straße zu verteilen und dazu zu sagen: „Um zu erfahrem, was wir uns bei unseren 15 Forderungen denken, müßt Ihr Euch durch die Baumstruktur des Marx-Forums klicken und außerdem auf einer anderen web-Seite noch einen Artikel von Robert Schlosser lesen, über dem aber steht: ‚Die folgenden Erläuterungen drücken nur meine persönliche Meinung aus und repräsentieren keinesfalls die Meinung derjenigen, die diesen Vorschlag entwickelt, im Marx-Forum diskutiert und unterschrieben haben.‘.“

    Du schreibst:

    „ich bin schon jetzt gespannt, welche ebenso richtigen alternativen du etwa zu forderungen wie: 30-stundenwoche, rente mit 60, selbstverwaltung der versicherten, kommunalisierung und demokratisierung der energieversorgung etc. auf grund eurer analyse der aktuellem lage entwickeln wirst.“

    Da wirst Du Dich noch eine ganze Weile gedulden müssen, denn ich halte es überhaupt nicht für sinnvoll, bereits jetzt in diesem kleinen Kreis eine Programmdiskussion zu führen. Vorher ist m.E. dreierlei notwendig:

    1. Eine Ausweitung des an der Diskussion beteiligten Spektrums in feministische, (post)autonome und (post)antiimperialistische Richtung.

    2. Die Schaffung einer demokratischen Organisationsstruktur.

    und

    3. Eine Einigung über die theoretischen Grundlage, die dem Programm zugrundegelegt werden sollen, und über die theoretischen Kontroversen, die beim Programmschreiben vorerst ausgespart werden sollen.

    Aber um Deine Neugierde zumindest ein bißchen zu befriedigen:

    Warum verdient die „Trennung von Staat und Kirche“ eine solche herausgehobene Erwähnung?! Weil der Papst gerade zu Besuch war, als Ihr das Programm geschrieben hattet? Nicht, daß ich gegen die Forderung wäre – aber warum nicht bspw. auch rundfunk-, hochschul- oder netzpolitische Forderungen?!

    Auf die Geschlechtsblindheit Eures Programms wies ich schon in meinen ersten Anmerkungen hin. Dabei wäre aber eine Entlastung von Frauen von Haus-, Erziehungs- und Pflegearbeit und überhaupt ein Abbau der geschlechtshierarchischen Arbeitsteilung zentral, um zu einer größeren Einheit der Klasse der Lohnabhängigen zu kommen. Warum gibt also in Eurem Programm bspw. keine Quotierungsforderung?

    Dito hinsichtlich der rassistischen Spaltung der Klasse der Lohnabhängigen.

    Und was das Problem an der Kommunalisierung ist, sprichst Du ja in Deinem trend-Artikel mittels Engels-Zitat selber an:

    „Nur muss die Sache so eingerichtet werden, dass die Gesellschaft … das Eigentum an den Produktionsmitteln behält und so die Sonderinteressen der Genossenschaft, gegenüber der Gesellschaft im Ganzen, sich nicht festsetzen können.“

    Wenn das Programm auf die LeserInnen nicht den Eindruck der Blauäugigkeit machen soll, dann muß m.E. dieses Problem im Programm selbst angesprochen werden – nicht als Verweis auf einen Artikels eines einzelnen Ko-Autors des Programms.

  17. 17 systemcrash 18. November 2011 um 11:47 Uhr

    aber DG, wie kannst du den artikel von robert schlosser im marxforum nicht zur kenntnis nehmen. so eine majestätsbeleidigung aber auch ;)

    „ich verspüre im übrigen wenig lust, wieder „nachzufassen“ und dich hier mit der nase auf einige meiner argumentationen zu stoßen. wer nicht will, der hat schon und eine optimale gestaltung des „diskussionsprozesses“ im netz erübrigt sich.“

    so reden „intellektuelle“ kleinbürger über „stilfragen“ ;) … und meinen ihre zart besaitete seele

  18. 18 DGS / TaP 18. November 2011 um 11:56 Uhr

    Na gut. Aber – Du vielleicht ausgenommen –: Wir sind ja hier alle räsonnierende KleinbürgerInnen. Ich bin ja auch angekratzt, daß die BochumerInnen bisher nicht auf meine Gradualismus-Kritik geantwortet haben. ;-)

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