Do., 3. Nov. – Disk.-VA: „Was geht links von der Linkspartei?“

Am Donnerstag, den 3. November ab 19 Uhr werden in der Werkstatt der Kulturen Linke, die innerhalb der Linkspartei organisiert sind, und Linke, die außerhalb der Linkspartei organisiert sind, (Un-) Sinn und Chancen des auch hier im blog zur Diskussion stehenden neuen revolutionären Organisierungsprojektes diskutieren.

Teilnehmen werden:

Manuel Kellner, isl (Internationale Sozialistische Linke; http://www.islinke.de/)

Jan Weiser, RSB (Revolutionär Sozialistischer Bund; http://www.rsb4.de/)

Nelli Tügel, SAV (Sozialistische Alternative; http://sozialismus.info/)

Michael Prütz, SIB (Sozialistische Initiative Berlin; http://arschhoch.blogsport.de).

Mehr Infos: http://arschhoch.blogsport.de/2011/10/14/geht-was-links-von-der-linken/.

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25 Antworten auf „Do., 3. Nov. – Disk.-VA: „Was geht links von der Linkspartei?““


  1. 1 Wal Buchenberg 27. Oktober 2011 um 13:46 Uhr

    Hallo Leute,
    Das liest sich wie das Fernsehprogramm der nächsten Woche.
    Wäre es nicht sinnvoll, hier wenigstens die strukturierten Themen/Fragestellungen aufzulisten, die die Veranstalter für wichtig/sinnvoll halten und zu denen die Teilnehmer Stellung nehmen (müssen).

    Oder soll alles so ablaufen wie im deutschen Fernsehen?

    Gruß von Wal Buchenberg

  2. 2 Marxist 27. Oktober 2011 um 21:46 Uhr

    Wal Buchenberg ist doof und stinkt.

  3. 3 Neoprene 27. Oktober 2011 um 21:58 Uhr

    Den „Marxist“ sollte man für den Georg-Büchner-Preis vorschlagen. Wenigstens!

  4. 4 Marxist 27. Oktober 2011 um 22:05 Uhr

    „Er gilt trotz seines schmalen Werkes als einer der bedeutendsten Literaten“ – :) Danke!

  5. 5 Leninist 28. Oktober 2011 um 12:16 Uhr

    Benimm dich, Marxist. Wal Buchenberg hat gute Beiträge bei Indymedia geleistet:

    http://de.indymedia.org/2003/11/67053.shtml

    Er ist auch sonst übrigens niemals eingeschnappt

    http://de.indymedia.org/2005/10/129460.shtml

    Und hält Versprechen konsequent durch:

    „Abschied von Indymedia
    Wal Buchenberg 03.10.2005 20:23″

    „Titel: Eine andere Staatskritik I.
    AutorIn: Wal Buchenberg
    Datum: 2005.11.21 01:11″

    Er ist auch sehr diskussionsfreudig: Er findet kritische Beiträge auf seinem Forum so gut, dass er sie erst einmal ganz für sich behält… das ist schon so ein Frosch.

  6. 6 Neoprene 28. Oktober 2011 um 14:01 Uhr

    Es erschließt sich mir nicht, was der Hinweis auf Wal’s indymedia-Position oder wie leicht der eingeschnappt reagiert, usw. irgendwas zu tun hat mit seinem Anfangspost hier. Da hat er doch etwas angemahnt, was sich die diversen Veranstaltungsteilnehmer auch schon selber hätten überlegen können.

    Aber eben nur, wenn sie wirklich an einer ernsthaften Auseinandersetzung, gegebenenfalls auch Klärung interessiert wären. Aber man muß kein Prophet sein, um schon jetzt zu sagen, daß das angekündigte Meeting in dieser Hinsicht wohl nicht sonderlich viel weiter führen wird. Aber vielleicht kommt da ja doch der eine oder ander Phönix aus seiner trotzkistischen Asche wieder hoch und breitet seine überzeugenden Schwingen aus.

  7. 7 DGS / TaP 28. Oktober 2011 um 14:10 Uhr

    Dieser blog im allgemeinen und dieser Beitrag im besonderen dienen weder dazu, über indymedia zu diskutieren noch Privatfehden mit Wal Buchenberg auszutragen, sondern der „Debatte zur Neugruppierung der radikalen Linken“.

    Wer/welche dazu etwas beitragen will, kann dies – gerne auch in kritischer, zustimmender oder weiterführender Auseinandersetzung mit den Diskussionsbeiträgen von Wal Buchberg – gerne tun.

  8. 8 DGS / TaP 29. Oktober 2011 um 18:00 Uhr

    Lieber Wal,

    nachdem Rücksprache mit den anderen SIB-Mitgliedern sowie den ReferentInnen teils Zustimmung, zum anderen Teil jedenfalls keinen Widerspruch ergab, gebe ich dann hier schon mal – Deinem Vorschlag folgend – meine Fragen bekannt, die ich den ReferentInnen stellen werde

    Frage 1:
    Unser Thema lautet ja heute „Geht was links von der Linkspartei?“. Dies macht es vielleicht sinnvoll und notwendig, zunächst kurz über die Linkspartei zu sprechen: Was geht (nicht) in der Linkspartei? Welche Optionen verfolgt Ihr in Bezug auf die Linkspartei?
    Antwort-Reihenfolge: isl, SIB, SAV, RSB

    Frage 2:
    Die SIB schlägt nun vor, eventuell eine Alternative zur oder neben der Linkspartei zu gründen. Micha, kannst Du zunächst einmal darstellen, warum Ihr in diesem Spektrum etwas Neues für notwendig haltet. Es ist ja nicht so, daß es da bisher nichts gäbe. Es gibt die Autonomen, es gibt die DKP, es gibt die MLPD und lauter kleinere Gruppen und Spektren. Warum reicht das Eures Erachtens nicht? Und was wollt Ihr statt dessen?
    Und ich wüßte danach gerne von SAV, RSB und isl was Ihr von dem SIB-Vorschlag haltet.

    Frage 3:
    Kommen wir vielleicht noch mal auf die Linkspartei zurück. isl und SAV arbeiten in der Linkspartei mit; RSB und SIB tun dies nicht. Zunächst eine Frage an SIB und RSB. Heißt das, daß es für die Organisation, die Euch vorschwebt, einen Unvereinbarkeitsbeschluß bzgl. Linkspartei-Mitgliedschaften geben soll?
    Und eine zweite Frage auch an SAV und isl: Anfang der 80er Jahre spaltete sich der Kommunistische Bund (KB): Die sog. Fraktion Z um Rainer Trampert, Thomas Ebermann und Jürgen Reents ging in die Grünen und verzichtete bald auf eine eigenständige Öffentlichkeitsarbeit als Fraktion. Die Mehrheit des KB konzentrierte sich auf die eigene Zeitungsarbeit, bei der auch die Grünen kritisch gewürdigt wurden, und Arbeit in sozialen Bewegungen; aber einzelne KB-Mitglieder waren auch Mitglieder der Grünen Partei.
    Wäre das nicht eine Option, mit der die unterschiedlichen Optionen von SIB und RSB einerseits und zumindest SAV andererseits in Bezug auf die Linkspartei überbrückt werden könnten? Die isl ist ja, abgesehen von der SoZ, kaum eigenständig in sozialen Bewegungen präsent; die SAV aber schon. D.h.: Die SAV erkennt ja praktisch an, daß es nicht nur eigenständige Strukturen, sondern auch eine eigenständige politische Praxis unabhängig von den Mehrheitsbeschlüssen der Linkspartei geben muß.
    Warum sieht das die isl anscheinend eher nicht so? Und: Warum mag sich die SAV nicht auf den SIB- und RSB-Vorschlag der Bildung einer gemeinsamen Organisation einlassen – mit der Maßgabe, daß die dann ehemaligen SAV-Mitglieder als eine Strömung innerhalb der neuen Organisationen agieren, die gleichzeitig innerhalb der Linkspartei aktiv ist?

    Frage 4:
    Ein paar strategische und inhaltliche Differenzen zwischen Euren vier Gruppen sind jetzt schon angedeutet worden, die auch unabhängig von Euren unterschiedlichen Haltungen zur Linkspartei bestehen.(*) Könnt Ihr diese Differenzen bitte noch ein bißchen erläutern – aber bitte so, daß auch Nicht-TrotzkistInnen wie ich verstehen, worum es geht und warum diese Differenzen, die zum Teil weit zurückliegende historische Ereignisse betreffen, teils weit in die Zukunft vorausgreifen, hier und heute und in den nächsten Jahren einer gemeinsamen politischen Organisation – selbstverständlich mit Fraktionsfreiheit – entgegenstehen?

    (*) Die Formulierung antizipiert die Antworten, mit denen ich auf Frage 1 bis 3 rechne.

    Die Antworten der ReferentInnen sollen pro Frage und Person nicht länger als drei Minuten sein, sodaß wir die Diskussion nach ca. 1 Stunde ins Publikum öffnen können (dabei soll es logischerweise ebenfalls keine Referate, sondern Kurz-Statements geben); nach jeweils ca. 6 Redebeiträgen zurück auf’s Podium.

    Quotierte Redeliste: Frau – Mann; Frau – Mann; usw. – Trans-Wesen gehen zulasten der Männerplätze.

  9. 9 Klaus 30. Oktober 2011 um 11:30 Uhr

    Warum werden denn die Trans-Wesen quasi den Männern zugeschlagen. Damit werden sie doch ungefragt vermännlicht. Wäre nicht eine Quotierung Frau-Transwesen-Mann, Frau-Transwesen-Mann besser?

  10. 10 DGS / TaP 30. Oktober 2011 um 12:39 Uhr

    Weil’s ohnehin ein paar mehr Frauen als Männer gibt und deshalb eine genaue 50:50-Quotierung nicht ausreichend ist,
    und weil wir zweitens weiterhin in einem Patriarchat leben, sodaß eine gesonderte Berücksichtigung von trans* m.E. nicht die affirmative action zugunsten von FrauenLebsen abmildern, sondern das Gegengewicht zum Patriarchat verstärken sollte.

  11. 11 Klaus 30. Oktober 2011 um 14:45 Uhr

    Tut mir leid, versteh ich nicht. Was ist denn „affirmative action“? Wieviele Transwesen gibts denn so? Wäre gut das zu wissen, wegen zukünftiger Quotenregelungen.

  12. 12 DGS / TaP 30. Oktober 2011 um 18:09 Uhr
  13. 13 systemcrash 31. Oktober 2011 um 22:59 Uhr

    ich denke, man sollte die erwartungen nicht zu hoch schrauben. es ist schon viel gewonnen, wenn man miteinander wirklich diskutiert und ein prozess des hinterfragens der eigenen politischen existenz beginnt. diese veranstaltung ist nur ein kleiner baustein von vielen, die noch nötig sind, um einen neugruppierungsprozess in gang zu setzen. dass eine überwindung des sinnlosen linken sektenwesens dringend notwendig ist, kann kein ernsthafter militanter bestreiten. viel schwieriger wird es sein, eine solide programmatische basis zu schaffen, die der eigenen messlatte des „antikaptitalistischen systembruchs“ (ich würde ja eher „transkapitalistisch“ vorschlagen ;) ) genügt und trotzdem noch genügend spielraum für unterschiedliche strömungen und tendenzen lässt. ich glaube, dass solch eine politische organisation möglich ist. ihr entstehen ist aber nicht nur eine frage theoretisch-programmatischer einigungen, sondern auch eine frage, inwieweit man bereit ist, den eigenen „linken“ (organisations-)egoismus zu überwinden ;)

  14. 14 systemcrash 04. November 2011 um 10:25 Uhr
  15. 15 Wal Buchenberg 04. November 2011 um 11:14 Uhr

    Hallo Systemcrash:
    vielen Dank für schnellen deinen Bericht von der SIB-Veranstaltung.
    Als Reaktion auf die Veranstaltung forderst du einen „Fragenkatalog“ ein.
    Zitat: „dass es dringend notwendig ist, einen katalog aufzustellen, welche fragen eine klärung zwingend bedürfen und welche erst mal offen gelassen werden können.“
    So einen Fragekatalog halte ich weder für machbar noch für zielführend. Welche Fragen wichtig sind, kann nur sagen, wer schon eine Vorstellung von den Antworten hat. Wer keine Antworten hat, kann so einen Fragekatalog nicht erstellen. Ein Fragekatalog ist auch nicht zielführend, weil man als aktiv Eingreifender Antworten benötigt und keine Fragen.
    An der SIB kritisierst du: „…die essentials der SIB … sind einfach zu wenig“
    Aber dann fällst du in die Konsumenthaltung und forderst von anderen, wozu sie offenbar nicht in der Lage sind:
    Zitat: „aber um so wichtiger ist es, dass die SIB sagt, welche fragen sie für klärungsfähig hält und mit welchen kräften sie gedenkt, diese aufgabe(n) anzugehen“

    Meine Bitte an dich und mein Vorschlag an alle anderen:
    1. Hört auf, Fragen zu stellen. Jeder stelle seine eigenen Antworten vor.
    2. Jeder studiere die gegebenen Antworten der anderen, prüfe sie und kritisiere sie. Dann sehen wir was Bestand hat und wo unsere Gemeinsamkeiten liegen (können).

    Eine vorliegende Antwort ist das Bochumer Programm. http://www.marx-forum.de/sozialismus/Bochum.pdf
    Bisher hat nur die Kölner Soko sich mit dieser Antwort befasst.

    Gruß Wal

  16. 16 systemcrash 04. November 2011 um 18:03 Uhr

    hallo Wal

    ich bin schon der meinung, dass die SIB da in einer besonderen verantwortung steht, denn sie hat die debatte initiert.
    mit konsumentenhaltung hat das wirklich nichts zu tun ;) .
    ausserdem sind die genossen der SIB keine politischen neulinge. sie kommen (meist) aus einer genau bestimmbaren tradition.
    sicher hast du recht, dass bei fragen schon antworten antizipiert sein müssen, aber auch antworten sind keine in stein gehauenen endweisheiten, sondern unterliegen selbst wieder einer dialektik. darum entspricht es guter marxistischer tradition, von sozialer frage, russischer frage etc pp zu sprechen. damit ist ja dann auch nicht gemeint: „sorry, wir wissen es leider auch nicht“, sondern damit soll ein (gesellschaftlich-historisches) problemfeld umrissen sein.
    ein „fragenkatalog“ wäre also in diesem sinne ein vorstadium eines programmentwurfs.(man denke an engels, „grundsätze des kommunismus“)
    also die aussage „ein eingreifender benötigt antworten“ weist daher mangelnde gedankliche tiefe aus und muss daher als „unkritisch“ bezeichnet werden.in wirklichkeit ist die dialektik von frage und antwort selbst ein produkt der gesellschaftlichen praxis und strebt zu einer kongruenz mit der theorie, die aber niemals eine absolute sein kann.

    ich glaube der SIB, wenn sie sagt, sie möchte den diskussionsprozess nicht mit zu vielen vorgaben belasten.
    aber sie sollte dann wenigsten die punkte genauer bestimmen, die sie für essentials hält.
    ihre 5 punkte sind definitiv zu unkonkret.(in DEM punkt hatt die SAV leider recht und sie hat ja dann auch genau in diese kerbe gehauen)

    -------------
    das „bochumer programm“ weist die typisch sozialdemokratische trennung von minimal- und maximalprogramm aus, und fällt damit hinter die theoretischen errungenschaften der ersten vier weltkongresse der komintern.
    ich bin noch trotzkist genug, um diese mini-max trennung vehement abzulehnen ;)
    der sinn eines revolutionären programms kann nur der sein, die „tagesfragen“ mit der frage der eroberung der Macht durch das proletariat zu verbinden.

    sicher ist das proletariat von marx nicht mehr das proletariat der metropolen des 21 jhds…aber ein wenig arbeit müssen wir halt auch noch leisten und nicht alles aus den klassikern ablesen … soviel noch mal zum thema „konsumentenhaltung“ ;)

    rote grüsse
    systemcrash (http://systemcrash.wordpress.com)

  17. 17 Wal Buchenberg 04. November 2011 um 19:50 Uhr

    Hallo Systemcrash,

    Die Initiative der SIB hat von allen Seiten Prügel bezogen, und es scheint doch etwas Nützliches in Gang zu kommen. Dann zu sagen: Der SIB stehe programmatisch in besonderer Verantwortung, denn er hat die Debatte initiiert, das halte ich doch für eine Couchpotate-Position. Das ist Konsumentenhaltung und nichts sonst.

    Von „sozialer Frage“ zu sprechen ist ein ärgerliches Unding, das schon von Marx kritisiert wurde. Ja, es wird damit „ein Problemfeld“ umrissen, aber der Sprecher vermeidet tunlichst eine klare Positionierung.

    Wenn dir die 5 Punkte des SIB nicht genügen (mir genügten sie auch nicht), dann sag doch bitte, was dir fehlt und was du ergänzt sehen möchtest.

    Dein Urteil, das „Bochumer Programm“ falle „hinter die theoretischen Errungenschaften der ersten vier Weltkongresse der Komintern zurück“ wäre in jedem linken Comedy-Sketch ein Saalbrüller.

    Jedenfalls meinst du ja zu wissen, was „Sinn eines revolutionären Programms“ ist. Darum nochmals meine Bitte: Schreib auf, was deiner Meinung nach heute in ein revolutionäres Programm reingehört, anders kommen wir nicht weiter.
    Und da dir die „ersten vier Weltkongresse der Komintern“ so wichtig sind, dann könntest du ja von deren Programm was abschreiben. In jedem Falle sind heute Antworten nötig, nicht Fragen. Das gilt für die sozialen Bewegungen ebenso wie für die Organisierung der Linken.
    Falls du aber dein Programm und deine Partei schon hast, dann solltest du das offenlegen und nicht hier den Heckenschützen spielen, der an einem Erfolg dieses „Unternehmens“ gar nicht interessiert ist.

    Gruß Wal

  18. 18 systemcrash 04. November 2011 um 20:02 Uhr

    zum thema eines „arbeitsplans“ für die NAO initiative habe ich mich bereits in meinem blog geäussert:

    http://systemcrash.wordpress.com/2011/06/06/thesen-zum-aufbau-einer-antikapitalistischen-organisation-in-deutschland/

    zum thema „comedy sketch“ siehe meine antwort auf michael schilwa im artikel „stellungnahme von RIO“

  19. 19 systemcrash 04. November 2011 um 20:20 Uhr

    @Wal: ausgerechnet derjeniege, der vehement „antworten“ einfordert, wird zum skeptiker, wenn er eine antwort bekommt … irgendwas scheint da nicht zusammenzupassen ;)

    ich habe keine „partei“, aber schon ein programm. das übergangsprogramm der vierten internationale leo trotzkis (die mit der mandelianischen „internationale“ nichts gemein hatte).
    und ja, es könnte auch eine aktualisierung bekommen :)

    ich bin sehr wohl interessiert am erfolg dieser initiative, glaube aber, dass sie nur dann bestand haben kann, wenn sie sich klar auf die grundlage des revolutionären marxismus. und da habe ich allerdings zweifel an einigen protagonisten.
    wenn du so willst, werbe ich für einen trotzkistischen flügel in der NAO. wenn du das als „heckenschützentum“ bezeichnen willst, kann ich damit gut leben … als trotzkist ist man sonst ganz andere schimpfworte gewohnt ;)

  20. 20 systemcrash 04. November 2011 um 20:21 Uhr

    in der 6. zeile fehlt das wort „stellt“

    sorry :)

  21. 21 DGS / TaP 04. November 2011 um 20:33 Uhr

    @ systemcrash – 04. November 2011 um 10:25 Uhr:

    Diesen Kommentar hatte ich heute Mittag bei Systemcrash gepostet; er ist dort aber noch nicht freigeschaltet:

    Vielen Dank für den Bericht. – Eine Kleinigkeit nur:

    „ursprünglich war das konzept der veranstaltung, dass zu vier fragenkomplexem eine runde des podiums stattfinden sollte und hinterher sollte dann die allgemeine diskussion im plenum stattfinden. allein die erste runde, die eigentlich das thema LINKSpartei behandeln sollte, dauerte allein schon eine stunde und es wurde auch noch eine reihe anderer politischer fragen aufgeworfen.“

    Da ich die Veranstaltung moderierte hatte, möchte ich schon darauf hinweisen, daß es nicht ganz aus dem Ruder gelaufen ist:
    Frage 1, 2 und 4 (s. http://www.trend.infopartisan.net/trd1111/t271111.html) hatte ich gestellt und wurden beantwortet (dafür brauchten wir knapp eine Stunde); Frage 3, die eigentlich auch noch in die Stunde hatte passen sollen, hatte ich ausgelassen, da sich ohnehin schon herausgestellte hatte, daß die Frage des Linkspartei-Entrismus nicht der entscheidende Differenzpunkt ist:
    auch innerhalb von isl und SAV gibt es Mitglieder, die nicht gleichzeitig Linkspartei-Mitglieder sind. -

    Dadurch hatten wir dann Zeit, uns ausführlicher mit meiner vierten Frage zu beschäftigen: „Ein paar strategische und inhaltliche Differenzen zwischen Euren vier Gruppen sind jetzt schon angedeutet worden, die auch unabhängig von Euren unterschiedlichen Haltungen zur Linkspartei bestehen. Könnt Ihr diese Differenzen bitte noch ein bißchen erläutern – aber bitte so, daß auch Nicht-TrotzkistInnen wie ich verstehen, worum es geht und warum diese Differenzen, die zum Teil weit zurückliegende historische Ereignisse betreffen, teils weit in die Zukunft vorausgreifen, hier und heute und in den nächsten Jahren einer gemeinsamen politischen Organisation – selbstverständlich mit Fraktionsfreiheit – entgegenstehen?“

    Daraus ergab sich dann der – m.E. richtige – Hinweis der SAV, daß eine revolutionäre Organisation mehr Gemeinsamkeit benötigt als die 5 SIB-Essentials (darüber berichtest Du ja).
    Von SIB-Seite wurde darauf geantwotet, daß die 5 Essentials ja nicht das vollständige Programm der Organisation sein sollen, sondern daß eine gemeinsame Programmdiskussion nicht mit weiteren Vorbedingungen belastet werden soll.

    Soweit so gut, aber – auch als SIB-Mitglied – würde ich sagen, hast Du Recht und hat die SAV die Recht: Wenn es vorangehen soll, kann sich die SIB nicht dauerhaft darauf beschränken, die Offenheit der Diskussion zu betonen, sondern muß sich auch selbst programmatisch zu äußern.

    Ich hoffe, die SAV legt in Kürze auch schriftlich vor, was sie – über die 5 SIB-Essentials hinaus – als notwendig für ein revolutionäres Programm ansieht. Und ich hoffe die SIB wird darauf dann auch inhaltlich antworten und nicht nur mit der Betonung der Notwendigkeit des Offenhaltens des Diskussionsprozesses.

    Ich hoffe allerdings auch, daß die SAV nicht sagen wird, ihr ganzes Programm sei unverzichtbar, sondern es auch nach Ansicht der SAV in einer größeren revolutionären Organisation eine ganze Reihe von Fragen geben kann, die – zumindest die nächsten Jahre und vielleicht auch Jahrzehnte – der Fraktionsfreiheit innerhalb der Organisation überlassen werden können.

  22. 22 systemcrash 04. November 2011 um 20:45 Uhr

    @DGS

    dein kommentar ist freigeschaltet.
    er war leider in den spam filter gelandet.
    sorry :)

  23. 23 systemcrash 04. November 2011 um 21:04 Uhr

    hallo DG

    danke für deine korrektur.
    ich hatte es so verstanden, dass deine vier fragen GETRENNT abgearbeitet werden sollten. offensichtlich hatte ich da was nicht richtig mitgekriegt ;)

    ansonsten ist mir dein kommentar inhaltlich sehr sympathisch. :)
    ich fürchte aber, die SAV wird ihren organisatorischen egoismus nicht so schnell aufgeben. das wird erst geschehen, wenn sie genügend feuer von links-unten bekommen wird ;)

  24. 24 systemcrash 04. November 2011 um 22:09 Uhr

    auf der gestrigen SIB veranstaltung bezog sich ein genosse der online zeitung TREND positiv auf den sog „beilagen-kreis“. aus einer kritik an diesem beilagenkreis entwickelte die damalige „gruppe IV internationale“ (einer der vorläufer der IBT in deutschland) eine art kompendium des trotzkismus („beilagen kreis im radius der SPD“). online einsehbar auf der website der IBT

    http://www.bolshevik.org/deutsch/sonstiges/ibt_1986_givi_beilagenkreis_1.html

    www.bolshevik.org/deutsch/…/ibt_1986_givi_beilagenkreis_2.html

    www.bolshevik.org/deutsch/…/ibt_1986_givi_beilagenkreis_0.html

    www.bolshevik.org/deutsch/…/ibt_1986_givi_beilagenkreis_3.html

  25. 25 systemcrash 05. November 2011 um 16:40 Uhr
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