Termine und andere Hinweise (4)

I. Termine

Mo., 17.10.: Vortrag eines SIB-Mitgliedes zu Geschichte und Strategie der (wiedergegründeten) Kommunistischen Partei Spaniens [PCE(r)] und der Antifaschistischen Widerstandsgruppen 1. Oktober (GRAPO)
Weitere Infos: siehe dort (unter Nr. 2).

Di., 18.10.: Kundgebung gegen Spätkauf-Arbeitsbedingungen
Weitere Infos: siehe dort.

Mi., 19.10: Lucy Redler stellte ihre Kritik an Wagenknechts Buch „Freiheit statt Kapitalismus“ vor.
Weitere Infos: siehe dort.

Do., 20.10: Umbruch in Ägypten. Veranstaltung mit einem Anarchosyndikalisten aus Kairo
„Die Unruhen in der arabischen Welt wurden bislang mit Grund vor allem als Demokratiebewegungen wahrgenommen, schließlich stand und steht zunächst der Sturz der jeweiligen autoritären Herrscher im Mittelpunkt. Für große Teile der Aufbegehrenden verbindet sich damit allerdings die Hoffnung, ihre miserablen Lebensbedingungen zu verbessern, was angesichts des anhaltenden Schlamassels der Weltökonomie nicht leicht werden dürfte.“
Weitere Infos: siehe http://www.klassenlos.tk/aktuelles.php.

► Mo., 17.10.2011 (Köln), Mi., 19.10.2011 (Bremen), Fr., 21.10.2011 (Münster), Mi., 26.10.2011 (Mülheim/Ruhr), Do., 27.10.2011 (Hamburg), Sa., 29.10.2011 (Berlin): Buchvorstellung „Rassismus in der Leistungsgesellschaft“.
Weitere Infos: siehe http://www.edition-assemblage.de/lesesreise-rassismus-in-der-leistungsgesellschaft/.

Mo., 31.10.: Die Linke und der “real existierende Sozialismus”
Weitere Infos: siehe http://www.edition-assemblage.de/31-10-6-11-berlin-was-tun-mit-kommunismus/ und http://eidesk.wordpress.com/2011/09/19/was-tun-mit-kommunismus-veranstaltungsreihe/.

Di., 11.11.: Wie sozialistisch war der “real existierende Sozialismus”?
Weitere Infos: siehe bei den beiden vorgenannten links.

Do., 02.11.: Geht was links von der Linkspartei? (mit isl, RSB, SAV und SIB)
Weitere Infos: siehe dort.

II. Hinweise

► Peter Nowak blickte bereits im Juli bei telepolis auf die Genau-Proteste vor 10 Jahren zurück und beklagte das Fehlen politischer Lernprozeß:

„die Kurzlebigkeit [… der damaligen Bewegung dürfte] in der Struktur dieser Altermondialisten, wie sich die Aktivisten selber nannten, angelegt gewesen sein. Sie nutzten von den neuen Medien bis zum Billigflug die neuesten technischen Innovationen und verbanden so einen postmodernen Lebensstil mit politischem Protest.
Doch im Zeitalter der prekären Arbeitsverhältnisse war es den meisten Aktivisten auf die Dauer nicht möglich, von Gipfel zu Gipfel zu jetten. Ein kleiner Teil machte den Aktivismus zum Job und arbeitet in den verschiedenen Nichtregierungsorganisationen wie Attac oder Greenpeace. Für die große Masse waren die globalisierungskritischen Aktivitäten eine erfahrungsreiche Etappe in ihrer Biographie. Diese Aufsplitterung kann auch erklären, warum 10 Jahre nach Genua so wenig über die Inhalte gesprochen wird, die damals Tausende mobilisierte. […].
Heute ist klar, die globalisierungskritische Bewegung blieb temporär. Wenn nun in den letzten Wochen von Madrid bis Athen Menschen für eine reale Demokratie die Straßen und Plätze füllen, findet sie hier allerdings ihre spezielle Fortsetzung. Denn auch diese Demokratiebewegung dürfte ein weiterer temporärer Protestevent sein, dem andere folgen werden, ohne dass sie sich aufeinander beziehen und gar aus den vorher gemachten Erfahrungen Schlüsse ziehen, also politische Lernprozesse durchmachen.“

Auch am Anfang der hiesigen Diskussion stand im März die Klage über das Fehlen einer „erkennbare[n] strategische[n] Ausrichtung (‚Eventhopping‘)“ und über „mangelnde Klassenorientierung“. – Es wird zu diskutieren sein, wie diese Kritik in eine entsprechende, ernsthafte Praxis umgemünzt werden kann.

► Bereits im Jan. 2010 schrieben Kathrin Ganz und Do. Gerbig in der Arranca über Queerende Perspektiven auf ökonomische Praxen der Transformation. Dem dortigen Plädoyer für Diversität hielten Cornelia Möser und Jette Hausotter im Juli 2010 an gleicher Stelle entgegen:

„Projekte alternativer Ökonomie richten sich zwar gegen bestehende ökonomische Zwänge, sie können diese aber nicht durch ihre bloße Existenz überwinden. Sie stoßen immer wieder an dieselben Grenzen: die Lohnvermitteltheit der Existenz oder die Marktgesetze, die auch für im Kollektiv produzierte Waren gelten. Nicht zuletzt kennen alle, die mal in Kooperativen und Hausprojekten gewohnt oder gearbeitet haben, diese reality checks: Plötzlich muss die Monatsmiete irgendwie aufgebracht werden, ob das Geld da ist oder nicht. Plötzlich ist das Kollektiv die Avantgarde und Ideengeberin neuer entregulierter Unternehmensweisen, team work ein Muss und die Aufhebung der Grenze zwischen Wohnzimmer und Arbeitsplatz kehrt sich als Form der Arbeitskraftverwertung gegen die eigenen Interessen“.

Heinz-Jürgen Voß replizierte auf den Ausgangsartikel bei der Schwulen Seite und in den Leipziger Kritiken unter der Überschrift Weg mit dem Queer-Ding! Ansätze für eine queere Kapitalismuskritik.

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