Der Aufbau einer bundesweiten revolutionären kommunistischen Organisation muss heute diskutiert werden!

Aus dem diesjährigen 1. Mai-Aufruf des Antifaschistisch / Antimilitaristischen Aktionsbündnisses:

So wichtig die klassenkämpferische und politische Praxis ist, so beschränkt bleibt sie doch ohne kontinuierlich arbeitende Strukturen: zum Beispiel Gewerkschaften und kämpferische Basisgruppen in den Betrieben, antifaschistische Gruppen, selbstverwaltete Zentren und Arbeitskreise an Schulen und Unis. All sie sind für den kontinuierlichen, auf Erfahrungen und kollektiven Diskussionen aufbauenden Kampf in den verschiedenen Bereichen eine substantielle Grundlage.
Sich zu organisieren bedeutet auch, der Individualisierung, dem Egoismus und dem Konkurrenzdenken entgegen zu wirken. So wird die Tendenz, die dem Kapitalismus innewohnt und seine Überwindung ermöglicht, aufgegriffen: die Vereinigung der ArbeiterInnenklasse gegen die Klasse, die von Ausbeutung und Unterdrückung profitiert. Unsere heutigen Zusammenschlüsse sind die Grundlage, um zukünftig sämtliche gesellschaftlichen Bereiche selbstbestimmt, kollektiv und solidarisch zu regeln und Strukturen zu entwickeln, die an die Stelle profitorientierter Unternehmen und des bürgerlichen Staates treten. Doch auch die Strukturen in verschiedenen Teilbereichen reichen nicht aus. Wir, die Gruppen, die diesen Aufruf veröffentlichen, sind uns darin einig, dass eine politische Kampforganisation notwendig ist, die sich nicht mit der Verbesserung des Kapitalismus beschäftigt, sondern1 an seiner Überwindung arbeitet. Eine Organisation, die die revolutionäre Theorie und Praxis langfristig und kontinuierlich entwickelt, Schulung und Information gewährleistet und sich nicht auf tagespolitische Kämpfe beschränkt und darin abarbeitet, sondern deren Dynamiken für den revolutionären Prozess nutzt. Sie kann und darf die verschiedenen anderen Organisierungen dabei nicht ersetzen, sondern muss in einemdialektischen, sich ergänzenden und aufeinander aufbauenden Verhältnis zu ihnen stehen und die Selbstorganisierungen in den verschiedenen Bereichen ermöglichen und unterstützen. Der Aufbau einer bundesweiten revolutionären kommunistischen Organisation muss heute diskutiert, vorbereitet und entwickelt werden. Unser Bündnis kann und soll nicht zuletzt hierzu einen Teil beitragen.

(Quelle:
http://3a.blogsport.de/2011/03/25/aufruf-zum-1-mai/)

  1. Dazu merkte ich in meinem 10 Punkte-Papier in Punkt 7.b) an: „Zwar ist es niemals die Aufgabe von KommunistInnen den Kapitalismus zu verbessern, aber sehr wohl ist es auch heute noch die Aufgabe von KommunistInnen, für eine Verbesserung der Lage der Lohnabhängigen sowie der anderen Ausgebeuteten und Unterdrückten auch im Kapitalismus zu kämpfen, und sich nicht auf die Propaganda und Vorbereitung der Revolution zu beschränken. Und dafür sind auch heute noch Bündnisse mit ReformistInnen, die sich – im Unterschied zu KommunistInnen – in der Tat die Verbesserung des Kapitalismus zur Aufgabe gemacht haben, notwendig. Lenins Linksradikalismus-Kritik ist auch im Jahre 2011 noch aktuell.“ [zurück]
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1 Antwort auf „Der Aufbau einer bundesweiten revolutionären kommunistischen Organisation muss heute diskutiert werden!“


  1. 1 Rote Flora 03. August 2011 um 20:39 Uhr

    Ein kleiner Erlebnisbericht vom 1. Mai bzw. ein- zwei Tage zuvor auf der Schanze und St. Pauli.

    Viel Bu..en!, die sich über kleine Böller auregen und filmen wie ein Bundeswehrauto in Flammen aufgeht und ein Hotel paar spritzer un Kratzer abbekommt. Das war lächerlich und gefährlich.

    Der Demowagen war recht okay, aber auch er redete von Sozialismus und Revolution, dabei waren wir am Sonntag eingekesselt vom Beginn bis zum Schluss.

    Ergo= sowas bringt nur ein krzes Aufsehemn, welches für einige schon teuer bezahlt werden kann. Die Gruppe trifft sich jeden Sonntag, offene Türen. Aber überwacht.

    Jetzt sag mir einer, wie soll so eine Revolution stattfinden. Das geht nur subversiv. Infiltieren, die Polzei genauso wie die Politik und die Gewerkschaften.

    Hier braucht es Verbindungen, sichere. Hier müssen Schlüssel verteilt werden, sichere.

    Schließlich brauchen wir eine Mehrheit hinter uns und nicht 3000-10000 Leute.

    Also es heißt sich zu öffnen. Kommunismus mus heißen antikapitalismus Anarchie muss heißem ohne hierarchie, Sexismus muss(müsste) heißhen Verbuznden (ein wenig komik) unten rumm.

    Bitte um Antwort!

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