Termine und andere Hinweise (1)

I. Termine

► Am Samstag, den 16. Juli wird die Sozialistische Kooperation in Leverkusen über die laufende Organisierungs- und Programmdebatte diskutieren. Referieren wird u.a. Edith Bartelmus-Scholich von der täglich mit neuen Artikeln erscheinenden internet-Zeitung scharf-links.

► Jan Ole Arps stellt am Montag, den 11. Juli in Berlin zusammen mit dem ehemaligen Betriebsaktivisten Peter Bach das kürzlich im Verlag Assoziation veröffentlichte Buch „Frühschicht – Linke Fabrikintervention in den 70er Jahren“ vor. Es soll um die damaligen Kämpfe und Lehren für heute gehen. Veranstalter: Internationale KommunistInnen und Für eine linke Strömung (Fels). Auch der Klassenkampfblock kündigt die Veranstaltung an.

► Am Mittwoch, den 3. August wird beim Roten Abend das im ISP-Verlag (Infos zum Buch mit Inhaltsverzeichnis und Rezensionen) erschienene Buch „Indien und die Naxaliten – Agrarrevolten und kapitalistische Modernisierung“ von Lutz Getzschmann vorgestellt. Aus der Ankündigung: „Über die politische Praxis der Naxait_innen, die sich keineswegs auf den bewaffneten Kampf beschränkt, sondern auch soziale und gewerkschaftliche Organisierung umfasst, wird Getzschmann ebenso informieren wie über die staatliche Repression, von der die sozialen Bewegung der ländlichen Region betroffen sind.“ Vgl. zum Thema Klassenkampf in Indien auch den dortigen Beitrag.

II. Hinweise

► Die Gruppe Revolutionäre Perspektive Berlin veröffentlicht den Audi-Mitschnitt einer Veranstaltung zum Thema „Klassenkampf – Kalter Kaffee oder aktuell wie nie?“ mit dem Soziologe Werner Seppmann (DKP) und dem Berliner Basisaktivisten und Autor Willi Hajek. „Seppmann ging auf die soziostrukturellen Veränderungen der Klasse der Lohnabhängigen ein und definierte als den Kern der Lohnabhängigenklasse die strukturell handlungsfähigen Teile der Klasse. Hajek ging auf die Veränderungen seit den 1970er Jahren, wie die Zerlegung der Großbetriebe, die Auslagerung von Produktionsprozessen und die Prekarisierung ein.“ Für eine kritische Diskussion zu Werner Seppmanns Klassenbegriff siehe meine dortigen Anmerkungen.

► Birgit Wolf fragt im August-Heft der österreichischen feministischen Zeitschrift an.schläge: Wie feministisch ist die Protestbewegung in Spanien? (via Mädchenmannschaft).

► Horst Hilse berichtet bei scharf-links über eine Veranstaltung in Aachen mit Vertretern der aus maoistischer Tradition kommenden, im niederländischen Parlament vertretenen Sozialistischen Partei. Zuvor fanden bereits in Köln Veranstaltungen mit GenossInnen aus Frankreich, Griechenland und Italien statt.

► Die Cádizer Ortsgruppe der spanischen Izquierda Anticapitalista (Antikapitalistische Linke) weist bei Facebook (08.07.; 10:51 h) auf ein gerade vom International Institute for Research and Education und Resistance Books herausgebrachtes Buch hin:

„The book starts out with an introductory background chapter which takes an overall look at the developments of the radical left in Europe since 1989 and the collapse of the Left as we knew it. […]. The late IIRE Fellow Daniel Bensaïd puts the discussion on the reorganisation of the European left into a broader historical and ideological perspective in the chapter ‘An idea whose time has come’. […]. Against this background, Bensaïd argues, there is a need for new anticapitalist parties, as he points out the successful stories across the continent.
The following chapters provide valuable and unique first hand insight into the development and discussions within the New Anti-capitalist Party (Nouveau Parti Anticapitaliste) in France, the Red-Green Alliance (Enhedslisten) in Denmark, Respect in Britain, The Left (Die Linke) in Germany, the Communist Refoundation Party (Partito della Rifondazione Comunista) in Italy and the Left Bloc (Bloco de Esquerda) in Portugal. Each chapter covers a political party and is written by a long-standing member of the party in question.
This 208 page book is available for 10 euros plus postage directly from the IIRE.“

(http://www.iire.org/en/component/content/article/230-new-book-on-the-left-in-europe.html; Ankündigung auf Kastilisch [‚Spanisch’])

► Der Express. Zeitung für sozialistische Betriebs- und Gewerkschaftsarbeit rezensierte im Mai das Buch von Andreas Kemper / Heike Weinbach: „Klassismus. Eine Einführung“ (Unrast Verlag, Münster, 2009, ISBN 978-3-89771-4670, 185 S., 13 €). Der Rezensent Peter Nowak fragte, ob „Klassismus“, eine Analogbildung zu Rassismus und Sexismus, ein „Konzept zur Gesellschaftsveränderung oder zur Mittelstandsförderung“ ist.

► Die linke, österreichische Zeitungen Malmoe berichtet über „Arbeitsrealitäten von Studentinnen aus sogenannten Drittstaaten in Wien“: „Studierenden aus Drittstaaten wird der Zugang zum formellen Lohnarbeitsmarkt in Österreich systematisch verwehrt. Sie sind gezwungen, un(ter)dokumentiert zu arbeiten. Um einen Einblick in ihr prekäres (Arbeits-) Leben zu bekommen und zu erfahren, welche Strategien sie entwickelt haben, um mit der Situation umzugehen und sich zu wehren, wurden vier Studentinnen, die illegalisiert in Wien arbeiten (müssen), gebeten, von ihren Erfahrungen zu erzählen. […]. Sie alle arbeiten ohne Beschäftigungsbewilligung in feminisierten und ethnisierten Jobs: als Kellnerinnen, Verkäuferinnen und Reinigungspersonal.“

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2 Antworten auf „Termine und andere Hinweise (1)“


  1. 1 DGS / TaP 25. Juli 2011 um 10:46 Uhr

    Über die Veranstaltung zu den Betriebskämpfen ist ein bei Bericht bei trend und bei indymedia erschienen:

    http://www.trend.infopartisan.net/trd7811/t357811.html

    und

    http://de.indymedia.org/2011/07/311752.shtml.

  1. 1 Termine und andere Hinweise (3) « Neue antikapitalistische Organisation? Na endlich! Pingback am 31. Juli 2011 um 11:29 Uhr
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