Geschlechterverhältnis und Ökonomie

Ein Lesehinweis für AntikapitalistInnen

Gerade erschienen:
Das Argument. Zeitschrift für Philosophie und Sozialwissenschaften
Heft 292, 3/2011:
Care – eine feministische Kritik der politischen Ökonomie?

Argument, Heft 292, 3/2011

Gabriele Winker
Soziale Reproduktion in der Krise – Care Revolution als Perspektive

Frigga Haug
Das Care-Syndrom. Ohne Geschichte hat die Frauenbewegung keine Perspektive

Sabine Plonz
Mehrwert und menschliches Maß. Zur ethischen Bedeutung der feministisch-ökonomischen Care-Debatte

Iris Nowak
Fürsorgliche Praxis als prekäre Lohnarbeit. Fragen zu den Erfahrungen der Beschäftigten

Silke Chorus
Care-Seiten in der politischen Ökonomie

Anna Hartmann
Wo bleibt die Hausarbeit? Die Unsichtbarkeit der unbezahlten Hausarbeit in Fordismus und Postfordismus

Stephanie Heck
Von ›Reproduktion‹ zu ›Care‹ – zentrale Verschiebung in der feministischen Ökonomie-Debatte?

Beate Friedrich
Gesellschaftliche Natur- und Geschlechterverhältnisse: Die Ansätze von Adelheid Biesecker/Sabine Hofmeister und Frigga Haug

(Quelle:
http://www.inkrit.de/argument/archiv/DA292/DA292/DA292_inhalt.pdf
Englische Zusammenfassungen der Artikel:
http://www.inkrit.de/argument/archiv/DA292/DA292/DA292_Summaries.pdf)

„Wir nahmen […] die Arbeit an unserer schon vor vier Jahren gestellten Frage nach dem Schicksal der häuslichen Produktionsweise im Hightech-Kapitalismus – ein Heft, das damals nicht zustande kam – ernsthaft in Angriff. Unsere Fragen damals nehmen die Care-Diskussion vorweg und bleiben aktuell auch für dieses Heft. Geplant war, »zunächst aus der Diskussion um die ›häusliche Produktionsweise‹ von Meillassoux u.a. einen Standpunkt zu gewinnen, der es erlaubt, eine Forschung einzuleiten, die sich um die Verschiebungen im Zueinander von industrieller und Dienstleistungserwerbsarbeit und familialer Sorgearbeit kümmert, die, kurz gesprochen, untersucht, was nach dem Niedergang der Kleinfamilie mit ihrem Alleinernährer, also nach dem Ende des Fordismus, aus den gesellschaftlichen Arbeiten und ihren Akteurinnen (vornehmlich) wird und welche politischen Möglichkeiten sich eröffnen« (aus dem Aufruf zur Mitarbeit 2007). Beim Sortieren des neuen Terrains stießen wir auf die Notwendigkeit, zugleich im genannten Sinn feministische Kritik voranzutreiben als auch feministisch-ökonomische Diskussions beiträge auf den Prüfstand zu holen.“

(Quelle:
http://www.inkrit.de/argument/archiv/DA292/DA292/DA292_editorial.pdflink hinzugefügt)

Vgl. zum gleichen Thema auch noch:

Grundrisse. Zeitschrift für linke Theorie und Debatte (Wien)
Heft 38, 2011
Thema: Geschlechterverhältnisse & gesellschaftliche Arbeitsteilung 2

Grundrisse, Heft 38, 2011

„Fertig ist er, der zweite Teil unseres Schwerpunktes zu Geschlechterverhältnissen und gesellschaftlicher Arbeitsteilung. Lisa Haller und Silke Chorus gehen regulationstheoretisch bewaffnet auf die Suche nach einer feministischen Kritik der politischen Ökonomie, die Frauen der Precarias a la deriva aus Madrid stellen sich unter anderem die Frage ‚Was ist ein Streik?‘ und zeichnen ihre methodischen Zugänge ebenso wie die Praxis des Derive, ihre Form der militanten Untersuchung gegenwärtiger Arbeits- und Lebensverhältnisse nach. Der Text von Luzenir Caixeta wiederum ist gleichermaßen Darstellung der und Reflexion über die Aktivitäten der autonomen Linzer Migrantinnenorganisation maiz. Abgerundet wird der Schwerpunkt ganz am Ende des Hefts mit einer Buchbesprechung von Minimol zu ‚Aufbruch der zweiten Generation‘, in dem die Neuzusammensetzung der chinesischen ArbeiterInnenklasse anhand von Wanderarbeiterinnen analysiert wird.“

Lisa Haller & Silke Chorus
Die Regulation geschlechtsspezifischer Arbeitsteilung. Auf der Suche nach einer feministischen Kritik der politischen Ökonomie

Frauen der Precarias a la deriva
Fragen, Illusionen, Schwärme, Meuten und Wüsten. Zu Untersuchung und Militanz der Precarias a la deriva

Luzenir Caixeta
„Wir sind prekär aber revolutionär!“ Widerstandsstrategien von Migrantinnen

Das komplette Heft – kostenlos ald .pdf-Datei:
http://www.grundrisse.net/PDF/grundrisse_38.pdf.

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1 Antwort auf „Geschlechterverhältnis und Ökonomie“


  1. 1 DGS / TaP 08. Juli 2011 um 19:31 Uhr

    Vgl. ergänzend zu dem Grundrisse-Artikel der Precarias a la deriva deren für den Herbst angekündigtes Buch:

    »Was ist dein Streik?«
    Militante Streifzüge durch die Kreisläufe der Prekarität

    Cover

    […] ca. 150 S. , ca. EUR 14,-
    Paperback mit Klappen
    ISBN 978-3-85132-639-0, 2011
    (in Vorbereitung für 2011-10)

    »Precarias a la deriva« steht für einen heterogenen Zusammenhang von Frauen, die sich 2002 während des Generalstreiks in Spanien zusammengefunden haben, um die Möglichkeit des Handelns bzw. des Streiks in Zeiten der Prekarität zu erproben. Im Vordergrund ihres Interesses steht dabei nicht die Produktion eines distanten Wissens über »Betroffene«, sondern vielmehr die Hervorbringung einer auf Sorgebeziehungen basierenden Sozialität. Die im vorliegenden Band versammelten Texte sind kollektiv verfasst und begeben sich auf die Reflexionsebene einer Praxis, die auf eine Unterbrechung der sozialen Fragmentierung und Isolation abzielt und zu politischem Handeln ermächtigen soll.

    Einleitung: Die militante Ethik der Precarias a la deriva

    Precarias a la deriva:

    Fragen, Illusionen, Schwärme, Meuten und Wüsten
    Zu Untersuchung und Militanz der Precarias a la deriva
    […]

    Geld oder Leben!
    Von der Prekarisierung der Existenz zum Sorgestreik
    […]

    Marta Malo de Molina:

    Gemeinbegriffe: Erfahrungen und Versuche zwischen Untersuchung und Militanz
    (Prólogo zum Buch Nociones comunes. Experiencias y ensayos entre investigación y militancia. Madrid: Traficantes de sueños, 2004)

    […]. »Precarias a la deriva« ist eine Initiative zwischen Forschung und Aktivismus, die aus dem feministischen Sozialzentrum »La Eskalera Karakola« in Madrid hervorging.

    Quelle: http://www.turia.at/titel/precarias.html

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