Archiv für Juli 2011

Kommentieren einfacher gemacht!

Bisher war der blog so eingestellt, daß sich erst registriert bzw. angemeldet werden mußte, um kommentieren zu können. Da dies anscheinend eine erhebliche psychische oder technische Hemmschwelle darstellt, haben wir das jetzt geändert. Jede sachliche Kritik ist ausdrücklich willkommen; persönliche Angriffe sowie Herrschaft und Ausbeutung legitimierende Kommentare nicht – die kontroverse Diskussion über die geeigneten Mittel und Wege zu deren Überwindung schon.

Termine und andere Hinweise (3)

– Mit einem NACHTRAG (v. 1.8.) zum Papst-Besuch am 22./23.9. –

I. Hinweise

► Kürzlich ging es hier zwei-mal um diversity managment. Auch die Jungle World beschäftigte sich im Juni damit: (mehr…)

Von Quietscheenten, Liebesbeziehungen und »Fidelio« – zum Stand der ökumenischen Initiative aus dem Ratskeller Schöneberg

Ehrlich gesagt, liegt offenbar in uns Deutschen eine gewisse Trägheit und Unbehülflichkeit des Geistes für das praktische Leben und eine grenzenlose Zufriedenheit mit unseren bloßen Theorien und Projekten. Wie der Strauß seine Eier in den Sand, legen wir unsere Ideen auf das Papier, ohne uns darum zu kümmern, ob diese je ins Leben treten werden.
(Frühsozialist Ludwig Gall 1826)

Die Reaktionen auf unser »Na endlich«-Papier haben uns mehrheitlich positiv überrascht, die Debatte hat mittlerweile ganz schön Fahrt aufgenommen und es wird wohl Zeit, dass wir uns mal wieder kollektiv zu Wort melden. (mehr…)

Feminismen

Mitchell: Frauenbefreiung – Frauenbewegung

Quelle:
Juliet Mitchell, Frauenbefreiung – Frauenbewegung [1966-1971], Verlag Frauenpolitik: Münster, 1978, S. 63.1 (mehr…)

Bei „Systemcrash“ gelesen

1. „die gründung einer ‚partei’ ist kein voluntaristischer akt. sie muss getragen werden von einem ansteigen der sozialen kämpfe. so weit ist es hier in diesem unseren lande noch nicht. aber jetzt schon den theoretisch-programmatischen rahmen für dieses anwachsen der sozialen kämpfe abzustecken, ist eine notwendige vorbereitungsarbeit.“ (mehr…)

„Von der Organisations- zur Programmdebatte“

Unter dieser Überschrift stellt die onlinezeitung trend in einem Nachtrag zur Ausgabe 7-8/20111 folgende Texte zusammen: (mehr…)

Neue Antikapitalistische Organisation? – Konzentration auf Aufgaben, Strategie und Praxis!

Verschriftlichtes Impulsreferat von Edith Bartelmus-Scholich auf dem SoKo-Sommertreff 16. Juli 2011, Beitrag zur Debatte um das Papier „Neue antikapitalistische Organisation? – Na endlich!“ der SIBS (1).

Vorab sei der Sozialistische Initiative Berlin-Schöneberg (SIBS) gedankt, dass sie in der Debatte um eine Zusammenarbeit und Organisierung antikapitalistischer Kräfte links von der Partei DIE LINKE einen neuen Bezugspunkt gesetzt haben. Es ist unbedingt geboten, konstruktiv mit ihren Vorschlägen umzugehen, denn die weltweite multiple Krise des Kapitalismus, die Zunahme der Klassenkämpfe – in Deutschland bis jetzt hauptsächlich als Verschärfung des Klassenkampf von oben – erfordern dringend antikapitalistische, emanzipatorische Alternativen zu entwickeln und an ihrer Durchsetzung zu arbeiten.

In seiner großen Linie schätze ich die in dem Papier der SIBS angesprochenen Fragen so ein, wie sie in der Stellungnahme des RSB (2) bewertet werden. Dennoch möchte ich den Ansatz der Schöneberger einer Kritik unterziehen. (mehr…)

Ohne die Klasse ist alles Nichts, mit ihr allein aber geht es auch nicht

Robert Steigerwald (DKP, Marxistische Blätter) schreibt in einer e-mail der SoKo-internen-Mailingliste (hier mit dessen freundlicher Genehmigung auszugsweise wiedergegeben).

„(…) Solches Streben nach Zusammenfassung des Potentials ist ja nicht neu und sicher bei jedem von uns, dem es um die Sache geht, ein brennendes Thema und es hat ja auch schon Anläufe gegeben. Warum ging das nicht weiter? Sicher habe da auch ich „Schuld“, komme darauf noch zurück.
Wir alle wissen, daß der Kerkermeister im „Fidelio“ recht hat, wenn er singt: Wenn sich Nichts mit Nichts verbindet ist und bleibt die Summe klein. (mehr…)

Dringender Verständigungsbedarf

Vom SoKo-Sommertreff am 16.07. in Leverkusen.

Worauf können wir uns einigen, um eine handlungsfähige antikapitalistische Linke aufzubauen, die dieses Namens auch wert ist? Darum ging es beim zweiten Sommertreff der SoKo am Samstag, dem 16.07.2011, in Leverkusen. Dabei wurden einzelne Aspekte des bundesweit zirkulierenden Papiers ‚Neue Antikapitalistische Organisation ? Na, endlich!’ der Sozialistischen Initiative Berlin-Schöneberg (SIBS) debattiert.

Die knapp zwei Dutzend TeilnehmerInnen diskutierten einerseits weltanschauliche und andererseits programmatische Aspekte des genannten Papiers. Schließlich ging es in einem dritten Block um das Verhältnis der SoKo zur Berliner Initiative und schließlich um die eigene, spezielle Rolle der SoKo. Mitglieder der Soko beteiligen sich ja mit großem Interesse an Verbreitung und Diskussion des Berliner Papiers. (mehr…)

Konfuses Gesülze …

… ist der Gegenstand des jüngsten Beitrags von Meinhard Creydt zur Debatte um das Schöneberger Papier. „Der Aufruf von Prütz und Schilwa für ein neues Sammelbecken ist ein zusammengestoppelter und undurchdachter Text, ohne Analyse, ohne auch nur e i n e neue Idee, zusammengehalten von einem unernsthaften Ton und einer Rhetorik, als gelte es, Jugendliche zum Aufräumen ihres Zimmers zu bewegen“, schreibt er, „sie wollen vor sich hinsülzen wie am Stammtisch“, „erleben Kritik als Störung des Standpunkts, auf dem sie stehen bleiben und sich einrichten wollen“ und sind „auf der Suche nach ihrem Plätzchen im Paralleluniversum“. Usw. usf. Ehrlich gesagt: Wir wissen nicht, was das sein soll. Kritik? Jedenfalls würden wir unterschreiben, was Horst Hilse von der SoKo Köln darauf antwortet: „Herr, loss dä vun dänne Stelze rungerkumme ! (Herr, lass ihn von den Stelzen runterkommen!) „

Völlig unaufgeregt, deeskalierend und sehr verdienstvoll müht sich Detlef Georgia Schulze um eine ernsthafte Auseinandersetzung mit der Creydtschen Schmähschrift: „Des Genossen Meinhard Creydt intellektueller und polemischer Overkill“.

Außerdem gab es in den vergangenen Tagen noch Wortmeldungen von G. Karfeld, Wal Buchenberg, Karl-Heinz Schubert und bei indymedia. Bemerkenswert ernüchternd die „Debatte“, die sich dort in Reaktion auf den Bericht entwickelt hat. Sie besteht fast ausschließlich aus „Beiträgen, die keine inhaltliche Ergänzung darstellen“ wie es bei indymedia immer so schön heißt.




ORGANISIERUNGSDEBATTE: