„Eine wirklich ‚Neue Linke‘ muss emanzipatorisch sein – oder sie wird nicht sein“

schrieb Barbara Suhr-Bartsch in einem 2007 auf dem Blog des „Netzwerks Linke Opposition“ erschienenen Beitrag. Das Netzwerk und sein Blog sind längst eingeschlafen, der Text aber ist immer noch aktuell und lesenswert:

„Der existenziell linke Kanon aus avantgardistisch-ideologischen Selbstbefriedigungen, dialektischen Haarspaltereien, gegenseitigen Verhackstückungen in inneren Zirkeln und unemanzipierter Zögerlichkeit in der Öffentlichkeit ist antiquiert. Er erweist sich in der aktuellen Situation als genauso wenig weiterführend wie die Anbiederung an die bestehenden Verhältnisse in parlamentarischen Vertretungen oder gar Regierungsbeteiligungen, die linke Politik zur dekadenten Selbstauflösung verdammen.“

Weiter bilanziert die Autorin die Gründung der Wahlalternative Arbeit und soziale Gerechtigkeit (WASG) und deren Fusion mit der Partei des demokratischen Sozialismus (PDS): „Die Chance, die mit der bundesweiten Gründung der WASG geboten war, lag in der Möglichkeit, der Linken Deutschlands, ihren unterschiedlichen Protagonisten und Fraktionen eine Basis zu schaffen für die Einlassung auf gemeinsame Ziele und die folgende gemeinsame Umsetzung dieser Ziele. Zur produktiven Nutzung dieser Chance hätte es in Anbetracht der Lage in der deutschen Linken allerdings einer Phase umfassender Reflexion bedurft, um sich einer gemeinsamen Verantwortung bewusst werden, die bekannten Rituale und Umgangsformen kritisch durchleuchten und den bourgeoisen Macht- und Positionsspielchen in den eigenen Reihen eine emanzipierte Absage erteilen zu können. Diese Chance wurde nicht genutzt und ist unwiederbringlich verloren. “ > weiterlesen …

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3 Antworten auf „„Eine wirklich ‚Neue Linke‘ muss emanzipatorisch sein – oder sie wird nicht sein““


  1. 1 DGS / TaP 14. September 2011 um 20:02 Uhr
  1. 1 Vier weitere Texte zur Organisierungsdebatte « Theorie als Praxis Pingback am 28. Juni 2011 um 1:19 Uhr
  2. 2 In zwei Wochen: Disk.-VA über feministische Organisierung « Theorie als Praxis Pingback am 19. September 2011 um 19:12 Uhr
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